Wohin mit dem Wunschzettel – 2022?!

Zum 02. Kalendertürchen

Abgesehen davon, dass wohl jedes Kind Wunschzettel malt und die an Eltern oder Großeltern weitereicht, wollen manche Kinder zur Sicherheit den Weihnachtsmann direkt anschreiben. dear_santa

In Deutschland hat alles (zumindest was die Wunschzettelbearbeitung angeht) seine Ordnung… sollte man meinen. Aber ganz so heil ist die Wunschzettelwelt nicht mehr:

In jüngster Zeit sind einige Weihnachtspostfilialen unter Druck geraten, da die Deutsche Post AG ihr Filialnetz zunehmend verkleinert und in diesem Zusammenhang dazu übergegangen ist, ihre Niederlassungen in kleineren Orten oder Stadtteilen zu schließen. So wurde beispielsweise das „Himmlische Postamt“ im Hildesheimer Stadtteil Himmelsthür, das 1967 erstmals als Weihnachtspostamt fungierte und damit als das älteste Weihnachtspostamt Deutschlands gilt, von der Post aufgegeben. Die weihnachtliche Tradition wurde allerdings bislang beibehalten: Briefe „an den Weihnachtsmann in Himmelsthür“ werden weiterhin beantwortet.

Quelle: Wikipedia


Adressen für Wunschzettel in Deutschland:

Jahrelang konnte ich auf meinen Seiten die Adresse von Santa Claus in Grönland veröffentlichen – bis 2011.

Der Briefkasten in Nuuk

Der Briefkasten in Nuuk

In dem Jahr kam die Meldung, dass der Weihnachtsmann mit dem schönen großen Briefkasten, der bis dahin in Nuuk stand und den Ihr beim Klick auf das kleine Foto in voller Pracht sehen könnt, Konkurs anmelden musste.

Im Dezember 2012 soll Santa nach Ilulissat gezogen sein, aber derzeit bemüht man sich in Uummannaq, dem Weihnachtsmann ein neues Zuhause dort anzubieten, wo er bereits eine Residenz haben soll. Hoffen wir, das Santa Claus irgendwo wieder seßhaft wird und sein großer Briefkasten wieder eine ordentliche Adresse hat.
Derweil sorgt die dänische Post dafür, dass Wunschzettel nicht ins Leere gehen, vielleicht gibt es einen Nachsendeauftrag? Man schreibe an folgende Anschrift:

JULEMANDEN / SANTA CLAUS
2412
GRØNLAND
JULEMANDEN / SANTA CLAUS
JULEMANDENS POSTCENTER 24
0900 KØBENHAVN C

Die Postadressen für Santa&Co im Rest der Welt findest Du im Kalendertürchen.

Zum 02. Kalendertürchen

Weihnachtspost zum Auffressen

Wir haben in den vergangenen Jahren ja immer mal wieder Bücher vom Coppenrath-Verlag gekauft, weil wir ja einen Felix-Fan beherbergt hatten. Bei meiner Suche rund ums Thema ‚Weihnachtspost‘ bin ich mal wieder auf einen Coppenrath-Artikel ge-stoßen, den ich jetzt zeige – weil es so schön kitschig ist. Zum Auffressen süß… 😉

Adventskalender 2022

Zum 01. Kalendertürchen

Am 1. Dezember beginnt alljährlich ein Ritual, das sich an den folgenden 23 Tagen wiederholt: Am Adventskalender wird ein Türchen geöffnet. Dahinter erscheint dann ein Bild oder ein kleines Geschenk. Millionen der Tagezähler bis Weihnachten stehen in den Wohnungen. Die gelten als deutsche Erfindung.

Strohhalme, Kreidestriche und Kerzen

Uwe Mann von Velzen von der evangelischen Stiftung „Das Rauhe Haus“ in Hamburg sieht den Adventskalender jedoch schon in dem Adventskranz mit 24 Kerzen, den der Theologe Johann Hinrich Wichern 1839 in dieser Einrichtung für verwahrloste Kinder aufgehängt hat. „Damit wollte Wichern die Vorbereitung auf das Weihnachtsfest als Weg aus der Dunkelheit ins Licht veranschaulichen.“
Arme Familien konnten sich im 19. Jahrhundert einen Adventskranz nicht leisten. Sie machten Kreidestriche an die Tür und wischten täglich einen weg. Oder die Kinder durften je einen Strohhalm in die Krippe legen, um dem Christuskind ein weiches Bett zu bereiten. Weitere Formen sind die Weihnachtsuhr, oder aber eine Adventskerze die jeden Tag bis zur nächsten Markierung abgebrannt werden durfte. „Hinter allem steckte bei den christlichen Familien das pädagogische Ziel, die Kinder entsprechend auf das Weihnachtsfest vorzubereiten“, unterstreicht Mann van Velzen.

