Appelbollen – Äpfel im Schlafrock

Bei der Suche nach einem passenden Foto bin ich allerdings über ein Bild aus Holland gestolpert – die Appelbollen. Eine kurze Anfrage ergab, ich darf die Fotos nutzen und deshalb steht hier heute mal ein anderes Rezept 😉

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Appelbollen © Soepkipje, Ipernity (Konto leider gelöscht)

Einkaufsliste:

  • 2 Eier, davon das Eiweiß
  • 2 Eier, davon das Eigelb
  • 2 EL Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 12 EL Mehl, gehäufte
  • ½ TL Backpulver
  • 4 große Äpfel, säuerliche
  • Zimt, zum Bestreuen
  • Zucker, zum Bestreuen
  • Öl, zum Ausbacken
  • Und so wirds gemacht

  • Eiweiß mit dem Mixer zu steifem Schnee schlagen
  • Eigelb mit Zucker schaumig rühren. Vanillezucker und Salz unterrühren. Mehl mit Backpulver mischen und nach und nach zusammen mit der Milch zu einem etwas dicklichen Teig rühren. Behutsam den Eischnee unter die Teigmasse heben.
  • Äpfel mit dem Apfelentkerner in der Mitte ausstechen, schälen und in fingerdicke Scheiben schneiden. Apfelscheiben in den Backteig tauchen und in heißen Öl von beiden Seiten nicht zu braun ausbacken. Mit Zimt und Zucker bestreuen.
  • appelbollen2

    Appelbollen © Soepkipje, Ipernity (Konto leider gelöscht)

    Warm servieren. Als Haupt- oder Dessertspeise.

    Apfelkuchen (Rezept)

    Zum 07. Kalendertürchen

    Einkaufsliste: 

      • 250 gr Mehl
      • 125 gr Butter oder Margarine

    backen

    • 100 gr Zucker und 1 Päckchen Vanillezucker
    • 1 Tl Backpulver
    • 1 Tl Zimt
    • 1 Prise Salz
    • 3 Eier und zusätzlich 1 Eigelb
    • 5 El Milch
    • 5 säuerliche Äpfel
    • 1/2 Zitrone
    • 200 gr frische Walnußkerne
    • 100 gr Rosinen
    • 1/2 Tasse Rum

    Und so wirds gemacht

    • Die Äpfel schälen, in Viertel schneiden und Kerngehäuse entfernen. Von der runden Seite die Apfelviertel blättrig einschneiden und mit Zitronensaft beträufeln.
    • Die Rosinen im Rum ziehen lassen.
    • Butter mit Zucker, Vanillezucker und Salz schaumig schlagen, die Eier nacheinander unter die schaumige Butter rühren.
    • Das Backpulver und den Zimt unter das Mehl mischen, diese Mischung und die Milch zu dem Butterschaum geben, alles zu einem glatten Teig verrühren.
    • Die Hälfte des Teiges in eine gefettete Springform füllen.
    • In die andere Hälfte die abgetropften Rosinen und 100 gr Nüsse einrühren. Falls der Teig zu fest wird, etwas Rum zugeben.
    • Diese Mischung ebenfalls in die Springform füllen und mit den Äpfeln und den restlichen Nüssen belegen.
    • Das Eigelb mit 1 El lauwarmem Wasser aufschlagen und damit den Kuchen bestreichen
    • Bei 180 Grad 45 bis 50 Minuten goldbraun backen.
    Apfelkuchen

    Bild von RitaE auf Pixabay

    Martinstag – Beginn der kirchlichen Weihnachtszeit

    Der Heilige Martin - Martin von Tours

    Am Martinstag erinnern wir an den Heiligen Martin von Tours. Er wurde Anfang des vierten Jahrhunderts in Ungarn, in dem damals zum römischen Weltreich gehörenden Sabaria geboren. Während seiner Zeit als römischer Legionär nahm er den christlichen Glauben an. Später wurde er Mönch und im Jahre 372 n. Chr. Bischof von Tours. Er verstarb 397 in Candes. Seine Berühmtheit verdankt er folgender Legende:

