Ein winterliches Gedicht

Zum 19. Kalendertürchen

Erst gesten war es, denkst du daran?
Es ging der Tag zur Neige.
Ein böser Schneesturm da begann
und brach die dürren Zweige.

Der Sturmwind blies die Sterne weg,
die Lichter, die wir lieben.
Vom Monde gar war nur ein Fleck,
ein gelber Schein geblieben.

Und jetzt? So schau doch nur hinaus:
Die Welt ertrinkt in Wonne.
Ein weißer Teppich liegt jetzt aus.
Es strahlt und lacht die Sonne.

Wohin du siehst: Ganz puderweiß
geschmückt sind alle Felder.
der Bach rauscht lustig unterm Eis.
Nur finster stehn die Wälder.

Alexander Puschkin (1799-1837)

Brücken im Johannapark

Brücken im Leipziger Johannapark
Auch in diesem Jahr wieder ein Winterbild von Andreas. Danke!

Die Geschichte von der Babuschka

Zum 19. Kalendertürchen

In einer eiskalten Winternacht saß die Babuschka in ihrer Hütte und schürte ein mächtiges Feuer aus Tannenholz, damit sich der Reif nicht gar zu dick an den Holzbalken festsetzte. Draußen fror es Stein und Bein, und der Atem legte sich jedem, der durch die Nacht ging, wie ein Eispelz um die Lippen. Die alte Babuschka war froh, daß sie vor ihrem Feuer sitzen und sich wärmen konnte, und es paßte ihr gar nicht, als es auf einmal klopfte und sie aufstehen und öffnen mußte.

Vor der Tür standen drei Männer, wohlhabende Männer, das sah Babuschka mit einem Blick, und sie war sofort bereit, die drei aufzunehmen und zu bewirten. Das aber wollten die Männer nicht. Vielmehr erzählten sie der Babuschka, sie würden schon seit Wochen von einem Stern geführt und wären unterwegs zu einem Ort, der Betlehem hieße.
Schließlich baten sie die Babuschka mitzukommen. Denn der König, zu dem sie wollten, sollte noch ein neugeborenes Kindlein sein, aber in solchen Dingen hätten sie keinerlei Erfahrung. Die Babuschka winkte ab. BabuschkaNein, nein, für solche Wege seien ihre Beine zu alt, und der Winter wäre zu kalt und überhaupt – nein, nein. Darauf zogen die drei Männer weiter, ratlos, wie es schien.

Kaum waren sie fort, ließ es der Babuschka auf einmal keine Ruhe mehr. Die ganze Nacht dachte sie darüber nach. Am nächsten Morgen aber packte sie einen Korb mit Windeln, Zuckersachen und Spielzeug, denn die drei Männer hatten ja von einem Kindlein geredet. Dann machte sich die alte Babuschka auf den Weg.
Wie es nun so geht, in der Nacht war Neuschnee gefallen, und sie konnte nirgends eine Spur von den Davongezogenen finden. Die Babuschka aber gab nicht auf. Sie ging von Haus zu Haus und fragte nach den drei Männern. Sie ging von Dorf zu Dorf, und überall, wo sie anklopfte und aufgenommen wurde, ließ sie ein Geschenk zurück. Am nächsten Morgen aber war ihr Korb wieder bis zum Rand gefüllt, und an jedem neuen Tag, wenn sie sich auf den Weg machte, war es ihr, als ob jemand hinter ihr flüsterte: „Geh weiter Babuschka, geh weiter.“
Seitdem ist sie Jahr für Jahr zu Weihnachten unterwegs und teilt Geschenke aus.

nach einem russischen Volksmärchen von Barbara Bartos-Höppner

Das richtige Pferd

Zum 19. Kalendertürchen

»Mein Kind, es sind allhier die Dinge, gleichviel, ob große, ob geringe,
im Wesentlichen so verpackt, dass man sie nicht wie Nüsse knackt.«
 Wilhelm Busch

Das richtige Pferd

Wer schenkt mir ein lebendiges Pferd!
Mein Schaukelpferd ist gar nichts wert,
es hat so steife Beine,
es stampft nicht, frißt nicht, wiehert nicht,
und macht solch ledernes Gesicht,
und weiß nicht, was ich meine.