Ein sehr frühe Form des Adventskalenders ist diese Weihnachtsuhr (1902).
Hallo Karl-Martin, bist Du da? Ich glaube schon (Auf Deine Nachfrage hin hatte ich vor Jahren Informationen zur Adventsuhr gesucht und ergänzend eingefügt.

http://www.merrytheschristmascollection.be/papadventcalendars.htm

Die erste Adventsuhr hatte den Namen “Weihnachtsuhr für Kinder”.
Sie wurde 1902 im Auftrag von Johannes Schrodt, Frankfurt bei der Evangelischen Buchhandlung in Hamburg herausgegeben.
Das Zifferblatt umfasste allerdings nur 12 Tage (vom 13. bis 24.) und nicht wie heute meist üblich vom 1. – 24. und jedem der zwölf Tage war ein Liedanfang (z.B. “Ihr Kinderlein kommet” oder “Alle Jahre wieder”) oder aber auch ein Bibelspruch zugeordnet.
In der Mitte des Zifferblattes der ersten Weihnachtsuhr war ein erleuchteter Tannenbaum zu sehen mit Rehlein und Hase am unteren Bildrand.
Ein Exemplar hängt im Weihachtshaus in Husum.

Diese Uhr hier ist eine ’neuere Ausgabe‘, von der St. Johanis-Druckerei in Dinglingen (Stadtteil von Lahr) aus 1922. Ich hatte wegen der Grafik Kontakt zu einem Sammler von alten Adventskalendern – der hatte all seine Schätze fotografiert. Ausserdem gibt es ein Buch, das an die alte Weihnachtsuhr erinnert… man bekommt es aber nur noch gebraucht z.B. über ZVAB:

Die Weihnachtsuhr. Geschichten, Gedichte, Rezepte
Hans Christians Verlag 1988, ISBN 3-7672-1050-9

1903 hatte der Verleger Gerhard Lang die Idee für eine erste Vorform eines Adventskalenders. Zeichnerisch umgesetzt wird diese von Richard Ernst Kepler. Die ‚Fenster‘ enthielten weihnachtliche Verse und konnten nach und nach mit Sammelbildern überklebt werden.

Im Lande des Christkinds 1903

Weitere Informationen zur Geschichte der Adventskalender gesucht? Gerne doch 🙂

Die erste Zigarette :)

Die erste Zigarette
oder ‚Weihnachten ist erst morgen‘
von Egon Oetjen

Weihnachten ist ja schon etwas Besonderes, jedenfalls für mich. Bis zum heutigen Tage ist der Heilige Abend etwas wunderbares für mich, nicht unbedingt der Geschenke wegen, nein, nein, dieser Tag überhaupt macht den Reiz aus.

So war das auch schon Weihnachten 1953. Ich war nun ja gerade dreizehn Jahre alt und Heiligabend stand vor der Tür. Natürlich durfte ich ja nicht wissen, das es keinen Weihnachtsmann gab, also hatten wir Drei (dass heißt meine beiden älteren Brüder und ich als kleiner Duddsack) die Wohnung, zu verlassen. versteckt
Vater und Mutter schickten uns nach draußen, was bei dem kalten und feuchten Dezemberwetter eigentlich nur hieß, rein in den alten Schuppen. Darin waren wir jedenfalls so einigermaßen vor der nassen Kälte geschützt. Ein alter, zugiger Schuppen, in dem Brennmaterial wie Holz, Torf und Kohlen lagerte. Er bestand größtenteils aus zusammengenagelten Brettern und Blechtafeln, die aus alten Ölfässern hergestellt waren. Daher war das Ganze auch recht löchrig und der eisige Wind pfiff durch die Ritzen.

In diesem Verschlag saßen wir drei Buben nun und warteten auf den Weihnachtsmann. Irgendwann wurde uns die ganze Geschichte zu langweilig und einer der beiden Großen kam auf die glorreiche Idee, irgendetwas Nützliches zu machen.
Ich weiß ja nun nicht, wie er gerade darauf kam, aber Rauchen ist bei Jungens ja immer angesagt. Die so genannte Zigarette sah dann aber eher aus wie eine Trompete. Außen zusammengerolltes Zeitungspapier und drinnen richtig guter Tabak, den die Beiden vom vielen Torfstreu, der dort auf dem Boden lag, ‚geerntet‘ hatten.

Ich brauchte in meinem zarten Alter nur einen guten Zug an dieser ‚Zieh-garette‘, natürlich auf Lunge. Dann war Weihnachten für mich vorbei, denn erstens wurde eine neue Hose für mich benötigt und zweitens gab es gehörig welche vor den Hintern. Dieser Zug hatte bei mir eine durchschlagende Wirkung.
Geschenke wurden dann übrigens erst am nächsten Tag verteilt. Da war der Weihnachtsmann allerdings schon lange nicht mehr da, aber zum Glück hatte er die Geschenke dagelassen.

