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Christmas Pudding

Mittwoch, Dezember 18th, 2019

Zum 18. Kalendertürchen

Christmas Pudding ist ein Gericht, das traditionell in Großbritannien, Irland und einigen Ländern des Commonwealth am ersten Weihnachtsfeiertag serviert wird. Im Gegensatz zu deutschen Puddings handelt es sich bei dem englischen Gericht ursprünglich nicht um eine Süßspeise, die frühere deutsche Bezeichnung für diese Speisen ist Serviettenkloß.

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Weihnachtpudding, Foto: DO’Neil (cc)

Christmas Pudding ist ein gekochter bzw. gedämpfter Pudding und enthält unter anderen Trockenobst (z. B. Rosinen), Nüsse und üblicherweise Rindernierenfett, wobei Letzteres manchmal durch pflanzliches Fett ersetzt wird. Der meist dunkle Pudding wird oft mit Brandy oder anderem Alkohol getränkt. In England haben viele Familien ihre eigenen Rezepte, die auch regional variieren können.

Der Christmas Pudding war bereits im 15. Jahrhundert in England bekannt und wird auch als Plumpudding bezeichnet. Trotz dieses Namens enthielt das Gericht zunächst keine Pflaumen; früher wurden Rosinen und auch andere Trockenfrüchte als plum bezeichnet, daher der Name. Der Pudding war zunächst kein spezielles Weihnachtsessen. Er geht zurück auf ein Gericht namens Plum pottage, das aus zerkleinertem Rindfleisch oder Hammel, Zwiebeln und getrockneten Früchten bestand, angedickt mit Brotkrumen und verfeinert mit Gewürzen und Wein. Die Konsistenz war dickflüssig. Es handelte sich nicht um eine Nachspeise, sondern um den ersten Gang der Mahlzeit.
Seit dem 16. Jahrhundert wurden Rosinen hinzugefügt und man ging dazu über, das Fleisch wegzulassen und durch Fett zu ersetzen. Plum pudding wurde zu einem Festessen, das an Allerheiligen, Weihnachten und Neujahr serviert wurde. Um 1670 wurde er Christmas pottage genannt. Eine einfache Variante hieß Plum duff und war eine Alltagsspeise.
Zur Zeit Oliver Cromwells und des Puritanismus gehörte dieser Pudding zu den weihnachtlichen Attributen, die in England offiziell verboten wurden.

Die heutige Version des Christmas Pudding ist größtenteils erst im 19. Jahrhundert entstanden. Übliche Zutaten sind Rinderfett, Zucker, Sirup (schwarzer Melassesirup aus Zuckerrohr), Rosinen, Brotkrumen, Eier, Gewürze und Alkohol, teilweise auch noch Mehl, Orangen- oder Zitronenschalen, geriebene Möhren oder Äpfel und Mandeln. Die Konsistenz ist ziemlich fest. Nach dem Kochen ist der Pudding bei Lagerung zwischen 4 und 7 °C ca. ein Jahr haltbar.

Christmas-Pudding (Plum)

Zutaten:

  • 100 g Kalbsnierenfett
  • 150 g Semmelmehl
  • 2 eingeweichte alte Semmeln
  • 80 g Zucker
  • 50 g gehacktes Orangeat
  • 50 g gehacktes Zitronat
  • 65 g geriebene süße Mandeln
  • 3 g geriebene bittere Mandeln
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 2 geschnittene Äpfel
  • 65 g Korinthen
  • 125 g RosinenPlumpudding
  • 4 Eier
  • 50 g Mehl
  • 4 El. Rum
Zubereitung:

  • Kalbsnierenfett fein schneiden, Semmeln ausdrücken und zerpflücken, Mandeln abziehen und reiben, Mehl mit Backpulver mischen und sieben.
  • Alle Zutaten zu einem Teig verarbeiten, in die gefettete, mit Semmelmehl ausgestreute Form füllen, mit dem ebenfalls gefetteten Deckel verschließen und im Wasserbad 2 bis 3 Stunden kochen.
  • Je länger der Plumpudding kocht, desto dunkler wird er.
    Den fertigen Pudding kurze Zeit stehen lassen, stürzen, mit Zucker bestreuen, mit warmem Rum begießen und anzünden. Gleich servieren.