Wenn mir der Weihnachtsmann ein Pferd,
ein wirklich richtiges Pferd beschert,
dann reit ich über die Brücke,
und reite durch den Kiefernforst
nach Vehlefanz und Haselhorst
und noch fünf große Stücke.

Dann bin ich mitten in der Welt,
da such ich mir ein Haberfeld
und lasse mein Pferdchen grasen.
Und dann, dann reit ich ans Ende der Welt,
wo der Riese den Regenbogen hält,
und – schick euch ’ne Ansichtspostkarte.
Paula und Richard Dehmel
ein richtiges Pferd

Mince Pies

Zum 18. Kalendertürchen

Mince Pies

Mince Pies gelten als ein Leibgericht des Weihnachtsmannes. Ein oder zwei Mince Pies werden traditionell am Heiligen Abend vor den Kamin gestellt, gemeinsam mit einem Glas Sherry, Brandy oder Milch und einer Karotte für die Rentiere, um sich für die mit Geschenken gefüllten Strümpfe zu bedanken.

Mince Pies sind kleine Gebäckstücke gefüllt mit einer Fruchtmischung. Sie können sowohl aus Mürbeteig als auch aus Blätterteig bestehen. In der Regel sind sie mit Teig gedeckt. Die englischen Mince Pies haben einen Durchmesser von 5 bis 7 Zentimetern, in den USA sind sie meist deutlich größer (bis zu 25 Zentimeter). Der Name leitet sich von der Füllung ab, die als Mincemeat (wörtlich: gehacktes Fleisch) bezeichnet wird, obwohl sie kein Fleisch enthält.

Home made mincemeat.

Foto: Stuart Caie, flickr

Ein typischer Mince Pie ist mit getrockneten Früchten wie Rosinen, Korinthen, Aprikosen, Kirschen und kandierten Früchten gefüllt, außerdem mit gehackten Nüssen wie Walnüssen sowie Mandeln. Gewürzt wird die Mischung mit Zimt oder Muskatnuss. Oft enthält sie etwas Alkohol, üblicherweise Brandy oder Rum. Als Fett dient traditionell Rindernierentalg. Der fertige Mince Pie wird mit Zuckerguss oder Puderzucker garniert. Noch warm serviert man ihn mit Brandy Butter.

Mince Pies gehen auf ein mittelalterliches Gebäck namens Chewette zurück. Chewettes wurden entweder gebacken oder gebraten und waren gefüllt mit Leber oder Fleischstücken vermischt mit gekochten Eiern und Ingwer. Als Variante füllte man die Chewettes mit getrockneten Früchten und anderen süßen Zutaten. Im 16. Jahrhundert entwickelten sie sich zu einer Weihnachtspezialität. Während des 17. Jahrhunderts wurde die Leber und das Fleisch immer öfter durch Nierenfett ersetzt, seit dem 19. Jahrhundert hat sich die süße Form in Großbritannien und Nordamerika weitgehend als typischer Mince Pie durchgesetzt. Seit dem 19. Jahrhundert sind Mince Pies mit Fleisch nicht mehr üblich.

Traditionelles Rezept für Mince Pie

Für die Füllung die folgenden Zutaten eine Woche lang einlegen und dabei ein Mal täglich umrühren:

  • je 70 g Rosinen und getrocknete, zerkleinerte Feige
  • je 30g brauner Zucker, Orangeat, Korinthen und gehackte Mandeln

  • 1 Schale einer unbehandelten Orange
  • je 1 TL Zimt, Muskat, Nelkenpulver
  • 100 ml Brandy

Für den Teig:

  • 160 g Mehl
  • 50 g Butter
  • 2 Eier (etwas verquirltes Ei beiseite stellen)
  • 4 TL Wasser
  • 2 MSP Salz

Verkneten und eine Stunde kühl stellen.
Dann wird der Teig auf wenig Mehl 2 mm dick ausgewalzt und 9 Kreise von 9 cm (als Boden) und 9 Kreise von 6 cm Durchmesser (als Deckel) ausgestochen. Die Füllung wird auf die Böden verteilt, der Deckel aufgelegt und mit dem überstehenden, mit etwas Ei bestrichenen Boden verklebt.
Bei ca. 200 °C 25 Min. backen, leicht abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.Mince Pies, Petr Kratochvil

