Archive for the ‘Dies und Das’ Category

24. Dezember 2018

Montag, Dezember 24th, 2018

Zum 24. Kalendertürchen

Bäume leuchtend, Bäume blendend,
Überall das Süße spendend,
In dem Glanze sich bewegend,
Alt und junges Herz erregend –
Solch ein Fest ist uns bescheret,
Mancher Gaben Schmuck verehret;
Staunend schaun wir auf und nieder,
Hin und her und immer wieder.

Johann Wolfgang von Goethe

Schloß Hohenpriessnitz

Schloß Hohenpriessnitz, Dezember 2018

Auch in diesem Jahr ist heute das letzte Kalendertürchen erreicht.
Das Weihnachtsesen ist vorbereitet, der Baum steht, Geschenke sind verpackt. Ansonsten habe ich in diesem Jahr nicht mehr viel zu sagen, aus Gründen… Aufgrund der Umstände ist mir irgendwie gar nicht weihnachtlich, aber das ist in diesem Jahr nicht zu ändern.

Feiert Euer Weihnachtsfest so, wie Ihr Euch das wünscht. Stellt nicht zu hohe Ansprüche und verbringt die Zeit mit den Menschen, die Euch am Herzen liegen.

Ich wünsche ein friedliches Weihnachtsfest

Die Wintersonnenwende und…

Freitag, Dezember 21st, 2018

die griechische Mythologie
Helios, der Sonnengott, fährt täglich mit dem Sonnenwagen über den Himmel, wo er alles sehen kann, was auf Erden geschieht. Nachts kehrt er in einer goldenen Schale vom fernen Westen an den Ostrand der Welt zurück. Als „Sol invictus“ (unbesiegte Sonne) wurde der Gott seit dem 3. Jht.n.Chr. im röm. Reich als dessen höchster Beschützer allgemein verehrt. Die Wintersonnenwende wurde besonders gefeiert, weil sie die zu erwartende Wiedergeburt der Natur und die Aussicht auf neues Leben ankündigte.

die römischen Saturnalien
Im heidnischen Rom dauerte das große Winterfest vom 17. Dezember bis zum Neujahrstag und wurde zu Ehren von Saturn, dem Gott des Ackerbaus, begangen. Allmählich wurde diese Feierlichkeit zur Rechtfertigung für zügellose Lustbarkeiten und Festgelage. Im 2. Jht. beschrieb der Dichter Lukian die Saturnalien als eine Zeit zum „Trinken und Betrunkensein, Lärmen, Spielen und Tanzen, der Ernennung von Königen und Bewirtung der Sklaven“. Freunde und Kinder wurden beschenkt; beliebt waren Glücksbringer, Honig, Kuchen und Gold. Die Häuser wurden mit Efeu, Stechpalmen- und Mistelzweigen geschmückt und jegliche Arbeit wurde verboten.

Johannapark Brücke HDR

Nachtaufnahme aus dem Johannapark in Leipzig © Andreas Rauch. Danke 🙂

Hayden (Wicca) und das Julfest
Heute, am Julfest (auch Yule), dem Tag der Wintersonnwende feiert man den Tod des alten und die Geburt des neuen Jahres. Nach dem kürzesten Tag des Jahres wird die Kraft der Sonne wieder stärker, die Tage werden länger. Aus dem Julfest ist das Weihnachtsfest hervorgegangen. Die Übernahme des Gedanken der Geburt Jesu als Erlöser der Christen spiegelt die Geburt des neuen Jahres als Erlösung aus dem alten Jahr wider. Das Entzünden von Kerzen, die das Licht herbeiholen sollen, die Kerzenkronen der Mädchen am Lucia-Fest, die Kerzen am Weihnachtsbaum und dieser selbst stammen noch von den alten Riten her.
In Skandinavien verschenkt man Julböcke aus geflochtenem Stroh oder bäckt sie. Sie sind ein Sinnbild für den Gehörnten Gott, der heute aus dem Schoß der Göttin wiedergeboren wird.

