Archive for the ‘Dies und Das’ Category

Around the World – 12 Trauben in 12 Sekunden

Dienstag, Dezember 26th, 2017

Zum 26. Dezember

Zur alten spanischen Tradition gehört das Traubenessen in der Silvesternacht.

Die Zeit verrinnt, die Spinne spinnt in heimlichen Geweben. Wenn heute Nacht das Jahr beginnt, beginnt ein neues Leben.
Joachim Ringelnatz (1883 – 1934)

Kurz vor Mitternacht schalten in noche vieja (der alten Nacht) 99 Prozent der Spanier ihre Fernseher ein. In den letzten Sekunden des Jahres nimmt das Ritual seinen Lauf: Auf dem Fernseher läuft die Live Übertragung zur Puerta del Sol in Madrid, wo sich tausende von Menschen vor einem Glockenturm mit einer riesigen Uhr getroffen haben. Die Vorfreude steigt und dann geht´s los:

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Zeit macht nur vor dem Teufel halt

Exakt zu den letzten 12 Sekunden des Jahres erklingt je ein Glockenschlag, zu dem sekun-dengenau die Trauben verzehrt werden. Bei jedem Glockenschlag schiebt man eine Weinbeere in den Mund und wünscht sich etwas. Das ist einfacher gesagt als getan: Man muss schnell kauen und schlucken und denken und darf nicht lange nach Luft schnappen und quatschen und lachen. Wer es schafft, alle sprichtwörtlich zu ‚fressen‘, wird dem Glaube nach das ganze nächste Jahr Glück haben. Schafft man es nicht, dann führt das dem Aberglauben zufolge zu einem ganzen Jahr Unglück.

Ein Jahresausgang ohne die uvas de la suerte (Trauben des Glücks) ist in Spanien undenkbar. Dieses zudem auch gesunde Ritual wird so enorm gefeiert, das rund 600 Millionen Trauben in der Silvesternacht verspeist werden. Den Geschichten zufolge entstand diese Tradition im Jahre 1909. Die Traubenernte soll in diesem Jahr so gut gewesen sein, dass die Weinbauern sich entschlossen hatten, diese an das ganze Volk kostenlos zu verteilen und erzählten dazu, dass dies Glück für das nächste Jahr bringen sollte. Infolgedessen Glück hat sich dieses Ritual, die Tradition und der Glaube bis heute gehalten.

Weihnachtsgrüße aus dem kleinen alten Haus

Montag, Dezember 25th, 2017

Kurz vor knapp bin ich (in der Nacht zu Freitag gegen 1 Uhr) von der Leiter gestiegen, weil dieses Zimmer endlich fertig tapeziert war. Fast fertig… ein paar Kleinigkeiten müssen noch gemacht werden, nach Weihnachten irgendwann.
Während ich dann noch auf Arbeit war, hat der Mann mein Malerwerkzeug in den Keller und abends den Weihnachtsbaum samt Zubehör aus der Garage ins Haus geschleppt.


Dieses Weihnachten ist so ganz anders. Aber schön ist es trotz aller Provisorien.

24. Dezember 2017

Sonntag, Dezember 24th, 2017

Zum 24. Kalendertürchen

Ich wünsche ein friedliches Weihnachtsfest

Bäume leuchtend, Bäume blendend,
Überall das Süße spendend,
In dem Glanze sich bewegend,
Alt und junges Herz erregend –
Solch ein Fest ist uns bescheret,
Mancher Gaben Schmuck verehret;
Staunend schaun wir auf und nieder,
Hin und her und immer wieder.

Johann Wolfgang von Goethe

Hauptbahnhof Leipzig, Osthalle

Das Gedicht bekam ich 2011 zu Weihnachten mit einer Massenmail vom Hoster geschickt. Gut, es war eine Serienmail, aber die sollen ja auch keine Weihnachtsgrüße versenden, die sollen die Technik am Laufen halten. Und das hat all-inkl.com auch in diesem Jahr wieder zuverlässig geschafft.