Jetzt fehlt nur noch eine Brandy-Creme:

  • 125 g Frischkäse
  • 2 cl Brandy
  • 100 g Puderzucker
  • Vanillearoma nach Geschmack

Have a very british christmas time 🙂

Die Geschichte der Weihnachtskarten

Zum 18. Kalendertürchen

Die Tradition, zu Weihnachten Grüße zu verschicken, geht auf das 19. Jahrhundert zurück. Die erste Weihnachtskarte soll 1841 von einem schottischen Buchhändler zwecks Schaufenster-Dekoration ausgestellt worden sein. Gedruckt wurden dann die ersten Weihnachtskarten in England im Jahr 1843.
Damals war es Brauch, allen Freunden, Bekannten und Verwandten ausführliche Briefe mit Glück- und Segenswünschen zum Weihnachtsfest zu schreiben. Einer allerdings, der englische Beamte Henry Cole, war zu beschäftigt, um allen seinen Verwandten die obligatorischen Briefe zu schreiben und kam auf eine hervorragende Idee. Er wandte sich an seinen Freund John Callcott Horsley (1817-1903), und bat ihn darum, für ihn eine Karte zu entwerfen, die er an an Stelle von Weihnachtsbriefen versenden konnte.
Die Karte zeigte ein dreigeteiltes Bild mit einer feiernden Familie, umrahmt von Ranken und Reben. Als Text trug die Karte die Aufschrift „A Merry Christmas and a Happy New Year to You“. Mit ihren 8,5 x 14,5cm entsprach das Maß bereits in etwa der heutigen Standardgröße für Karten.

Erste Weihnachtskarte

Als diese Idee geboren war, erwachte das kaufmännische Interesse in Henry Cole. Er besaß auch einen Lithographenbetrieb, in dem er eine Auflage von 1.000 Exemplaren der Karte druckte. Nachdem die Karten von Hand koloriert worden waren, brachte er sie zum Preis von 1 Shilling in den Verkauf. Aber es lohnte sich, denn schon 1850 war die Nachfrage so groß, dass Cole die Karten in einer so hohen Stückzahl herstellen konnte, dass sich fast jeder den Kauf derselben leisten konnte. Von Horsleys Originalen existieren heute noch zwölf Exemplare. Alle befinden sich in Sammlerbesitz.
Später wurde Henry Cole der erste Direktor des Victoria and Albert Museums in London. Diese einflußreiche Position gab ihm Gelegenheit, sein Lieblingsprojekt die Pennypost zu fördern, und damit verhalf er dem neuen Brauch, Weihnachtskarten zu verschicken zum Durchbruch. Die moderne Royal Mail in GB vergibt jedes Jahr einen Preis für die beste Gestaltung einer Weihnachtskarte.

Die Pennypost wurde im selben Jahr wie die erste Briefmarke 1840 in Großbritannien eingeführt. Sofort machten große Teile der Bevölkerung besonders zur Weihnachtszeit begeistert Gebrauch davon. Die Erfindung einer Weihnachtskarte war danach eigentlich eine logische Folge. Schon 1850 war es wegen der großen Nachfrage möglich, hohe Auflagen zu drucken, so daß zu diesem Zeitpunkt der Preis bereits auf ein annehmbares Niveau abgesunken war. Die Weihnachtskarte wurde für zahlreiche Verlage und den entsprechenden Handelsstufen ein lohnender Geschäftsbereich.

Weihnachtskarte aus dem Weissen Haus 1967 Präsident Johnson
Weihnachtskarte aus dem Weissen Haus
1967 – Präsident Johnson

Ein Deutscher machte in den Vereinigten Staaten die Weihnachtskarten populär. Louis Prang (1824-1909), ein Breslauer mit hugenottischer und deutscher Herkunft, wanderte im Jahre 1850 in die USA aus und ließ sich in Boston nieder. Im elterlichen Geschäft hatte er den Vielfarbendruck gelernt und begann 1874 damit, in Boston Weihnachtskarten im Vielfarbendruck zu produzieren. Sein Geschäft lief gut, er produzierte Karten mit Millionenauflage, bis mit den ständig wachsenden billigen Importen von Karten aus Deutschland sein Geschäft zerstört wurde.