    An einem Februarmorgen kehrte der 22jährige Martin mit seinem Burschen von einem nächtlichen Ritt heim. Es war ein harter Winter mit klirrendem Frost, und ein heftiger Schneesturm blies den Reitern ins Gesicht. Überall lag hoher Schnee und Eiszapfen hingen von den Bäumen. Gerade als die beiden zum Stadttor hineinwollten, schwankte aus einer Nische im Torbogen ein zerlumpter und vor Kälte zitternder Bettler hervor. Das zerfetzte Gewand bedeckte kaum seine Blöße, er schien halb erstarrt vor Frost. „Eine Gabe, guter Herr“, bettelte der Fremde. Martin hatte kein Geld bei sich, weil er gerade seinen ganzen Sold an arme Bauern verschenkt hatte, damit sie ihre Steuern zahlen konnten. So nahm er seinen weiten Mantel und halbierte ihn mit einem Schwertstreich. Die eine Hälfte warf er dem Bettler über die Schultern. Als der Bettler sich bedanken wollte, ritt Martin mit seinem Teil des Umhangs davon.

    Die Legende sagt, dass Martin wegen seiner Wohltätigkeit überall bekannt war. Als der Bischof von Tours starb, wollte man Martin zum Nachfolger wählen, aber Martins Bescheidenheit war so groß, dass er sich im Gänsestall versteckte. Die Menschen suchten überall und in der Nacht auch mit Laternen nach dem guten Mann. Und als die Gänse sich laut kreischend über den Eindringling beschwerten, fand man Martin dann auch. 371 nach Christus wurde Martin der Bischof von Tours.
    Am 8. November 397 starb Martin im Alter von 81 Jahren auf einer Visite in Candes, einer Stadt seines Bistums. Er wurde am 11. November in Tours unter großer Anteilnahme der Bevölkerung beigesetzt.

    Tomb of Saint Martin of Tours in the crypt of the basilica

    Grab des heiligen Martin in der Krypta der neobyzantinischen Kirche Saint-Martin de Tours

    Sein Andenken überdauerte die Jahrhunderte: Noch heute folgt man mit Liedern und Laternen dem Martinsmann und verspeist anschließend seine Verräter, die Gänse.

    Aprpos Martinsgans: auf kochmix.de findet ihr etliche Rezepte, mit denen ihr die verrätisches Gans als Martinsgans in die Pfanne hauen könnt ;). Um mich nicht selbst in die Pfanne zu hauen (der Abmahnwahn treibt komische Blüten), verzichte ich an dieser Stelle auf Geschichten, Reime oder Martinslieder für Laternenumzüge – aber man findet einige auf martin-von-tours.de

    Bûche de Noël – der Holzklotz als Dessert

     

    Bûche de Noël

    Biskuit:
    3 ganze Eier
    3 Eigelb
    1 EL heisses Wasser
    75 g Zucker
    Vanillezucker
    60g Mehl
    15g Mondamin
    1 Messerspitze BackpulverZuckerlösung:
    1/8 l Orangensaft
    75 g ZuckerCreme-Füllung:
    200g Zucker
    4 EL Wasser
    5 Eigelb
    50g dunkle Schokolade
    (mind. 50 % Kakao)
    250g weiche Butter
    30 g Kakaopulver

    Dekoration:
    Marzipan, Puderzucker

    Verarbeitung:

    • Als erstes Zucker und Orangensaft 5 Minuten einkochen lassen (Zuckerlösung)
    • Aus den Zutaten für den Teig einen Biskuit zubereiten (Eier schaumig schlagen u.s.w.)
    • Den Teig auf ein Backblech streichen und ca. 10 Minuten bei 200 Grad backen
    • Sofort nach dem Backen auf ein sauberes Geschirrtuch stürzen und mit der Zuckerlösung bestreichen
    • Für die Füllung ebenfalls Zuckerlösung aus Wasser und Zucker zubereiten, schaumig geschlagenes Eigelb mit der abgekühlten Lösung vermischen
    • In einem Topf Butter und Schokolade (oder Kuvertüre) schmelzen und Kakao dazugeben
    • Schokomasse und Eigelbmischung vorsichtig unterrühren und dann auf der ausgekühlten Biskuitrolle verteilen.
    • Mit einer Gabel Muster (Baumrinde) ziehen und mit Puderzucker und/oder Marzipan dekorieren (weihnachtliche Blätter, Misteln, Pilze)
    Bûche de Noël - Aspen

    Bûche de Noël – Aspen, Foto: distopiandreamgirl /Flickr

    Vanillekipferl (Rezept)

    Wir backen Vanillekipferl
    Einkaufsliste:

    • 300 gr Mehl
    • 125 gr Zucker
    • 1 Päckchen Vanillezucker
    • 3 Eigelb
    • 125 gr geriebene Mandeln
    • 250 gr Butter
    • Puderzucker
    So gehts:

    • Das Mehl auf den Tisch geben
    • Zucker, Vanillezucker und die Eigelb dazugeben und zu einem Brei vermischen
    • Dann die Mandeln und die zerkleinerte Butter dazu und verkneten
    • Knetteig 30 Minuten ruhen lassen, dann aus diesem Teig kleine Hörnchen formen und im vorgeheizten Backofen bei 180° Grad Celsius ca. 12-15 Minuten backen.
    • Die fertigen Kipferl in Puderzucker rollen.
    vanillekipferl2010

    Vanillekipferl 2010 – Fotos von Stefanie Carle (Account bei Ipernity gelöscht). Danke

    Weihnachtsmarkt in Leipzig

    Die Tradition des Leipziger Weihnachtsmarktes reicht bis in das 15. Jahrhundert zurück. Auf Grund seines einzigartigen kulturellen und kulinarischen Angebotes inmitten der historischen Altstadt, hat er sich inzwischen einen fast legendären Ruf erworben. Mit seinen 250 Ständen ist er einer der größten und schönsten Weihnachtsmärkte in Deutschland.

    Die schönsten Fotos von Leipzig (nicht nur zur Weihnachtszeit) macht immer wieder der Strohhut

    Die schönsten Fotos von Leipzig (nicht nur zur Weihnachtszeit) macht immer wieder der Strohhut

    Hauptbereich des Weihnachtsmarktes wird nach vielen Jahren mit Tunnelbaustelle wieder der Marktplatz sein. Immerhin – man kann mit der S-Bahn jetzt eigentlich direkt bis untern den Weihnachtsmarkt fahren, kommt aus der Untergrundstation und steht direkt vor dem mit tausenden Lichtern geschmückten Weihnachtsbaum und der Marktbühne mit einem umfangreichen Weihnachtsprogramm.

    Neben der Oper bietet ein 38 m hohes Riesenrad einen einzigartigen Blick über Leipzig und im Salzgässchen lädt das historisch nachempfundene Etagenkarussell zu einer gemütlichen Fahrt ein. Die Besucher schätzen vor allem die Kinderfreundlichkeit des Leipziger Weihnachtsmarktes.
    Ob der Märchenwald auf dem Augustusplatz (Opernbrunnen) mit seinen vielen Erlebnisbereichen oder die Weihnachtsmannsprechstunden auf der Marktbühne: In Leipzig kommen die kleinen Besucher auf ihre Kosten. Ein Bastel-Areal ist die Wichtelwerkstatt, die sich im Stadtbüro in der Katharinenstraße 2 befindet. Hier können die Kinder nach Herzenslust mit den tollsten Materialien schneiden, kleben, basteln und ein Weihnachtsgeschenk kreieren.

    Historischer Weihnachtsmarkt Leipzig – Adventskalender von Brück & Sohn, Meißen

    Historischer Weihnachtsmarkt Leipzig – Adventskalender von Brück & Sohn, Meißen

    Der historische Weihnachtsmarkt „Alt Leipzig“ bringt den Besuchern auf dem Naschmarkt vor allem mittelalterliche Kunst- und Handwerkstraditionen Leipzigs nahe.
    Auf dem Augustusplatz präsentiert sich ein finnisches Dorf mit landestypischen Köstlichkeiten wie Flammlachs und Glögi sowie heimischer Kultur. Seit 1962 gehört außerdem die Ausstellung des Modelleisenbahnvereins „Friedrich List“ Leipzig e.V. in der Strohsackpassage zu den Attraktionen in der Weihnachtszeit.

    Das weihnachtliche Warenangebot wird von festlichen Konzerten des Thomanerchores, von Orgelmusik in den Kirchen sowie einem vielfältigen Aktionsprogramm umrahmt. Für viele Leipziger und natürlich erst recht für die Touristen gehört in die Adventszeit ein Besuch des Weihnachtsoratoriums, das in der Weihnachtszeit etwa 20 Mal in Leipzig aufgeführt wird. J.S. Bach hat es in der Nikolai- und Thomaskirche 1734 uraufgeführt.

    Brauchtum zum Martinstag

    Ganslsonntag heißt der Martinstag, wenn er auf einen Sonntag fällt oder auch der Sonntag nach Martini. Da gibt es die Herbstmusik, die jungen Burschen müssen ihre Mädchen zum Tanz führen und mit einem Gänsebraten bewirten. Wer versucht, sich zu drücken sucht, gilt als Geizkragen oder als schlechter Liebhaber und hat sich auf jeden Fall die Gunst seines Mädchens verscherzt.

