Archive for the ‘Around the World’ Category

Mince Pies

Montag, Dezember 18th, 2017

Zum 18. Kalendertürchen

Mince Pies

Mince Pies gelten als ein Leibgericht des Weihnachtsmannes. Ein oder zwei Mince Pies werden traditionell am Heiligen Abend vor den Kamin gestellt, gemeinsam mit einem Glas Sherry, Brandy oder Milch und einer Karotte für die Rentiere, um sich für die mit Geschenken gefüllten Strümpfe zu bedanken.

Mince Pies sind kleine Gebäckstücke gefüllt mit einer Fruchtmischung. Sie können sowohl aus Mürbeteig als auch aus Blätterteig bestehen. In der Regel sind sie mit Teig gedeckt. Die englischen Mince Pies haben einen Durchmesser von 5 bis 7 Zentimetern, in den USA sind sie meist deutlich größer (bis zu 25 Zentimeter). Der Name leitet sich von der Füllung ab, die als Mincemeat (wörtlich: gehacktes Fleisch) bezeichnet wird, obwohl sie kein Fleisch enthält.

Home made mincemeat.

Foto: Stuart Caie, flickr

Ein typischer Mince Pie ist mit getrockneten Früchten wie Rosinen, Korinthen, Aprikosen, Kirschen und kandierten Früchten gefüllt, außerdem mit gehackten Nüssen wie Walnüssen sowie Mandeln. Gewürzt wird die Mischung mit Zimt oder Muskatnuss. Oft enthält sie etwas Alkohol, üblicherweise Brandy oder Rum. Als Fett dient traditionell Rindernierentalg. Der fertige Mince Pie wird mit Zuckerguss oder Puderzucker garniert. Noch warm serviert man ihn mit Brandy Butter.

Mince Pies gehen auf ein mittelalterliches Gebäck namens Chewette zurück. Chewettes wurden entweder gebacken oder gebraten und waren gefüllt mit Leber oder Fleischstücken vermischt mit gekochten Eiern und Ingwer. Als Variante füllte man die Chewettes mit getrockneten Früchten und anderen süßen Zutaten. Im 16. Jahrhundert entwickelten sie sich zu einer Weihnachtspezialität. Während des 17. Jahrhunderts wurde die Leber und das Fleisch immer öfter durch Nierenfett ersetzt, seit dem 19. Jahrhundert hat sich die süße Form in Großbritannien und Nordamerika weitgehend als typischer Mince Pie durchgesetzt. Seit dem 19. Jahrhundert sind Mince Pies mit Fleisch nicht mehr üblich.

Traditionelles Rezept für Mince Pie

Für die Füllung die folgenden Zutaten eine Woche lang einlegen und dabei ein Mal täglich umrühren:

  • je 70 g Rosinen und getrocknete, zerkleinerte Feige
  • je 30g brauner Zucker, Orangeat, Korinthen und gehackte Mandeln

  • 1 Schale einer unbehandelten Orange
  • je 1 TL Zimt, Muskat, Nelkenpulver
  • 100 ml Brandy

Für den Teig:

  • 160 g Mehl
  • 50 g Butter
  • 2 Eier (etwas verquirltes Ei beiseite stellen)
  • 4 TL Wasser
  • 2 MSP Salz

Verkneten und eine Stunde kühl stellen.
Dann wird der Teig auf wenig Mehl 2 mm dick ausgewalzt und 9 Kreise von 9 cm (als Boden) und 9 Kreise von 6 cm Durchmesser (als Deckel) ausgestochen. Die Füllung wird auf die Böden verteilt, der Deckel aufgelegt und mit dem überstehenden, mit etwas Ei bestrichenen Boden verklebt.
Bei ca. 200 °C 25 Min. backen, leicht abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.Mince Pies, Petr Kratochvil

Jetzt fehlt nur noch eine Brandy-Creme:

  • 125 g Frischkäse
  • 2 cl Brandy
  • 100 g Puderzucker
  • Vanillearoma nach Geschmack

Have a very british christmas time 🙂

Christmas Pudding

Montag, Dezember 18th, 2017

Zum 18. Kalendertürchen

Christmas Pudding ist ein Gericht, das traditionell in Großbritannien, Irland und einigen Ländern des Commonwealth am ersten Weihnachtsfeiertag serviert wird. Im Gegensatz zu deutschen Puddings handelt es sich bei dem englischen Gericht ursprünglich nicht um eine Süßspeise, die frühere deutsche Bezeichnung für diese Speisen ist Serviettenkloß.