Um die Jahrhundertwende begann sich auch in Deutschland die Weihnachtskarte durchzusetzen. Davor schrieb man sich hier zu Festen sogenannte Wunschblätter.. Das waren Briefbogen mit gedruckten Randornamenten und oft einem Bild, in die handschriftlich Grüße oder Gedichte eingesetzt wurden. In den Schulen wurden üblicherweise den Kindern Glückwünsche diktiert wurden, die sie kalligraphisch besonders schön gestalteten und ihren Eltern zum Fest überreichten.

Christmas Pudding

Zum 18. Kalendertürchen

Christmas Pudding ist ein Gericht, das traditionell in Großbritannien, Irland und einigen Ländern des Commonwealth am ersten Weihnachtsfeiertag serviert wird. Im Gegensatz zu deutschen Puddings handelt es sich bei dem englischen Gericht ursprünglich nicht um eine Süßspeise, die frühere deutsche Bezeichnung für diese Speisen ist Serviettenkloß.

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Weihnachtpudding, Foto: DO’Neil (cc)

Christmas Pudding ist ein gekochter bzw. gedämpfter Pudding und enthält unter anderen Trockenobst (z. B. Rosinen), Nüsse und üblicherweise Rindernierenfett, wobei Letzteres manchmal durch pflanzliches Fett ersetzt wird. Der meist dunkle Pudding wird oft mit Brandy oder anderem Alkohol getränkt. In England haben viele Familien ihre eigenen Rezepte, die auch regional variieren können.

Der Christmas Pudding war bereits im 15. Jahrhundert in England bekannt und wird auch als Plumpudding bezeichnet. Trotz dieses Namens enthielt das Gericht zunächst keine Pflaumen; früher wurden Rosinen und auch andere Trockenfrüchte als plum bezeichnet, daher der Name. Der Pudding war zunächst kein spezielles Weihnachtsessen. Er geht zurück auf ein Gericht namens Plum pottage, das aus zerkleinertem Rindfleisch oder Hammel, Zwiebeln und getrockneten Früchten bestand, angedickt mit Brotkrumen und verfeinert mit Gewürzen und Wein. Die Konsistenz war dickflüssig. Es handelte sich nicht um eine Nachspeise, sondern um den ersten Gang der Mahlzeit.
Seit dem 16. Jahrhundert wurden Rosinen hinzugefügt und man ging dazu über, das Fleisch wegzulassen und durch Fett zu ersetzen. Plum pudding wurde zu einem Festessen, das an Allerheiligen, Weihnachten und Neujahr serviert wurde. Um 1670 wurde er Christmas pottage genannt. Eine einfache Variante hieß Plum duff und war eine Alltagsspeise.
Zur Zeit Oliver Cromwells und des Puritanismus gehörte dieser Pudding zu den weihnachtlichen Attributen, die in England offiziell verboten wurden.

Die heutige Version des Christmas Pudding ist größtenteils erst im 19. Jahrhundert entstanden. Übliche Zutaten sind Rinderfett, Zucker, Sirup (schwarzer Melassesirup aus Zuckerrohr), Rosinen, Brotkrumen, Eier, Gewürze und Alkohol, teilweise auch noch Mehl, Orangen- oder Zitronenschalen, geriebene Möhren oder Äpfel und Mandeln. Die Konsistenz ist ziemlich fest. Nach dem Kochen ist der Pudding bei Lagerung zwischen 4 und 7 °C ca. ein Jahr haltbar.

