Posts Tagged ‘spekulatius’

Wie der Spekulatius entstand

Freitag, Dezember 6th, 2019

Zum 06. Kalendertürchen

Dem Hausbesuch des heiligen Nikolaus beim Einkehrbrauch entspricht die bischöfliche Visitation, bei der sich der Bischof durch eigenen Augenschein von der pastoralen Verhältnissen in einer Gemeinde überzeugt. Der Bischof trittmodel.jpg dabei als »Spekulator« (lat. speculari = spähen, sehen, gewahr werden), Beobachter, auf und ist gleichzeitig Vorbild. Ein spezielles Gebildebrot, der Spekulatius, scheint seinen Namen deshalb zu haben, weil es meist den Bischof, der auch den Titel »Spekulator« trug, in repräsentativer Form, oft hoch zu Ross, wiedergab.
Eine andere Ableitung bezieht sich auf lat. speculum = Spiegel, wegen der spiegelbildlichen Darstellungen, die in den Backformen eingeschnitten sind.

Der Spekulatius ist ein Formgebäck aus dem holländisch-niederrheinischen Gebiet, welches es durch die Benutzung von Modeln, in die der Teig hineingepresst wird, entsteht. Dargestellt werden der Heilige, Szenen der Legende und regionale Motive.
Die Modeln aus Holz und Ton lassen sich bis in das 16. Jahrhundert zurückverfolgen. Die Herstellung war aufgrund der hohen Gewürzpreise bis nach dem zweiten Weltkrieg recht teuer und das Gebäck für die breite Bevölkerung nicht immer erschwinglich. Es hatte den Ruf einer exotischen und wertvollen Spezialität, wird aber seit Jahren auch zu St. Martin, im Advent und Weihnachten gereicht.

nach Informationen von nikolaus-von-myra.de

Freitag, Dezember 6th, 2019

einen Schritt zurück loading... zum Kalender
Wir backen Spekulatius

Spekulatius ist ein aus Belgien und den Niederlanden, aber auch dem Rheinland und Westfalen stammendes Gebäck aus Mürbeteig, auf niederländisch heißt es Speculaas, auf französisch speculoos. Während der Spekulatius in Deutschland ein typisches Weihnachtsgebäck ist, wird er in den Niederlanden und in Belgien ganzjährig gegessen. Spekulatius gibt es ebenfalls ganzjährig in Indonesien, einer ehemals niederländischen Kolonie.

Der Einkaufszettel:

  • 500 g Weizenmehl
  • 2 TL Backpulver
  • 250 g Zucker
  • 1 P. Vanillezucker
  • 2 Tropfen Backöl Bittermandel
  • 2 MS gemahlenen
    Kardamom und Nelken
  • 1 TL Zimt
  • 2 Eier
  • 200 g kalte Butter
  • 100 g abgezogene Mandeln oderHaselnüsse
  • Spekulatiusförmchen
Lisi-Girl Und so geht es:

  • Das Mehl mit dem Backpulver mischen, auf der Arbeitsplatte sieben und in die Mitte eine Vertiefung eindrücken.
  • Den Zucker, Vanillezucker, die Gewürze, die Aromen und die Eier hineingeben und mit einem Teil des Mehls zu einem dicken Brei verarbeiten.
  • Die Butter in Stücke schneiden und zu dem Brei geben.
  • Die Mandeln oder Haselnüsse darüber streuen, mit Mehl bedecken und von der Mitte aus alle Zutaten schnell zu einem glatten Teig verkneten.

Sollte der Teig kleben, ihn einfach eine Zeitlang in den Kühlschrank stellen. Den Teig schön dünn ausrollen und mit den Formen ausstechen. Die Spekulatius bei 180°C etwa 10 Minuten backen.

spek2.jpg

Der Teig wird vor dem Backen durch eine Form (Model) aus Holz oder Metall mit einem Motiv versehen. Die Abbildungen auf dem Gebäck stellen traditionell die Nikolausgeschichte dar, die durch Sortieren der Stücke anhand der Abbildungen erzählt werden konnte. Jedoch gibt es heute auch zeitgenössische belgische, niederländische oder deutsche Motive wie Schiffe, Bauernhäuser oder Windmühlen.