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Weihnachtpudding, Foto: DO’Neil (cc)

Christmas Pudding ist ein gekochter bzw. gedämpfter Pudding und enthält unter anderen Trockenobst (z. B. Rosinen), Nüsse und üblicherweise Rindernierenfett, wobei Letzteres manchmal durch pflanzliches Fett ersetzt wird. Der meist dunkle Pudding wird oft mit Brandy oder anderem Alkohol getränkt. In England haben viele Familien ihre eigenen Rezepte, die auch regional variieren können.

Der Christmas Pudding war bereits im 15. Jahrhundert in England bekannt und wird auch als Plumpudding bezeichnet. Trotz dieses Namens enthielt das Gericht zunächst keine Pflaumen; früher wurden Rosinen und auch andere Trockenfrüchte als plum bezeichnet, daher der Name. Der Pudding war zunächst kein spezielles Weihnachtsessen. Er geht zurück auf ein Gericht namens Plum pottage, das aus zerkleinertem Rindfleisch oder Hammel, Zwiebeln und getrockneten Früchten bestand, angedickt mit Brotkrumen und verfeinert mit Gewürzen und Wein. Die Konsistenz war dickflüssig. Es handelte sich nicht um eine Nachspeise, sondern um den ersten Gang der Mahlzeit.
Seit dem 16. Jahrhundert wurden Rosinen hinzugefügt und man ging dazu über, das Fleisch wegzulassen und durch Fett zu ersetzen. Plum pudding wurde zu einem Festessen, das an Allerheiligen, Weihnachten und Neujahr serviert wurde. Um 1670 wurde er Christmas pottage genannt. Eine einfache Variante hieß Plum duff und war eine Alltagsspeise.
Zur Zeit Oliver Cromwells und des Puritanismus gehörte dieser Pudding zu den weihnachtlichen Attributen, die in England offiziell verboten wurden.

Die heutige Version des Christmas Pudding ist größtenteils erst im 19. Jahrhundert entstanden. Übliche Zutaten sind Rinderfett, Zucker, Sirup (schwarzer Melassesirup aus Zuckerrohr), Rosinen, Brotkrumen, Eier, Gewürze und Alkohol, teilweise auch noch Mehl, Orangen- oder Zitronenschalen, geriebene Möhren oder Äpfel und Mandeln. Die Konsistenz ist ziemlich fest. Nach dem Kochen ist der Pudding bei Lagerung zwischen 4 und 7 °C ca. ein Jahr haltbar.

Christmas-Pudding (Plum)

Zutaten:

  • 100 g Kalbsnierenfett
  • 150 g Semmelmehl
  • 2 eingeweichte alte Semmeln
  • 80 g Zucker
  • 50 g gehacktes Orangeat
  • 50 g gehacktes Zitronat
  • 65 g geriebene süße Mandeln
  • 3 g geriebene bittere Mandeln
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 2 geschnittene Äpfel
  • 65 g Korinthen
  • 125 g RosinenPlumpudding
  • 4 Eier
  • 50 g Mehl
  • 4 El. Rum
Zubereitung:

  • Kalbsnierenfett fein schneiden, Semmeln ausdrücken und zerpflücken, Mandeln abziehen und reiben, Mehl mit Backpulver mischen und sieben.
  • Alle Zutaten zu einem Teig verarbeiten, in die gefettete, mit Semmelmehl ausgestreute Form füllen, mit dem ebenfalls gefetteten Deckel verschließen und im Wasserbad 2 bis 3 Stunden kochen.
  • Je länger der Plumpudding kocht, desto dunkler wird er.
    Den fertigen Pudding kurze Zeit stehen lassen, stürzen, mit Zucker bestreuen, mit warmem Rum begießen und anzünden. Gleich servieren.

Around the World – 4

Samstag, Dezember 16th, 2017

Zum 09. Kalendertürchen

In den Tips für Lamettaliebhaber findet sich folgender Hinweis::

Lerne die Übersetzungen des Wortes „Weihnachten“ in allen Landessprachen und Dialekten der Welt auswendig und sage die komplette Liste mehrmals täglich auf!