Christmas-Pudding (Plum)

Zutaten:

  • 100 g Kalbsnierenfett
  • 150 g Semmelmehl
  • 2 eingeweichte alte Semmeln
  • 80 g Zucker
  • 50 g gehacktes Orangeat
  • 50 g gehacktes Zitronat
  • 65 g geriebene süße Mandeln
  • 3 g geriebene bittere Mandeln
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 2 geschnittene Äpfel
  • 65 g Korinthen
  • 125 g RosinenPlumpudding
  • 4 Eier
  • 50 g Mehl
  • 4 El. Rum
Zubereitung:

  • Kalbsnierenfett fein schneiden, Semmeln ausdrücken und zerpflücken, Mandeln abziehen und reiben, Mehl mit Backpulver mischen und sieben.
  • Alle Zutaten zu einem Teig verarbeiten, in die gefettete, mit Semmelmehl ausgestreute Form füllen, mit dem ebenfalls gefetteten Deckel verschließen und im Wasserbad 2 bis 3 Stunden kochen.
  • Je länger der Plumpudding kocht, desto dunkler wird er.
    Den fertigen Pudding kurze Zeit stehen lassen, stürzen, mit Zucker bestreuen, mit warmem Rum begießen und anzünden. Gleich servieren.

Was Weihnachten ist

Zum 17. Kalendertürchen

Was Weihnachten ist

Was Weihnachten ist haben wir fast vergessen.
Weihnachten ist mehr als ein festliches Essen.
Weihnachten ist mehr als Lärmen und Kaufen,
durch neonbeleuchtete Strassen laufen.

Weihnachten ist: Frieden, vergessene Stille,
ein zum Guten sich öffnender Wille.
Ist Atemholen im Alltagshasten,
in dunklen Tagen ein kurzes Rasten.

Weihnachten ist: Zeit für Kinder haben,
und auch für Fremde mal kleine Gaben.
Weihnachten ist mehr, als Geschenke schenken,
Weihnachten ist: mit dem Herzen denken.

Und alte Lieder beim Kerzenschein,
SO SOLLTE WEIHNACHTEN SEIN.

Historischer Weihnachtsmarkt in Leipzig

Historischer Weihnachtsmarkt in Leipzig - als Kalender und Karte käuflich von Brück & Sohn

Wennst die rischdisch goilen Blätzersche backe tun willst…

Lebkuchenteigrezept – geeignet für Kekse, Häuschen und Herzchen (Netzfundstück) 😉

    Lebkuchenteig, Fotos von Pascal Zürcher (aboupixel.de), Stefanie Carle (ipernity.com), Pia Reichert (frau-mutti.de)

  • 350g Bienenkotze
  • 100g Saccharose
  • 100g Lipide aus Rinderexozytoseprodukt
  • 1 Keimzelle von Gallus gallus domesticus
  • 1 EL stark entölter, pulverisierter Samen von Theobroma cacao
  • 1/2 Beutel Gewürzblend für Backwerk
  • 1/2 KL K2CO3
  • 1/2 KL E 503
  • 1EL Dihydrogenmonoxid
  • 600g Fruchstände einer Süßgrasart

Bienenkotze, Saccharose und die Lipide unter Zuführung mäßiger Wärmeenergie homogenisieren, anschließend einen Wärmeausgleich mit der Umgebungstemperatur herbei-führen.
Die Keimzelle von ihrer CaCO3 haltigen Hülle befreien und gemeinsam mit dem pulverisierten Samen sowie dem Gewürzblend unter die Bienenkotzemischung rühren.

K2CO3, E 503 in Dihydrogenmonoxid resuspendieren und gemeinsam mit den Süßgrasfruchtständen und dem Bienenkotzereagenz unter Einwirkung von kinetischer Energie verarbeiten.

1/24 eines 1/365 der Dauer einer ungefähren Erde-um-die-Sonne-Umrundungszykluses die Wärmeenergie auf etwa 280°K reduzieren.

Die entstandene Mixtur anschließend weiterer kinetischer Energie aussetzen und eine plane Fläche entstehen lassen. Das eigentliche Rezept sieht als vorgegebenes Maß den Wert der einzigen geraden Primzahl in 10-3 m vor, meine empirischen Datenerhebungen deuten aber auf etwa das doppelte dieser Höhe als Optimum hin. Allerdings reichen die Werte nicht aus um eine entsprechende Nullhypothese statistisch be- oder widerlegen zu können.