Rezept

Samstag, Dezember 14th, 2019

Zum 14. Kalendertürchen

Norwegische Weihnachtskekse

In Norwegen wird vor Weihnachten sehr viel gebacken. Am Duft exotischer Gewürze und an aromatischen Backdünsten ist zu erkennen, dass es weihnachtet. Ohne Pfefferkuchen, Schmalzkränzchen, Hörnchen und anderem Traditionsgebäck ist es eben nicht „Jul“. Sieben Sorten Kekse müssen es sein und die meisten Leute halten sich auch dran. Wer vor Weihnachten fleißig Plätzchen bäckt, dem bringt Julenisse sicher auch ein Geschenk. Zum Dank bekommt er norwegische Weihnachtskekse mit für seinen Heimweg.

Einkaufsliste:

  • 1 Tasse Zucker
  • 1 Tasse Butter
  • 1 Ei
  • ½ TL Vanilleauszug
  • ½ TL Mandelextrakt
  • 2 Tassen Mehl
  • ½ Tasse Walnüsse (gehackt)
  • farbiger Zucker (rot und grün)
  • Gebäck

    Und so wirds gemacht

  • Vermengen Sie die Butter mit dem Zucker. Geben Sie das Ei und die Vanille- und Mandelauszüge hinzu. Schlagen Sie alles durch. Geben Sie das Mehl und die Nüsse hinzu. Schlagen Sie den Teig bis er glatt wird.
  • Bedecken Sie die Schüssel und lassen Sie den Teig ca. 30 Min. im Kühlschrank ziehen.
  • Formen Sie kleine Bälle aus dem Teig. Geben Sie die Bällchen auf ein Backblech und bestreuen Sie sie mit dem farbigen Zucker.
  • Mit Eigelb bestreichen und buntem Streuzucker bestreuen.
  • Kekse bei 220 °C etwa 15 Minuten lang gebacken
  • Feuerzangenbowle

    Samstag, Dezember 7th, 2019
    HR - Poster

    HR – Poster

    Sie ist das romantische Getränk der kalten Jahreszeit: die Feuerzangenbowle.

    Eigentlich ist sie ein Punschgetränk, das schon vor 200 Jahren als „Krambamboli“ bekannt war.

    Welche Wirkung die heiße Mischung aus Rum, Rotwein und Zuckerhut haben kann, wissen Filmfans spätestens seit dem gleichnamigen Streifen: Heinz Rühmann alias Schriftsteller Dr. Johannes Pfeiffer holt nach dem Genuss der Bowle die Zeit an einer „öffentlichen Lehranstalt“ nach – verkleidet als Schüler.

    Um die so belebende Bowle nachmachen zu können, reicht schon ein Kochtopf, eine Kelle und ein feuerfestes Sieb (zur Not tut es auch eine alte gebogenen Kartoffelreibe aus Metall), worauf man den Zuckerhut legen kann.
    Schöner ist ein Kupferkessel mit Feuerzange und langer Kelle für den Alkohol. Die Zubereitung ist einfacher als vielfach vermutet wird:

     

    rezept

    Feuerzangenbowle

    Feuerzangenbowle auf dem Mannheimer Weihnachtsmarkt (Kapuzinerplanken)

    Zutaten für 8 Personen:

    4 Flaschen trockenen Rotwein
    1 Flasche Rum, mindestens 54% Alkohol
    2 Orange(n), ungespritzt
    2 Zitrone(n), ungespritzt
    3 Zimtstangen
    3-4-5 Gewürznelken
    2 Sternanis
    1 Zuckerhut (250g)

    • Orangen und Zitronen heiß abwaschen und in dünne Scheiben schneiden.
    • Zusammen mit den Gewürzen und dem Wein in einem Topf fast zum Kochen bringen.
    • Zum Warmhalten auf einen Rechaud stellen.
    • Den Zuckerhut mit einer Zuckerzange oder einem Drahtgitter über den Topf legen, mit Rum tränken und anzünden. Solange Rum auf dem Zucker verbrennen, bis dieser vollständig in den Wein getropft ist.
    • Heiß genießen.

    Praxistip:  Beim Überschütten des Zuckerhuts mit Rum entzündet sich der Rum in der Schöpfkelle und je nach Geschwindigkeit, mit welcher der Rum auf den Zuckerhut gelangt, gibt es teils recht hohe Flammen…
    Gut funktioniert ‚Stroh 80‘. Den Zuckerhut langsam und gründlich in Stroh 80 tränken und erst dann anzünden. Brennt langsamer und nahzu vollständig runter ohne feste Karamellrückstände.

