Nussplätzchen (Rezept)

Zum 07. Kalendertürchen

RezeptFeine Nussplätzchen

Foto: Helga, aboutpixel.de

Zutatenliste:

  • 250 g Mehl,
  • 1 Teelöffel Backpulver,
  • 150 g Zucker,
  • 1 Päckchen Vanillezucker,
  • 3 Tropfen Bittermandel Öl
  • 4 Esslöffel Milch
  • 100 g Butter oder Margarine
  • 200 g gemahlene Haselnüsse
  • einige ganze Haselnüsse

Und so geht es:

Die Margarine mit dem Zucker und dem Vanillinzucker schaumig rühren, die gemahlenen Haselnüsse unterrühren. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und hinein sieben. Alles zusammen mit der Milch zu einem festen Teig verrühren. Sollte der Teig zu klebrig zum ausrollen sein, sollte er eingepackt in Alufolie für eine kurze Zeit in den Kühlschrank. Den Teig ausrollen und mit Plätzchenformen ausstechen. Die Plätzchen auf ein mit Backpapier ausgelegten Backblech geben, mit etwas Milch bestreichen und je eine Haselnuss in die Mitte drücken. Die Plätzchen bei 190°C ca. 10-15 Minuten backen.

Heimführung eines verschleppten Kindes

Zum 06. Kalendertürchen

Ein Mann, der den heiligen Nikolaus um Hilfe bitten wollte, dass ihm endlich ein Kind geboren werde, traf den Bischof nicht mehr lebend an, sondern kam gerade noch zur Bestattung. Er nahm ein Stück des Leinens, auf dem der Heilige lag, als Reliquie mit.

Grab des hl Nikolaus in Bari © LooiNL

Am 6. Dezember des folgenden Jahres bekam das Ehepaar tatsächlich einen Sohn. Das Kind wurde jedoch an seinem siebten Geburtstag von Arabern nach Babylonien entführt. Wiederum genau ein Jahr später wurde das Kind, das seither als Sklave arbeiten musste, von einem Wirbelwind erfasst und genau vor der Nikolauskirche abgesetzt, in der die Eltern für die Rückkehr des Jungen beteten.

Nikolaustag

Zum 06. Kalendertürchen

Es geht ein Himmelsbote jetzt still von Haus zu Haus,
das ist der fromme Bischof, der heil’ge Nikolaus.
Gar herzlich wir ihn grüßen, den braven heil’gen Mann,
und sagen unser Sprüchlein, so gut’s ein jeder kann.

Nikostiefel

Heute ist für Kinder einer der spannendsten Tage im Advent. Hast Du schon in DEINEN Stiefeln nachgesehen?

Am 6. Dezember besuchte Sankt Nikolaus die Kinder. Er kam zu den Kleinen und befragte sie, ob sie denn »auch immer brav gewesen« seien. Knecht Ruprecht war Begleiter des heiligen Mannes und wedelte bedrohlich mit einer Rute, aber letztlich bekamen die Kinder das, was sie sich erhofften: Süßigkeiten und Geschenke.

Früher war Nikolaus der Tag der Geschenke, so wie es noch weitgehend in Holland Brauch ist. Heute ist es üblich, die geputzten Schuhe vor die Tür zu stellen oder einen Strumpf in den Kamin zu hängen. In manchen Gegenden bringt der Nikolaus am Heiligen Abend heimlich auch den geschmückten Christbaum ins Haus.

Die Wichtelmänner

Es war ein Schuster ohne seine Schuld so arm geworden, dass ihm endlich nichts mehr übrigblieb als Leder zu einem einzigen Paar Schuhe. Nun schnitt er am Abend die Schuhe zu, die wollte er den nächsten Morgen in Arbeit nehmen; und weil er ein gutes Gewissen hatte, so legte er sich ruhig zu Bett, befahl sich dem lieben Gott und schlief ein.

Morgens, nachdem er sein Gebet verrichtet hatte und sich zur Arbeit niedersetzen wollte, so standen die beiden Schuhe ganz fertig auf seinem Tisch. Er verwunderte sich und wusste nicht, was er dazu sagen sollte.
Er nahm die Schuhe in die Hand, um sie näher zu betrachten: Sie waren so sauber gearbeitet, dass kein Stich daran falsch war, gerade als wenn es ein Meisterstück sein sollte. Bald darauf trat auch schon ein Käufer ein, und weil ihm die Schuhe so gut gefielen, so bezahlte er mehr als gewöhnlich dafür, und der Schuster konnte von dem Geld Leder zu zwei Paar Schuhen erhandeln.