Wennst die rischdisch goilen Blätzersche backe tun willst, dann mussde einfach nur Herzscher oddä Schdernscher ausschdeche tun, die wo in de Midde leer sein tun. Weisde, wie ich des meine tu? Gelle? Und dann legste die uffn Baggbläsch, des wo mit Baggbabbier druff habbe tut. 4 Minude bei 180°C bagge un dann in die Midde von dene Blätzersche en Gutzscher leesche, die wo abber ned mit Bambes drin sein deerfe. Wennste welsche gefunne hast, dann sach mir wo, weil isch hän nääämlisch immer noch kaa gefunne. Un dann nochemol 5 Minude bagge un uff dem Bläsch kald wern lasse. Wennste obbe (bevorm Bagge!!!) mit em Schdäbsche en Löschelscher reinschdeche tust, dann kannste die Teilsche uffhänge tun.

Dritter Advent

3.Advent

Die dritte Kerze brennt für Anstand,
für Respekt und auch für Güte,
für Gerechtigkeit und für Verstand
und fürs eigene Gemüte.

~

Der Sinn der Weihnachtskrippe

Als figürliche Darstellung veranschaulicht die Weihnachtskrippe die Geburt Jesu. Ursprung des Brauches sind vermutlich die in Rom verwahrten Krippenreliquien, vor denen die Päpste früher den nächtlichen Weihnachtsgottesdienst feierten.

»Stern und Engel, Hirten und die Weisen künden uns das Große, was geschah.
Und wir loben, danken und wir preisen, Gott ist nah!«
 Dietrich Bonhoeffer

Schon in den ersten Jahrhunderten nach Christi Geburt gab es Krippenspiele, die dann aber in Vergessenheit gerieten. Franz von Assisi war es, der am 24. Dezember 1223 in der Nähe von Rom eine Weihnachtsmesse las, bei der er als Symbol für die Geburt Christi wohl erstmals wieder ein Stall mit Holzfiguren aufbaute.
Blütezeit der Krippen war das Barock. Die Jesuiten wollten nach der Reformation den Glauben wieder veranschaulichen und so bauten sie gewaltige und wertvolle Krippen. KrippeDer Funken sprang bald auf die Städte über, und schließlich wollte jede Gemeinde eine eigene Krippe.

Um 1800 kam es mancherorts zu einem Verbot der Krippen, was aber nur dazu führte, daß die Krippen verstärkt Einzug in die Häuser fanden.
Die Vielfalt der Weihnachtskrippen ist beinahe grenzenlos:
Die Hirten in bayerischen Krippen tragen die üblichen Trachten. In Japan bringen statt Königen Samurais die Geschenke. Bei den Eskimos liegt das Jesuskind auf einem Schlitten, und in Afrika ist das Christkind schwarz. Die Kolumbianer lieben es bunt. Die Holzfiguren leuchten in wunderbaren Farben. Doch auch in Europa findet sich eine wahre Krippenvielfalt. Die Andalusier flechten eine Graskrippe aus Palmwedeln. Für die Figuren wird Hanf verknotet. Bei den Krippen aus Neapel sind Stall und umgebende Gehöfte Ruinen. Die Krippenschnitzer der französischen Provence verwenden Baumrinde und Torfballen. Auf Korsika liegen in der Krippe getrocknete Meeresalgen. Aus Thüringen stammt eine Glasbläser-Krippe.

Weihnachtsgebäck

Zum 16. Kalendertürchen

Weinbeer, Mandeln, Sultaninen,
süße Feigen und Rosinen,
welche Nüsse – fein geschnitten,
Zitronat auch – muß ich bitten ! –

Birnenschnitze doch zumeist
und dazu den Kirschengeist;
wohl geknetet mit der Hand
alles tüchtig durcheinander
und darüber Teig gewoben –
wirklich, das muß ich mir loben!

Solch ein Brot kann’s nur im Leben
jedesmal zur Weihnacht geben!
Eier, Zucker und viel Butter
schaumig rührt die liebe Mutter;
kommt am Schluß das Mehl daran,
fangen wir zu helfen an.

In den Teig so glatt und fein
stechen unsre Formen ein:
Herzen, Vögel, Kleeblatt, Kreise –
braune Plätzchen, gelbe, weiße
sieht man bald – welch ein Vergnügen –
auf dem Blech im Ofen liegen.
Knusprig kommen sie heraus,
duften durch das ganze Haus.

Solchen Duft kann’s nur im Leben
jedesmal zur Weihnacht geben!

von Isabella Braun (1815-1886)

Weihnachtsgebäck

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