Die christliche Komponente
Die christliche Kirche hatte mit ihren Zeremonien beträchtliche Schwierigkeiten, gegen diese ausschweifenden Feste und den Mithras-Kult anzukommen. Deshalb ergriff sie eine geschickte Maßnahme: Das Fest der Geburt Christi wurde auf den 25. Dezember festgelegt, da die Sonnenwende, die an diesem Tag gefeiert wurde, das größte Fest des mithraischen Jahres war (Mithras = Sol, Helios). Damit wollte man den Übergang von heidnischem Brauchtum zum christlichen Glauben erleichtern. Die Kirche in Rom entschied, es bei dem gewohnten, ausgelassenen Feiern zu belassen.

Weihnachten im Mittelalter:
In Nord- und Westeuropa entstand durch die Übernahme der diversen Mittwintertraditionen eine Vielfalt von weihnachtlichen Bräuchen. Die Feste waren noch immer geprägt von ausschweifendem Feiern. Die Aufführung von Theater- und Stegreifspielen war üblich und beliebt, wenn auch die Kirche zunächst dagegen angehen wollte. Später versuchte sie, ihnen Stücke entgegenzusetzen, die die Geburt des Heilands zum Thema hatten.
Weihnachten wurde in Europa eine der wenigen Gelegenheiten, wo sich die Fürsten miteinander trafen. Christliche Könige ließen sich an diesem Tag krönen. Dies war wiederum Anlass zu vergnüglichen Festen, die im allgemeinen von einer unglaublichen Verschwendungssucht geprägt waren.

Truthahn mit Whisky ;)

Freitag, Dezember 21st, 2018

Zum 21. Kalendertürchen

Auf den letzten Drücker gibts noch ein spezielles Rezept für den Weihnachtsbraten. Wir haben es immer noch nicht ausprobiert, aber vielleicht hat ja jemand die Zeit… 😉

  • Man kaufe einen Truthahn von fünf Kilo (für sechs Personen) und eine Flasche Whisky.
  • Dazu Salz, Pfeffer, Olivenöl und Speckstreifen. Truthahn mit Speckstreifen belegen, schnüren, salzen, pfeffern und etwas Olivenöl in die Pfanne geben. Ofen auf 200 Grad einstellen. Dann ein Glas Whisky einschenken und auf gutes Gelingen trinken.
  • Anschließend den Truthahn in Ofen schieben. Nun schenke man sich noch zwei schnelle Gläser Whisky ein und trinke wieder auf gutes Gelingen.
  • Das Thermostat nach 20 Minuten auf 250 Grad stellen, damit es ordentlich brummt. Danach schenke man sich drei weitere Whisky ein.
  • Nach halm Schdunde öffnen, wenden und den Braten überwachn. Die Fisskieflasche ergreiff unn sich eins hinner die Binde kippen.
  • Nach ’ner weitern albernen Schuunde lansam bis zzum Ofen hinschlendern uhn die Trute rumwenden. Drauf achtn, sisch nitt die Hand zu vabrenn an die schaisss Ohfndür. Sisch waidere ffünff odda siehm Wixk innen Glas sisch unn dann unn so.
  • roastedturkey.jpgDi Drute weehrent drrei Schunn’nt (iss auch egal) waiderbraan un all ssehn Minud’n pinkeln.Ween ürrntwi möchlisch, ssum Trathauhn hinkrieschn unn den Owen aus’m Viech ziehn. Nommal een Schlugg geneemign un anschliesnt wida fasucehn, das Biest rauszukriegn.
  • Den fadammt’n Vochel vom Boden ablösen un uff der Bladde hinrichtn. Uffbasse, dass nitt Ausrutschn auf’m schaissffettichn Küchenbodn. Wenn sisch drossdem nitt fameidn, fasuhn wida aufssuschichtn oder so haha is alles jaeeehschaissegaaal!
  • Ein wenig schlafen.
  • Am nächsten Tag die Truthahnstücke mit Mayonnaise und Aspirin kalt essen.
  • Ein winterliches Gedicht

    Mittwoch, Dezember 19th, 2018

    Zum 19. Kalendertürchen

    Erst gesten war es, denkst du daran?
    Es ging der Tag zur Neige.
    Ein böser Schneesturm da begann
    und brach die dürren Zweige.

    Der Sturmwind blies die Sterne weg,
    die Lichter, die wir lieben.
    Vom Monde gar war nur ein Fleck,
    ein gelber Schein geblieben.