Er schnitt sie abends zu und wollte den nächsten Morgen mit frischem Mut an die Arbeit gehen, aber er brauchte es nicht, denn als er aufstand, waren sie schon fertig, und es blieben auch nicht die Käufer aus, die ihm so viel Geld gaben, dass er Leder zu vier Paar Schuhen einkaufen konnte. Er fand frühmorgens auch die vier Paar fertig; und so ging’s immerfort, was er abends zuschnitt, das war am Morgen verarbeitet, also dass er bald wieder sein ehrliches Auskommen hatte und endlich ein wohlhabender Mann ward.

Schuhmacher

Bild von Gerhard G. auf Pixabay

Nun geschah es eines Abends, nicht lange vor Weihnachten, als der Mann wieder zugeschnitten hatte, dass er vorm Schlafengehen zu seiner Frau sprach: »Wie wär’s, wenn wir diese Nacht aufblieben, um zu sehen, wer uns solche hilfreiche Hand leistet?«
Die Frau war’s zufrieden und steckte ein Licht an; darauf verbargen sie sich in den Stubenecken, hinter den Kleidern, die da aufgehängt waren, und gaben acht.
Als es Mitternacht war, da kamen zwei kleine, niedliche nackte Männlein, setzten sich vor des Schusters Tisch, nahmen alle zugeschnittene Arbeit zu sich und fingen an, mit ihren Fingerlein so behend und schnell zu stechen, zu nähen, zu klopfen, dass der Schuster vor Verwunderung die Augen nicht abwenden konnte. Sie ließen nicht nach, bis alles zu Ende gebracht war und fertig auf dem Tische stand, dann sprangen sie schnell fort.

The Elves Illustration by Walter Crane, 1886

The Elves
Illustration by Walter Crane, 1886

Am andern Morgen sprach die Frau: »Die kleinen Männer haben uns reich gemacht, wir müssten uns doch dankbar dafür bezeigen. Sie laufen so herum, haben nichts am Leib und müssen frieren. Weißt du was? Ich will Hemdlein, Rock, Wams und Höslein für sie nähen, auch jedem ein Paar Strümpfe stricken; mach du jedem ein Paar Schühlein dazu.« Der Mann sprach: »Das bin ich wohl zufrieden.« Und abends, wie sie alles fertig hatten, legten sie die Geschenke statt der zugeschnittenen Arbeit zusammen auf den Tisch und versteckten sich dann, um mit anzusehen, wie sich die Männlein dazu anstellen würden.
Um Mitternacht kamen sie herangesprungen und wollten sich gleich an die Arbeit machen, als sie aber kein zugeschnittenes Leder, sondern die niedlichen Kleidungsstücke fanden, verwunderten sie sich erst, dann aber bezeugten sie eine gewaltige Freude. Mit der größten Geschwindigkeit zogen sie sich an, strichen die schönen Kleider am Leib und sangen:

»Sind wir nicht Knaben glatt und fein?
Was sollen wir länger Schuster sein!«

Dann hüpften und tanzten sie und sprangen über Stühle und Bänke. Endlich tanzten sie zur Tür hinaus. Von nun an kamen sie nicht wieder, dem Schuster aber ging es wohl, solang er lebte, und es glückte ihm alles, was er unternahm.

Gebrüder Grimm

Spekulatius

Zum 06. Kalendertürchen

Wir backen Spekulatiusl

Spekulatius ist ein aus Belgien und den Niederlanden, aber auch dem Rheinland und Westfalen stammendes Gebäck aus Mürbeteig, auf niederländisch heißt es Speculaas, auf französisch speculoos. Während der Spekulatius in Deutschland ein typisches Weihnachtsgebäck ist, wird er in den Niederlanden und in Belgien ganzjährig gegessen. Spekulatius gibt es ebenfalls ganzjährig in Indonesien, einer ehemals niederländischen Kolonie.

