Archive for the ‘Weihnachtsfilme’ Category

National Lampoon’s Christmas Vacation

Samstag, Dezember 12th, 2020

Zum 12. Kalendertürchen

„250 Lichtergirlanden, 100 einzelne Glühbirnchen pro Girlande. Das macht insgesamt 25.000 importierte italienische Glühlichter!“

Seit über 30 Jahren gehört der Film „Schöne Bescherung“ schon zu Weihnachten.
1989 wurde der Film, der im Original „National Lampoon’s Christmas Vacation“ heißt, in den USA gedreht und war schon damals ein voller Erfolg.
Auch für viele Deutsche darf die Chaos-Familie Griswold in der Vorweihnachtszeit ebenso wenig fehlen wie die Schnee am Weihnachtstag – das Letztere klappt allerdings eher selten.

Sicher ist, dass die Griswolds über die Mattscheibe flimmern – am 26.12.2020 um 13.40 Uhr (SAT.1) – mit der gigantischer Lichterkette am Haus, die ein Atomkraftwerk in die Knie zwingt, Clarks Schlittenfahrt auf einer Metallplatte und dem Eichhörnchen, das plötzlich aus dem riesigen Christbaum springt. Am Ende wird es doch noch das wunderbare Weihnachtsfest mit der ganzen Familie – und selbstverständlich mit Eggnog.

Dies und das zur traditionellen Feuerzangenbowle

Freitag, Dezember 4th, 2020

Zum 04. Kalendertürchen

HR - Poster

HR – Poster

Sie ist das romantische Getränk der kalten Jahreszeit: die Feuerzangenbowle.
Ursprünglich wurde für die Feuerzangenbowle die sogenannte Feuerzange verwendet. Mit diesem Gerät aus dem Kaminbesteck konnten dem Herd- oder Kaminfeuer glühende Holzkohlen z. B. zum Anzünden der Pfeife entnommen werden. Mit der Feuerzange wurde ein Brocken Zucker gepackt, mit Rum übergossen und angezündet. Zucker wurde früher in Zuckerhüten geliefert, die viel größer und härter waren als die heute ausschließlich für Feuerzangenbowle hergestellten Zuckerhüte. Für die meisten Zwecke musste der Hutzucker erst mühevoll zerkleinert werden.

Bei Studentenverbindungen wird seit dem 19. Jahrhundert aufgrund der Farbähnlichkeit für Feuerzangenbowle auch der Begriff Krambambuli verwendet. Dieser wird heute in der Regel im Rahmen von Filmabenden zum Film Feuerzangenbowle (siehe Abschnitt unten) serviert oder – insbesondere in Österreich und auch in der Schweiz – bei speziellen Kneipen.

Die weltweit größte Feuerzangenbowle wurde im Dezember 2005 in München am Isartor vorgestellt. Dabei wurden 9000 Liter Punsch in einem etwa 3,4 Meter hohen Edelstahlkessel in Kupferoptik[1] mit 2,5 Meter Durchmesser gemischt und beheizt.[2] Die Feuerzangenbowle wird mit einer Trinktemperatur von ca. 70 °C ausgeschenkt und der Kessel strahlt – in den zugewandten Gesichtern der Umstehenden spürbar – Wärme ab. Des Weiteren überwiegt an der freien Flüssigkeitsoberfläche die Verdunstungskälte die Wärmewirkung des Rumfeuers am oberhalb liegenden Zuckerhut, sodass laufend mit entsprechend großer Leistung elektrisch geheizt werden muss. Der laufenden Abreicherung von Alkohol durch Abdampfen wird durch Nachfüllen von Wein und Zugabe von Rum gegengesteuert. Sie wird seitdem jeden Winter in dieser Größe am selben Ort angeboten (Stand: Dezember 2019).

Welche Wirkung die heiße Mischung aus Rum, Rotwein und Zuckerhut haben kann, wissen Filmfans spätestens seit dem Film „Die Feuerzangenbowle“ mit Heinz Rühmann. In der Anfangsszene des Films trinkt eine Runde älterer Herren Feuerzangenbowle und sinniert über ihre Schulzeit. Nur einer, der eher reservierte Schriftsteller Dr. Johannes Pfeiffer, kann nicht mitreden, da er als Kind von einem Privatlehrer unterrichtet wurde. So wird beschlossen, dass Pfeiffer noch einmal zur Schule, diesmal auf ein „richtiges“ Gymnasium, gehen soll.

Um das belebende Punschgetränk nachmachen zu können, reicht schon ein Kochtopf, eine Kelle und ein feuerfestes Sieb (zur Not tut es auch eine alte gebogenen Kartoffelreibe aus Metall), worauf man den Zuckerhut legen kann. Zur Vermeidung von Stichflammen wird der Rum nicht direkt aus der Flasche, sondern dosiert aus einer Schöpfkelle nachgegossen. Schöner ist ein Kupferkessel mit Feuerzange…