    Und jetzt? So schau doch nur hinaus:
    Die Welt ertrinkt in Wonne.
    Ein weißer Teppich liegt jetzt aus.
    Es strahlt und lacht die Sonne.

    Wohin du siehst: Ganz puderweiß
    geschmückt sind alle Felder.
    der Bach rauscht lustig unterm Eis.
    Nur finster stehn die Wälder.

    Alexander Puschkin (1799-1837)

    Brücken im Johannapark

    Brücken im Leipziger Johannapark
    Auch in diesem Jahr wieder ein Winterbild von Andreas. Danke!

    Mince Pies

    Dienstag, Dezember 18th, 2018

    Zum 18. Kalendertürchen

    Mince Pies

    Mince Pies gelten als ein Leibgericht des Weihnachtsmannes. Ein oder zwei Mince Pies werden traditionell am Heiligen Abend vor den Kamin gestellt, gemeinsam mit einem Glas Sherry, Brandy oder Milch und einer Karotte für die Rentiere, um sich für die mit Geschenken gefüllten Strümpfe zu bedanken.

    Mince Pies sind kleine Gebäckstücke gefüllt mit einer Fruchtmischung. Sie können sowohl aus Mürbeteig als auch aus Blätterteig bestehen. In der Regel sind sie mit Teig gedeckt. Die englischen Mince Pies haben einen Durchmesser von 5 bis 7 Zentimetern, in den USA sind sie meist deutlich größer (bis zu 25 Zentimeter). Der Name leitet sich von der Füllung ab, die als Mincemeat (wörtlich: gehacktes Fleisch) bezeichnet wird, obwohl sie kein Fleisch enthält.

    Home made mincemeat.

    Foto: Stuart Caie, flickr

    Ein typischer Mince Pie ist mit getrockneten Früchten wie Rosinen, Korinthen, Aprikosen, Kirschen und kandierten Früchten gefüllt, außerdem mit gehackten Nüssen wie Walnüssen sowie Mandeln. Gewürzt wird die Mischung mit Zimt oder Muskatnuss. Oft enthält sie etwas Alkohol, üblicherweise Brandy oder Rum. Als Fett dient traditionell Rindernierentalg. Der fertige Mince Pie wird mit Zuckerguss oder Puderzucker garniert. Noch warm serviert man ihn mit Brandy Butter.

    Mince Pies gehen auf ein mittelalterliches Gebäck namens Chewette zurück. Chewettes wurden entweder gebacken oder gebraten und waren gefüllt mit Leber oder Fleischstücken vermischt mit gekochten Eiern und Ingwer. Als Variante füllte man die Chewettes mit getrockneten Früchten und anderen süßen Zutaten. Im 16. Jahrhundert entwickelten sie sich zu einer Weihnachtspezialität. Während des 17. Jahrhunderts wurde die Leber und das Fleisch immer öfter durch Nierenfett ersetzt, seit dem 19. Jahrhundert hat sich die süße Form in Großbritannien und Nordamerika weitgehend als typischer Mince Pie durchgesetzt. Seit dem 19. Jahrhundert sind Mince Pies mit Fleisch nicht mehr üblich.

    Traditionelles Rezept für Mince Pie

    Für die Füllung die folgenden Zutaten eine Woche lang einlegen und dabei ein Mal täglich umrühren:

    • je 70 g Rosinen und getrocknete, zerkleinerte Feige
    • je 30g brauner Zucker, Orangeat, Korinthen und gehackte Mandeln

    • 1 Schale einer unbehandelten Orange
    • je 1 TL Zimt, Muskat, Nelkenpulver
    • 100 ml Brandy

    Für den Teig:

    • 160 g Mehl
    • 50 g Butter
    • 2 Eier (etwas verquirltes Ei beiseite stellen)
    • 4 TL Wasser
    • 2 MSP Salz

    Verkneten und eine Stunde kühl stellen.
    Dann wird der Teig auf wenig Mehl 2 mm dick ausgewalzt und 9 Kreise von 9 cm (als Boden) und 9 Kreise von 6 cm Durchmesser (als Deckel) ausgestochen. Die Füllung wird auf die Böden verteilt, der Deckel aufgelegt und mit dem überstehenden, mit etwas Ei bestrichenen Boden verklebt.
    Bei ca. 200 °C 25 Min. backen, leicht abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.Mince Pies, Petr Kratochvil