St. Andrew’s Day in Schottland

Am 30. November feiert man in Schottland den „St. Andrew’s Day“, den Tag des schottischen Nationalheiligen Sankt Andreas.

Dudelsack

Dieser Apostel ist für die Schotten von besonderer Bedeutung, ist er doch für sie ein Symbol ihrer Autonomie und ihres bereits seit dem 4. Jahrhundert bestehenden christlichen Glaubens. Andreas war der jüngere Bruder des Apostels Simon Petrus und ebenso wie dieser ein einfacher Fischer.

Zunächst Anhänger von Johannes dem Täufer wurde er von diesem an Jesus verwiesen. In der Gewissheit „Wir haben den Messias gefunden“ (Joh. I,35-42) führte er auch seinen Bruder den Jüngern Jesu zu. Zusammen mit Simon Petrus und dem Brüderpaar Jakobus und Johannes gehört Andreas zu den ersten vier Aposteln. Er predigte vor allem in Griechenland, der heutigen Türkei und in Georgien. An einem 30. November zur Zeit des römischen Kaisers Nero wurde der Apostel in Patras, dem Hauptsitz der griechischen Provinz Achaia, auf Anweisung des Statthalters Aegeates an einem Kreuz mit diagonal verlaufenden Balken gekreuzigt.

Das deswegen „Andreaskreuz“ genannte diagonale Kreuz ist das Emblem der auch „Saltire“ genannten schottischen Flagge, welches für den Freiheitsgeist der Schotten von großer Wichtigkeit werden sollte.

Eine Legende erzählt, dass im Jahre 832 Hungus (Angus), der König der Pikten und Skoten, und seine Männer sich gegen angreifende Angelsachsen aus dem Süden verteidigen mussten. Schnell waren sie umzingelt und in einer ausweglosen Situation. Der dem christlichen Glauben angehörende Hungus betete um Erlösung.
In der Nacht erschien ihm der heilige Andreas und versicherte, dass Hungus Armee siegen würde. In der Morgendämmerung nahmen die Wolken am Himmel die Form eines diagonalen Kreuzes an. Ermutigt durch dieses göttliche Zeichen griffen die Pikten und Skoten an und konnten die angelsächsische Übermacht besiegen. Seitdem ist das weiße Andreaskreuz auf blauem Grund (= Himmel) die Nationalflagge Schottlands.

Die Verehrung des St. Andrew begann jedoch schon viel früher. Im 8. Jahrhundert brachte der schottische Bischof Acca von Hexham, der sich besonders für Leben und Wirken des Hl. Andreas interessierte, Reliquien des Apostels nach Schottland. Sie wurden bis zu einer Kirchenplünderung in der Reformationszeit in der frühchristlich-keltischen Siedlung St. Andrews aufbewahrt.

Der Nationalheilige Andreas ist den Schotten von heute noch genauso wichtig wie ihren keltischen Vorfahren. Im Jahre 2006 wurde der St.-Andreas-Tag per Gesetz vom schottischen Parlament zum Bank Holiday, d.h. zum öffentlichen Feiertag auf freiwilliger Basis ernannt.

In Edinburgh feiert man ihn mit Dudelsack-Paraden, Fähnchenschwenken, viel Hipphipphurra, gutem Essen und Whisky. Die Kleinstadt St. Andrews an der östlichen Nordseeküste Schottlands zelebriert ihren Namenspatron sogar eine ganze Woche lang.
Traditionelle Gerichte zum St. Andrews Day sind entweder Haggis (gefüllter Schafsmagen), Bawd Bree (Gemüse-Kaninchen-Eintopf) oder Howtoddie with Chappit Tatties (gefülltes Huhn mit Kartoffelpüree).

30.11.2022

Der Heilige Andreas

andreas.jpgDer 30. November ist der Feiertag des Heiligen Andreas. Der Sankt Andreas ist ein katholischer Nationalheiliger der Schotten.

Nach der Bibel wurde Andreas, der Bruder des Simon Petrus, zuerst Jünger von Johannes, dem Täufer, später von Jesus als erster Apostel berufen. Er soll als Apostel Kleinasiens, des südlichen Rußlands, Ungarns und Polens in Patras (Peloponnes) an einem Kreuz in Form eines römischen X, dem sogenannten Andreaskreuz (man findet es noch heute – an Bahnübergängen) hingerichtet worden sein.