Damit das klappt, liefere ich Euch eine Auflistung der Übersetzung des hier üblichen Weihnachtsgrußes in alle möglichen europäischen Sprachen. Hier kommt der Rest:

Fröhliche Weihnachten von S bis Z

Schwedisch: God Jul!
Schwyzerdütsch: E guëti Wiënachtä!
Serbisch: Sretam Bozic!
Sizilianisch: Bon Natali!
Slowakisch: Vesele Vianoce!
Slowenisch: Vesele bozicne praznike!
Spanisch: Feliz Navidad!
Tschechisch: Prejeme Vam Vesele Vanoce!
Ukrainisch: Veseloho Vam Rizdva!
Ungarisch: Kellemes Karacsonyiunnepeket!
Walisisch: Nadolig LLawen!
Weißrussisch: Winshuyu sa Svyatkami!

A bis F F bis L L bis S

Around the World – 3

Mittwoch, Dezember 13th, 2017

In den Tips für Lamettaliebhaber findet sich folgender Hinweis:

Lerne die Übersetzungen des Wortes „Weihnachten“ in allen Landessprachen und Dialekten der Welt auswendig und sage die komplette Liste mehrmals täglich auf!

Damit das klappt, liefere ich Euch eine Auflistung der Übersetzung des hier üblichen Weihnachtsgrußes in alle möglichen europäischen Sprachen. Dann lernt mal brav:

Fröhliche Weihnachten von L bis S

Littauisch: Linksmu Kaledu!
Luxembourgeois: Schéi Krëschtdeeg!
Maltesisch: Nixtieklek Milied tajjeb!
Mazedonisch: Streken Bozhik!
Norwegisch: God Jul!
Polnisch: Wesolych Swiat!
Portugiesisch: Boas Festas!
Rätoromanisch: Bella Festas daz Nadal!
Roma: Bachtalo krecunu Thaj!
Rumänisch: Craciun fericit!
Russisch: Pozdrevlyayu s prazdnikom Rozhdestva!
Sardinisch: Bonu nadale!
Schottisches Gaelisch: Nollaig chridheil!

Andere Sprachen… an anderen Tagen
A bis F F bis L S bis Z

Cabalgata de Olentzero – Einzug des Onlentzero

Montag, Dezember 11th, 2017

Zum 11. Kalendertürchen

Der Olentzero ist der Weihnachtsmann des Baskenlandes – getreu dem Motto: Wir sind anders! Er bringt den braven Kindern am Abend des 24. Dezember (zur Nochebuena) die Geschenke, während sich alle anderen Spanier noch bis zum 6. Januar gedulden müssen. Bösen Kindern gibt er ein Stück Kohle.

Was der Name Olentzero bedeutet und woher er stammt, darüber ist man sich nicht einig und es gibt verschiedene Vermutungen. Man geht davon aus, dass er sich aus den baskischen Worten fuer „tiempo de lo bueno“ oder „buena época“ zusammensetzt, was auf deutsch „Zeit des Guten“ bedeutet. Die am weitesten verbreitete Annahme ist, dass die Legende des Olentzero älter ist als das Christentum im Baskenland.

olentzero

Olentzero im Baskenland

Olentzero symbolisiert die Sonne in der Nacht der Wintersonnenwende, sein alljaehrliches Erscheinen im Dorf bedeuted den Abschluß mit der vergangenen Zeit und das Anbrechen des Neuen.. Am 24. Dezember trägt man bis heute rustikale Nachbildungen der Figur, auf einem Stuhl sitzend, durch die Dörfer. Feierlich begleitet durch die Klänge der Txistu-Flöten und Kinder in traditionellen Trachten.

Ein Legende über Olentzero berichtet:
Olentzero wurde von einer wunderschönen Elfe in den Bergen des Baskenlandes aufgezogen únd sein Herz war voller Liebe. Vor allem Kinder liebte er über alles. Er schnitzte Puppen und Tiere aus Holz und wann immer er einen Kohlesack mit Spielzeug voll hatte, ritt er auf seinem Esel ins Tal und verteilte seine Figuren unter den Kindern. Eines Tages bei einem seiner Dorfbesuche, sah Olentzero wie ein Haus Feuer fing und in Flammen aufging. Mutig stürzte er sich in das brennende Haus und rettete die drei Kinder, die dort lebten. Als er das letzte der Kinder aus dem Flammenmeer trug, traf ihn ein herabstürzendes Holzbalken und Olentzero starb. Als seine Seele als weißer Rauch in den Himmel stieg, sah das die Elfe, schenkte ihm ewiges Leben und schickte ihn auf die Erde zurück. Seither reitet Olentzero jedes Jahr am 24. Dezember auf seinem Esel in die Dörfer, läutet das Weihnachtsfest ein und verteilt an die Kinder Geschenke.