Der Einkaufszettel:

Lisi-Girl

  • 500 g Weizenmehl
  • 2 TL Backpulver
  • 250 g Zucker
  • 1 Prise Vanillezucker
  • 2 Tropfen Backöl Bittermandel
  • 2 MS gemahlenen Kardamom und Nelken
  • 1 TL Zimt
  • 2 Eier
  • 200 g kalte Butter
  • 100 g abgezogene Mandeln oderHaselnüsse
  • Spekulatiusförmchen

Und so geht es:

  • Das Mehl mit dem Backpulver mischen, auf der Arbeitsplatte sieben und in die Mitte eine Vertiefung eindrücken.
  • Den Zucker, Vanillezucker, die Gewürze, die Aromen und die Eier hineingeben und mit einem Teil des Mehls zu einem dicken Brei verarbeiten.
  • Die Butter in Stücke schneiden und zu dem Brei geben.
  • Die Mandeln oder Haselnüsse darüber streuen, mit Mehl bedecken und von der Mitte aus alle Zutaten schnell zu einem glatten Teig verkneten. Sollte der Teig kleben, ihn einfach eine Zeitlang in den Kühlschrank stellen.
  • Den Teig schön dünn ausrollen und mit den Formen ausstechen. Die Spekulatius bei 180°C etwa 10 Minuten backen.
Spekulatius

Bild von kakuko auf Pixabay

Der Teig wird vor dem Backen durch eine Form (Model) aus Holz oder Metall mit einem Motiv versehen. Die Abbildungen auf dem Gebäck stellten ursprünglich die traditionelle Nikolausgeschichte dar, die durch Sortieren der Stücke anhand der Abbildungen erzählt werden konnte.
Jedoch gibt es heute auch zeitgenössische belgische, niederländische oder deutsche Motive wie Schiffe, Bauernhäuser oder Windmühlen.

Zum 05. Kalendertürchen


Schon als ich klein war, hing bei meinen Eltern in der Weihnachtszeit immer solch ein Stern und auch später, nachdem ich selbst ausgezogen war und eine eigene Familie hatte, gab es nur ein einziges Jahr ohne Stern für mich. Es gehört einfach in die Adventszeit, die Schachtel mit den einzelnen Zacken hervorzukramen und diese zum Stern zusammenzubauen. Dieser Papierstern war, wie ganz viele andere Dinge auch, zu DDR-Zeiten ohne Beziehungen fast nicht aufzutreiben.

Ein Großteil der Produktion des VEB Oberlausitzer Stern- und Lampen-schirmfabrik ging über den zentralen Außenhandel der DDR in den Export nach Westdeutschland sowie Finnland. Weil die Produktion der Adventssterne offenbar nicht in die Produktionspalette eines sozialistischen Betriebs passte, wurde die zuvor enteignete Sternherstellung nach 18 Jahren wieder an die Brüder-Unität zurückgegeben. Allerdings blieben staatliche Planvorgaben erhalten: Material wurde zugeteilt, die Zahl der Mitarbeiter und die Zahl der zu produzierenden Sterne vorgegeben.

Gelesen ~2009 in der Sächsischen Zeitung

Irgendwann Anfang der 90er Jahre war ich in einem Regionalverlag in der Oberlausitz beschäftigt und bin in dem Zusammenhang einmal in einer Werkstatt gewesen, in der Behinderte mit der Herstellung dieser Sterne beschäftigt waren.

Herrnhuter_Sterne, Foto: Ulrich van Stipriaan - Danke

Foto: Ulrich van Stipriaan – und inzwischen hat es dieses alte Foto bis auf Wikipedia geschafft 😉

Erster Schnee, Morgenstern

Zum 05. Kalendertürchen

Erster Schnee
von Christian Morgenstern (1871-1914)

Aus silbergrauen Gründen tritt
ein schlankes Reh
im winterlichen Wald
und prüft vorsichtig Schritt für Schritt,
den reinen, kühlen, frischgefallenen Schnee.

Und deiner denk ich, zierlichste Gestalt.

Reh

Bild von Sirpa P auf Pixabay

Glühwein (Rezept)…

Zum 05. Kalendertürchen

Klassischer Glühwein - Rezept

Glühwein © S. Hofschlaeger (Pixelio)

  • 1 Flasche Rotwein
  • 75 g (und mehr) Zucker
  • Schale einer unbehandelten Zitrone
  • 1 – 2 Zimtstangen
  • 5 Gewürznelken
  • 1/8 Liter Amaretto (nach Belieben)
  • 1 Prise Salz

Alle Zutaten bis auf den Likör in einen Topf geben und langsam erhitzen, nicht kochen!
Topf vom Herd nehmen, Amaretto zugeben und etwas ziehen lassen. In Gläser füllen, servieren.

Zu Risiken und Nebenwirkungen…

Heißgetränke können aufgrund der Kombination von Alkohol und Zucker Kopfschmerzen hervor-rufen. Zudem können Gewürze wie Zimt und Nelken in Verbindung mit gesüßtem Alkohol oft zu Unwohlsein führen. Außerdem sollten alkoholische Getränke nicht auf leeren Magen getrunken werden…

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