    Den Martinswein trinken die Winzer, oft im Rahmen eines Gemeindeabends, um für das künftige Jahr eine gute Ernte zu erbitten. Zu Martini hat auch der Most ausgearbeitet, an diesem Tag ist also der neue Wein getauft worden. Die Winzer fanden sich zum Martinstrunk oder Märtestrunk zusammen und nahmen die erste Kostprobe vom Heurigen. Der Märteswein floß‘ früher überall dort reichlich, wo Wein angebaut wurde: in Klöstern und in Winzerstädten war es üblich, an diesem Tag alle Leute freizuhalten.
    Bei der Verkostung des ersten neuen Weines, der Martinsminne, darf die Martinsgans natürlich nicht fehlen. Vielerorts in Österreich wurde der Heilige Martin auch deshalb zum Patron des Gänseschmauses und der Gastwirte.

    Puigaudeau,_Ferdinand_du_-_Breton_Girls_with_Chinese_Lanterns

    Breton Girls with Chinese Lanterns
    Ferdinand du Puigaudeau (1864-1930)

    Der Martinsumzug am Martinsabend vereint eine verkleidete Person, die den heiligen Martin auf einem Schimmel darstellt, oft gehört auch ein Bettler dazu, immer aber eine große Kinderschar und ihre Eltern, die singend durch die Stadt/Gemeinde ziehen. Um den rechten Takt zu finden, wird der Gesang oft von einer Blaskapelle unterstützt.
    Die Kinder tragen bei dem Umzug ihre meist selbst-gebastelten Martinslampen und Martinsfackeln. Der Martinsumzug findet seinen Abschluss vielfach durch die Mantelteilung oder durch ein Martinsfeuer. Der Lichterumzug hat ein liturgisches Vorbild: das Lucernarium, die Lichterprozession zur ersten Vesper des Vortages, wie sie an hohen Festtagen üblich war. Ist eine Bastelanleitung für Laternen gesucht?
    Hier entlang bitte 🙂

    St.Martins summer bezeichnet im Englischen das, was im Deutschen Altweibersommer oder anderswo Indiansummer (selten: Martinssommer) genannt wird, also besonders schönes Wetter in eher schlechterer Jahreszeit. Die englische Bezeichnung wird mit der Mantelteilung in Zusammenhang gebracht: Als Martin die Hälfte seines Mantels abgegeben habe, sei ihm sehr kalt geworden und er habe gefroren. Da hätten sich plötzlich Nebel und Wolken aufgelöst und die Sonne sei durchgebrochen. Dies sei der erste Sankt-Martins-Sommer gewesen.

    Der Martinstag war einst auch Lostag, das heißt Mägde und Knechte wechselten ihre Dienststelle oder blieben wieder ein Jahr bei ihrem alten Herrn. Es wurden neue Pacht-verträge geschlossen und die Bauern und Gutsbesitzer mußten die Löhne an das Gesinde bezahlen. Oft gab es als Lohn auch Hühner oder Gänse. Die Woche nach dem Martinstag nannte man im übertragenen Sinne Martinioktav, die letzten acht Tage des bäuerlichen Arbeitjahres galten lange Zeit als Jahresausklang. In dieser Woche wurden nur die nötigsten Arbeiten im Stall und auf dem Feld erledigt, es wurde gefeiert, man aß und trank, besuchte Freunde und Verwandte.

    Martini als Zinstermin war der Ablieferungstag von Naturalien. So wurde die Martins-gans dem Lehrer oder dem Pfarrer als Deputat überreicht, später als Geschenk Verwandten oder Bekannten zugesandt und auch mit Martin Luther in Verbindung gebracht: viele essen sie ihm zu Ehren, nur des Namens wegen.

    Am Abend des Martinstages überreichte der Viehhirte seinem Dienstherrn eine grüne Rute, oft einen Birkenzweig, an dessen Spitze man einige Blätter ließ, ergänzt durch Zweige von Eiche und Wacholder, der dann im Frühjahr zum Viehtrieb verwendet wurde. Die Martinigerte (Mänensgene oder Martinsgerte) wurde am Tag der Epiphanie (6.1.) geweiht und sollte beim Viehauftrieb den Tieren Schutz gewähren. An manchen Orten wurden die Frauen und Mädchen mit einer Martinsgerte geschlagen; die ‚grünen Streiche‘ sollten den Segen und die Fruchtbarkeit auch auf sie übertragen.

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