    Jetzt fehlt nur noch eine Brandy-Creme:

    • 125 g Frischkäse
    • 2 cl Brandy
    • 100 g Puderzucker
    • Vanillearoma nach Geschmack

    Have a very british christmas time 🙂

    Christmas Pudding

    Dienstag, Dezember 18th, 2018

    Zum 18. Kalendertürchen

    Christmas Pudding ist ein Gericht, das traditionell in Großbritannien, Irland und einigen Ländern des Commonwealth am ersten Weihnachtsfeiertag serviert wird. Im Gegensatz zu deutschen Puddings handelt es sich bei dem englischen Gericht ursprünglich nicht um eine Süßspeise, die frühere deutsche Bezeichnung für diese Speisen ist Serviettenkloß.

    christmaspuddingonahook

    Weihnachtpudding, Foto: DO’Neil (cc)

    Christmas Pudding ist ein gekochter bzw. gedämpfter Pudding und enthält unter anderen Trockenobst (z. B. Rosinen), Nüsse und üblicherweise Rindernierenfett, wobei Letzteres manchmal durch pflanzliches Fett ersetzt wird. Der meist dunkle Pudding wird oft mit Brandy oder anderem Alkohol getränkt. In England haben viele Familien ihre eigenen Rezepte, die auch regional variieren können.

    Der Christmas Pudding war bereits im 15. Jahrhundert in England bekannt und wird auch als Plumpudding bezeichnet. Trotz dieses Namens enthielt das Gericht zunächst keine Pflaumen; früher wurden Rosinen und auch andere Trockenfrüchte als plum bezeichnet, daher der Name. Der Pudding war zunächst kein spezielles Weihnachtsessen. Er geht zurück auf ein Gericht namens Plum pottage, das aus zerkleinertem Rindfleisch oder Hammel, Zwiebeln und getrockneten Früchten bestand, angedickt mit Brotkrumen und verfeinert mit Gewürzen und Wein. Die Konsistenz war dickflüssig. Es handelte sich nicht um eine Nachspeise, sondern um den ersten Gang der Mahlzeit.
    Seit dem 16. Jahrhundert wurden Rosinen hinzugefügt und man ging dazu über, das Fleisch wegzulassen und durch Fett zu ersetzen. Plum pudding wurde zu einem Festessen, das an Allerheiligen, Weihnachten und Neujahr serviert wurde. Um 1670 wurde er Christmas pottage genannt. Eine einfache Variante hieß Plum duff und war eine Alltagsspeise.
    Zur Zeit Oliver Cromwells und des Puritanismus gehörte dieser Pudding zu den weihnachtlichen Attributen, die in England offiziell verboten wurden.

    Die heutige Version des Christmas Pudding ist größtenteils erst im 19. Jahrhundert entstanden. Übliche Zutaten sind Rinderfett, Zucker, Sirup (schwarzer Melassesirup aus Zuckerrohr), Rosinen, Brotkrumen, Eier, Gewürze und Alkohol, teilweise auch noch Mehl, Orangen- oder Zitronenschalen, geriebene Möhren oder Äpfel und Mandeln. Die Konsistenz ist ziemlich fest. Nach dem Kochen ist der Pudding bei Lagerung zwischen 4 und 7 °C ca. ein Jahr haltbar.

    Christmas-Pudding (Plum)

    Zutaten:

    • 100 g Kalbsnierenfett
    • 150 g Semmelmehl
    • 2 eingeweichte alte Semmeln
    • 80 g Zucker
    • 50 g gehacktes Orangeat
    • 50 g gehacktes Zitronat
    • 65 g geriebene süße Mandeln
    • 3 g geriebene bittere Mandeln
    • 1/2 Päckchen Backpulver
    • 2 geschnittene Äpfel
    • 65 g Korinthen
    • 125 g RosinenPlumpudding
    • 4 Eier
    • 50 g Mehl
    • 4 El. Rum
    Zubereitung:

    • Kalbsnierenfett fein schneiden, Semmeln ausdrücken und zerpflücken, Mandeln abziehen und reiben, Mehl mit Backpulver mischen und sieben.
    • Alle Zutaten zu einem Teig verarbeiten, in die gefettete, mit Semmelmehl ausgestreute Form füllen, mit dem ebenfalls gefetteten Deckel verschließen und im Wasserbad 2 bis 3 Stunden kochen.
    • Je länger der Plumpudding kocht, desto dunkler wird er.
      Den fertigen Pudding kurze Zeit stehen lassen, stürzen, mit Zucker bestreuen, mit warmem Rum begießen und anzünden. Gleich servieren.