Ansonsten habe ich in diesem Jahr nicht mehr viel zu sagen, aus Gründen…
Feiert Euer Weihnachtsfest so, wie Ihr Euch das wünscht. Stellt nicht zu hohe Ansprüche und verbringt Eure Zeit mit den Menschen, die Euch am Herzen liegen UND denen auch Ihr wichtig seid.
Nichts ist enttäuschender als ein Weihnachtstag, an dem es Tränen gibt, weil die Gesellschaft verlogen ist und nicht jemand nicht willkommen ist – eine einmalige, bittere Erfahrung auf die ich gern verzichtet hätte und die dennoch unvergessen bleibt. Insofern: Feiert Euer Weihnachen immer, wie IHR es wünscht!

Truthahn mit Whisky ;)

Donnerstag, Dezember 21st, 2017

Zum 21. Kalendertürchen

Auf den letzten Drücker gibts noch ein spezielles Rezept für den Weihnachtsbraten. Wir haben es immer noch nicht ausprobiert, aber vielleicht hat ja jemand die Zeit… 😉

  • Man kaufe einen Truthahn von fünf Kilo (für sechs Personen) und eine Flasche Whisky.
  • Dazu Salz, Pfeffer, Olivenöl und Speckstreifen. Truthahn mit Speckstreifen belegen, schnüren, salzen, pfeffern und etwas Olivenöl in die Pfanne geben. Ofen auf 200 Grad einstellen. Dann ein Glas Whisky einschenken und auf gutes Gelingen trinken.
  • Anschließend den Truthahn in Ofen schieben. Nun schenke man sich noch zwei schnelle Gläser Whisky ein und trinke wieder auf gutes Gelingen.
  • Das Thermostat nach 20 Minuten auf 250 Grad stellen, damit es ordentlich brummt. Danach schenke man sich drei weitere Whisky ein.
  • Nach halm Schdunde öffnen, wenden und den Braten überwachn. Die Fisskieflasche ergreiff unn sich eins hinner die Binde kippen.
  • Nach ’ner weitern albernen Schuunde lansam bis zzum Ofen hinschlendern uhn die Trute rumwenden. Drauf achtn, sisch nitt die Hand zu vabrenn an die schaisss Ohfndür. Sisch waidere ffünff odda siehm Wixk innen Glas sisch unn dann unn so.
  • roastedturkey.jpgDi Drute weehrent drrei Schunn’nt (iss auch egal) waiderbraan un all ssehn Minud’n pinkeln.Ween ürrntwi möchlisch, ssum Trathauhn hinkrieschn unn den Owen aus’m Viech ziehn. Nommal een Schlugg geneemign un anschliesnt wida fasucehn, das Biest rauszukriegn.
  • Den fadammt’n Vochel vom Boden ablösen un uff der Bladde hinrichtn. Uffbasse, dass nitt Ausrutschn auf’m schaissffettichn Küchenbodn. Wenn sisch drossdem nitt fameidn, fasuhn wida aufssuschichtn oder so haha is alles jaeeehschaissegaaal!
  • Ein wenig schlafen.
  • Am nächsten Tag die Truthahnstücke mit Mayonnaise und Aspirin kalt essen.
  • Vom Schnee und vom Schneeglöckchen

    Mittwoch, Dezember 20th, 2017

    Zum 20. Kalendertürchen

    Der Herr hat alles erschaffen: Gras und Kräuter und Blumen. snowdrops.gifEr hatte ihnen die schönsten Farben gegeben. Zuletzt machte er nun noch den Schnee und sagte zu ihm: „Die Farbe kannst du dir selbst aussuchen. So einer wie du, der alles frisst, wird ja wohl etwas finden.“
    Der Schnee ging also zum Gras und sagte: „Gib mir deine grüne Farbe!“ Er ging zur Rose und bat sie um ihr rotes Kleid. Er ging zum Veilchen und dann zur Sonnenblume. Denn er war eitel. Er wollte einen schönen Rock haben. Aber Gras und Blumen lachten ihn aus und schickten ihn fort.
    Er setzte sich zum Schneeglöckchen und sagte betrübt: „Wenn mir niemand eine Farbe gibt, so ergeht es mir wie dem Wind. Der ist auch nur darum so bös, weil man ihn nicht sieht.“ Da erbarmte sich das Schneeglöckchen und sprach: „Wenn dir mein Mäntelchen gefällt, kannst du es nehmen.“ Der Schnee nahm das Mäntelchen und ist seitdem weiss. Aber allen Blumen ist er er seitdem feind, nur nicht dem Schneeglöckchen.

    Oskar Dähnhardt