    Freitag, Dezember 6th, 2019

    einen Schritt zurück loading... zum Kalender
    Wir backen Spekulatius

    Spekulatius ist ein aus Belgien und den Niederlanden, aber auch dem Rheinland und Westfalen stammendes Gebäck aus Mürbeteig, auf niederländisch heißt es Speculaas, auf französisch speculoos. Während der Spekulatius in Deutschland ein typisches Weihnachtsgebäck ist, wird er in den Niederlanden und in Belgien ganzjährig gegessen. Spekulatius gibt es ebenfalls ganzjährig in Indonesien, einer ehemals niederländischen Kolonie.

    Der Einkaufszettel:

    • 500 g Weizenmehl
    • 2 TL Backpulver
    • 250 g Zucker
    • 1 P. Vanillezucker
    • 2 Tropfen Backöl Bittermandel
    • 2 MS gemahlenen
      Kardamom und Nelken
    • 1 TL Zimt
    • 2 Eier
    • 200 g kalte Butter
    • 100 g abgezogene Mandeln oderHaselnüsse
    • Spekulatiusförmchen
    Lisi-Girl Und so geht es:

    • Das Mehl mit dem Backpulver mischen, auf der Arbeitsplatte sieben und in die Mitte eine Vertiefung eindrücken.
    • Den Zucker, Vanillezucker, die Gewürze, die Aromen und die Eier hineingeben und mit einem Teil des Mehls zu einem dicken Brei verarbeiten.
    • Die Butter in Stücke schneiden und zu dem Brei geben.
    • Die Mandeln oder Haselnüsse darüber streuen, mit Mehl bedecken und von der Mitte aus alle Zutaten schnell zu einem glatten Teig verkneten.

    Sollte der Teig kleben, ihn einfach eine Zeitlang in den Kühlschrank stellen. Den Teig schön dünn ausrollen und mit den Formen ausstechen. Die Spekulatius bei 180°C etwa 10 Minuten backen.

    spek2.jpg

    Der Teig wird vor dem Backen durch eine Form (Model) aus Holz oder Metall mit einem Motiv versehen. Die Abbildungen auf dem Gebäck stellen traditionell die Nikolausgeschichte dar, die durch Sortieren der Stücke anhand der Abbildungen erzählt werden konnte. Jedoch gibt es heute auch zeitgenössische belgische, niederländische oder deutsche Motive wie Schiffe, Bauernhäuser oder Windmühlen.

    Rumkugeln

    Donnerstag, Dezember 5th, 2019

    Rumkugeln

    Zutaten: Rumkugeln - Foto: S. Carle

    • 150 g Zartbitter-Blockschokolade
    • 70 g Butter
    • 70 g Puderzucker
    • 1 Eigelb
    • 125 g Gemahlene Mandeln
    • 3 tb Rum (Ich nehm Stroh-Rum 80% und tb hieß bei mir immer Augenmaß nach Geschmack)
    • 2 tb Kakaopulver
    • 50 g Getrocknete Kokosraspel

    Rezept: Detlef Moldenhauer
    Foto: Stefanie Carle, Danke 😉

    Die Blockschokolade hacken, mit der Butter in einen kleinen Topf geben. Bei geringer Hitze langsam schmelzen, gelegentlich umrühren. Den Puderzucker einrühren. Das Eigelb mit einem Schneebesen aufschlagen und mit den Mandeln und dem Rum zur Schokolade geben.
    Alles gründlich verkneten, etwa 1/2 Stunde kühl stellen. Mit zwei Teelöffeln kleine, gleichmäßige Portionen abstechen. Die Portionen mit den Händen zu Kugeln formen, die Hände zwischendurch immer wieder unter kaltes Wasser halten. Die Hälfte der Rumkugeln in Kakaopulver, die andere Hälfte in Kokosraspeln wenden. Mindestens 30 Minuten kühl stellen.
    Damit die Rumkugeln nicht zusammenkleben nach Möglichkeit in Pralinen-Manschetten setzen und ggf. lagenweise zwischen Pergamentpapier in einer Dose kühl aufbewahren.

    Bei einem anderen Rezept fand ich die Legende:

    • ds oder dash = Spur, Schuss
    • t, ts oder tsp = teaspoon = Teelöffel (5 ml)
    • T, tb oder tablespoon = Esslöffel (15 ml)