    Das Kätzchen auf Dovre

    Freitag, Dezember 14th, 2018

    Zum 14. Kalendertürchen

    Es war einmal ein Mann in Finnmarken, der hatte einen großen weißen Bären gefangen, den wollte er dem König von Dänemark bringen. Nun traf es sich so, dass er gerade am Weihnachtsabend zum Dovrefjeld kam, und da ging er in ein Haus, wo ein Mann namens Halvor wohnte, und den bat er um Nachtquartier für sich und seinen Bären. „Ach, Gott steh mir bei!“ sagte der Mann, „wie sollte ich wohl jemandem Nachtquartier geben können! Am Weihnachtsabend kommen hier immer so viele Trolle, dass ich mit den Meinen ausziehen muss und selber nicht einmal ein Dach über dem Kopf habe.“

    dovre

    Mein Bär kann hier hinter dem Ofen liegen…

    „Oh, ihr könnt mich deswegen doch beherbergen“, sagte der Mann, „denn mein Bär kann hier hinter dem Ofen liegen, und ich lege mich in den Bettverschlag.“ Halvor hatte nichts dagegen, zog aber selbst mit seinen Leuten aus, nachdem er zuvor gehörig für die Trolle hatte auftischen lassen: Die Tische waren besetzt mit Reisbrei, Stockfisch, Wurst und was sonst zu einem herrlichen Gastschmaus gehört.

    Bald darauf kamen die Trolle; einige waren groß, andere klein, einige hatten lange Schwänze, andere waren ohne Schwanz, und einige hatten ungeheuer lange Nasen, und alle aßen und tranken und waren guter Dinge. Da erblickte einer von den jungen Trollen den Bären, der hinter dem Ofen lag, steckte ein Stückchen Wurst an die Gabel und hielt es dem Bären vor die Nase. „Kätzchen, magst du auch Wurst?“ sagte er. Da fuhr der Bär auf, fing fürchterlich an zu brummen und jagte sie alle, groß und klein, aus dem Hause.

    Im Jahr darauf war Halvor eines Nachmittags so gegen Weihnachten im Walde und schlug Holz für das Fest; denn er erwartete wieder die Trolle.Da hörte er es plötzlich im Wald rufen: »Halvor! Halvor!« – »Ja!« sagte Halvor. »Hast Du noch die große Katz?« rief’s. »Ja«, sagte Halvor: »jetzt hat sie sieben Jungen bekommen, die sind noch weit größer und böser, als sie.« – »So kommen wir niemals wieder zu Dir!« rief der Troll im Walde. Und von der Zeit an haben die Trolle nie wieder den Weihnachtsbrei bei Halvor auf Dovre gegessen.

    Jørgen Engebretsen Moe (1813- 1882) – Norwegisches Volsmärchen

     

    Around the World – 3

    Donnerstag, Dezember 13th, 2018

    In den Tips für Lamettaliebhaber findet sich folgender Hinweis:

    Lerne die Übersetzungen des Wortes „Weihnachten“ in allen Landessprachen und Dialekten der Welt auswendig und sage die komplette Liste mehrmals täglich auf!

    Damit das klappt, liefere ich Euch eine Auflistung der Übersetzung des hier üblichen Weihnachtsgrußes in alle möglichen europäischen Sprachen. Dann lernt mal brav:

    Fröhliche Weihnachten von L bis S

    Littauisch: Linksmu Kaledu!
    Luxembourgeois: Schéi Krëschtdeeg!
    Maltesisch: Nixtieklek Milied tajjeb!
    Mazedonisch: Streken Bozhik!
    Norwegisch: God Jul!
    Polnisch: Wesolych Swiat!
    Portugiesisch: Boas Festas!
    Rätoromanisch: Bella Festas daz Nadal!
    Roma: Bachtalo krecunu Thaj!
    Rumänisch: Craciun fericit!
    Russisch: Pozdrevlyayu s prazdnikom Rozhdestva!
    Sardinisch: Bonu nadale!
    Schottisches Gaelisch: Nollaig chridheil!