Auf dem 2. Konzil von Nicäa im Jahr 787 wurde der 30. November zu seinem Gedenktag erklärt.
Seit dem späten Mittelalter ist Andreas (griech. für „der Mannhafte“) Bergwerkspatron und Standespatron der Fischer, Seiler, Wasserträger, Metzger und unverheirateter Frauen.
In volkstümlicher Überlieferung ist der Andreastag an der Schwelle des Kirchenjahres mit einer Reihe von Jahresanfangsbräuchen verknüpft und gilt als besonders günstig für den Rückblick auf das vergangene Jahr sowie für Voraussagen (vor allem Liebes- und Heiratsorakel).

Schnee

 

Schnee

Weiß sind die entfernt liegenden Ebenen,
und weiß werden die verblaßten Wälder.
Der Wind erstirbt längs des Gipfels.
Der Schnee fällt dicht, kaum hörbar,
sammelt seine Last auf Dächern und Bäumen.
Die Wiesen und die verstreuten Bäche
liegen lautlos da.

Wie ein gütiger Gesandter der Träume
bedeckt mich der Schnee völlig.
In Wald und Waßer, Erde und Luft liegt Stille.
Unterbrochen nur, wenn hin und wieder
ein Pferdeschlitten mit knirschenden Kufen
und durchdringendem Geläut
durch den Schnee vorwärts drängt,
an mir vorbei fährt und verschwindet.

Aus dem Nichts höre ich entfernt
und doch klar das Bellen eines Hundes erschallen,
getragen vom Widerhall aus einer Scheune am Wege.
Dann ist alles still und der Schnee senkt sich langsam und sanft.

Der Abend schreitet fort
und sein Grau verbindet Himmel und Erde.
Die Welt scheint verschleiert und weit weg entrückt.
Ihr Lärm ruht
und ich schleppe mich dumpf dahin und träume,
wie der versteckte Bach.

Archibald Lampman (1861-1899)

elsternimschnee-s.jpg
Immer wieder schön sind waren Bilder aus Chronos Wintergalerie (2010)

Zehn goldene Weihnachtsregeln – 2022

Immer wieder ist die Adventszeit viel mehr von Hektik geprägt als durch Ruhe oder Besinnung. Dagegen helfen…

10 goldene Weihnachtsregeln

  1. Feiern sie ihr ganz persönliches Weihnachten, nach ihrem Geschmack und den Traditionen, die ihnen und denen, die mit ihnen feiern, wichtig sind.
  2. Stimmen sie rechtzeitig, am besten schon im Oktober, mit allen Beteiligten ab, wie ihr gemeinsames Weihnachten aussehen soll.
  3. Besprechen sie in aller Ruhe die Geschenke und überlegen sie, was sie schenken. Vergessen sie nicht, dass Schenken keine Frage des Geldes ist. Basteln sie etwas, oder schenken sie einander Zeit für einen Konzertbesuch, Spaziergänge oder Ähnliches.
  4. Machen sie schon vor Beginn der Weihnachtszeit einen Plan, was alles zu tun ist. Vielleicht lassen sich einige Dinge bereits jetzt erledigen oder vorbereiten, z.B. Briefe schreiben und Pakete packen, Kekse backen…
  5. Stimmen sie sich auf Weihnachten ein. Ein schönes Konzert oder der Besuch eines Weihnachtsmarktes sind nur zwei der zahlreichen Möglichkeiten dazu. Oder auch Bastelnachmittage oder gemütliche Leseabende zuhause sorgen für Weihnachtsstimmung.
  6. Überlegen sie rechtzeitig, ob und was sie backen wollen. Vielleicht veranstalten sie ein gemeinsames Backfest mit der ganzen Familie, das macht Kindern wie Erwachsenen Spass.
  7. Kaufen sie den Weihnachtsbaum nicht in letzter Minute und schauen sie ein bis zwei Wochen vorher nach, ob ihr Baumschmuck noch brauchbar ist.
  8. Kaufen sie rechtzeitig die nötigen Zutaten für ihr Weihnachtsessen ein. Vielleicht können sie einiges schon vorbereiten, damit ihre Küche nicht zum weihnachtlichen Dauerplatz wird.
    Klopapiergeschenke

    Bild von Alexas_Fotos auf Pixabay

  9. Verplanen sie nicht alle Weihnachtsfeiertage mit Besuchen oder Einladungen. Reservieren sie sich Zeit für sich selbst.
  10. Vergessen sie vor allem eines nicht: Probleme verschwinden nicht einfach, weil Weihnachten ist.
    DAS ist nun allerdings wirklich schade, aber leider nur zu wahr… 

Ich hatte in den Vorjahren jeden einzelnen Punkt immer wieder aktuell kommentiert und die Kommentare an die Umstände angepasst. Vorhin habe ich die Kommentierungen von 2020 und 2021 rausgelöscht, sehr nachdenklich…

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