    Andere Sprachen… an anderen Tagen
    A bis F F bis L S bis Z

    Dies und das zum Weihnachtsstern

    Mittwoch, Dezember 12th, 2018

    Zum 12. Kalendertürchen

    Zum Poinsetta-Day (mehr dazu findet Ihr auf der aktuellen Kalenderseite) hatte ich mich noch ein bisschen im Netz umgesehen…

    Im „Diary of a Mad Hausfrau“ fand ich Poinsetta Cupcakes. Ein Rezept ist es nicht wirklich, da verweist sie auf verschiedene andere Rezepte im Netz… aber die Idee, kleine Weihnachtssternkuchen zu backen, gefällt mir ganz gut. Basis für die essbaren Kunstwerke sind Vanilla Cupcakes. Rein optisch sieht das richtig hübsch aus, allerdings ists sehr bunt und vermutlich auch extrem süß.
    Pointsetta Cupcakes
    Einen speziellen Poinsetta-Kuchen fand ich dann noch auf Specialtycakecreations, also schaut Euch das doch auch noch an.

    Bei Centsational Girl sind Poinsettia-Pillows zu bewundern, also selbstgenähte Weihnachtsstern-Kissenhüllen… und dank bebilderter Anleitung eigentlich auch einfach nachzunähen. Leider sind sämtliche hier in dem Artikel verlinkten Seiten auf Englisch, aber durch die Fotos ist nachvollziehbar, was wie gemacht wurde.
    Pointsetta Cupcakes

    Schade, ich habe zwar eine Nähmaschine und kann damit auch umgehen, aber mir fehlt momentan die notwendige Langeweile und oft auch die Zeit für andere wichtige Dinge. Und auch 2012 hat sich das eher nicht geändert…

    Rezept

    Montag, Dezember 10th, 2018

    Zum 10. Kalendertürchen

    Wir backen Christmas Bread
    Einkaufsliste:

    • 15g Trockenhefe
    • 400ml Wasser
    • 2 TL Salz
    • 500g Vollkornmehl
    • 1 Tasse Puderzucker
    • ½ Tasse gemischte kandierte Früchte
    • 4 EL Milch
    • ½ Tasse gehackte Wallnüsse
    • 1/8 EL Kardamompulver
    • ¼ Tasse Hackfleisch

    christmasbread01.jpg
    American Christmas Bread

    Und so wirds gemacht

    • Zuerst wird die Hefe in einer kleinen Schüssel mit 3 EL Wasser aufgelöst. In dem restlichen Wasser wird das Salz aufgelöst. Das Mehl wird in eine große Schüssel gesiebt und in eine Vertiefung in der Mitte wird der Hefeansatz gegeben. Anschließend wird das Salzwasser zugegeben und mit den Händen alles gut durchgeknetet. Dies sollte dann für ca. 10 Minuten auf einer bemehlten Arbeitsfläche fortgesetzt werden.
    • Nun formt man aus dem Teig einen großen Kloß, legt ihn in eine leicht gefettete Schüssel, deckt diese mit Folie ab und lässt alles für etwa 90 Minuten an einem warmen Ort gehen. Dabei sollte der Teig zur doppelten Größe aufgehen.
    • Anschließend wird er erneut auf einer bemehlten Fläche durchgeknetet. Nun werden die Früchte, die Nüsse und das Hackfleisch untergemischt und auf ca. 30 cm ausgerollt. Mit einem scharfen Messer wird der Teig in drei Stränge zerschnitten und aus diesen ein Zopf geformt und im vorgeheizten Backofen bei 220 °C ca. 30-35 Minuten gebacken.
    • Während das Brot abkühlt, werden Zucker, Milch und Kardamom vermischt. Dieser „Guss“ wird über das Brot gestrichen.