
Die dritte Kerze brennt für Anstand,
für Respekt und auch für Güte,
für Gerechtigkeit und für Verstand
und fürs eigene Gemüte.
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Als figürliche Darstellung veranschaulicht die Weihnachtskrippe die Geburt Jesu. Ursprung des Brauches sind vermutlich die in Rom verwahrten Krippenreliquien, vor denen die Päpste früher den nächtlichen Weihnachtsgottesdienst feierten.
»Stern und Engel, Hirten und die Weisen künden uns das Große, was geschah.
Und wir loben, danken und wir preisen, Gott ist nah!«
Dietrich Bonhoeffer
Schon in den ersten Jahrhunderten nach Christi Geburt gab es Krippenspiele, die dann aber in Vergessenheit gerieten. Franz von Assisi war es, der am 24. Dezember 1223 in der Nähe von Rom eine Weihnachtsmesse las, bei der er als Symbol für die Geburt Christi wohl erstmals wieder ein Stall mit Holzfiguren aufbaute.
Blütezeit der Krippen war das Barock. Die Jesuiten wollten nach der Reformation den Glauben wieder veranschaulichen und so bauten sie gewaltige und wertvolle Krippen.
Der Funken sprang bald auf die Städte über, und schließlich wollte jede Gemeinde eine eigene Krippe.
Um 1800 kam es mancherorts zu einem Verbot der Krippen, was aber nur dazu führte, daß die Krippen verstärkt Einzug in die Häuser fanden.
Die Vielfalt der Weihnachtskrippen ist beinahe grenzenlos:
Die Hirten in bayerischen Krippen tragen die üblichen Trachten. In Japan bringen statt Königen Samurais die Geschenke. Bei den Eskimos liegt das Jesuskind auf einem Schlitten, und in Afrika ist das Christkind schwarz. Die Kolumbianer lieben es bunt. Die Holzfiguren leuchten in wunderbaren Farben. Doch auch in Europa findet sich eine wahre Krippenvielfalt. Die Andalusier flechten eine Graskrippe aus Palmwedeln. Für die Figuren wird Hanf verknotet. Bei den Krippen aus Neapel sind Stall und umgebende Gehöfte Ruinen. Die Krippenschnitzer der französischen Provence verwenden Baumrinde und Torfballen. Auf Korsika liegen in der Krippe getrocknete Meeresalgen. Aus Thüringen stammt eine Glasbläser-Krippe.
Zum 14. Kalendertürchen
Seit 1996 wird im schönsten Renaissance-Hof von Graz, dem Landhaushof, nach Idee und Plan von Gert J. Hödl mit seinem internationalen Eisschnitzer-Team eine weltweit einzigartige Weihnachtskrippe aus klarem Eis errichtet. Mittlerweile gilt sie als Klassiker des Grazer Advents, der jedes Jahr mit Spannung erwartet wird.
Diese „Eiskrippe“ mit lebensgrossen Figuren und der gewaltigen Eiskonstruktion aus rund 50 Tonnen kristallklarem Eis hat sich binnen weniger Jahre zum absoluten Publikumshit für den Advent in Graz entwickelt und ist zweifellos auch in diesem Jahr wieder ein einzigartiges und vergängliches Kunstwerk.
Öffnungszeiten: 29.11. – 31.12.2025, von 08.00 bis 21.00

Eiskrippe 2006, Foto © Bernhard Pfeifer, Graz
Bis 2011 hatte ich von dieser Krippe noch nichts gehört, aber dann machte mich Karin aufmerksam, die schon einige Jahre hier mitliest. Ich fing an, gute Fotos zu suchen, aber entweder darf man sie nicht verwenden oder war die Krippe schon arg angetaut…
Aber dann fand ich Bilder, die gefielen, fand auch eine Mailadresse zum Fotografen und bedanke mich jetzt bei Bernhard Pfeifer. Ich hoffe, er verzeiht meine Nachbearbeitung…

Mit den Mengenangaben bekommt man ca. 1-1,2 l fertiges Eis, das sollte ausreichen für 6-8 Personen mit Normalappetit.
| Einkaufsliste:
250 ml Milch
4 El Zucker
1 El Nuß-Nougat-Creme *!!!
1 El Zimt (gestrichen)
15 g Lebkuchengewürz
2 Pkg Sahne
1 Pkg Vanillezucker
3-4 El Honig
1 Fl Rum-Aroma
Mandeln (gehackt) und/oder Kokosflocken
Orangeat/Zitronat (vorher kleinhäckseln)
Rosinen/Sultaninen (kleinhäckseln)
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Milch zusammen mit Zucker und Nuß-Nougat-Creme in einem Topf auf mittlerer Stufe unter ständigem Rühren erhitzen, bis sich die Nuß-Nougat-Creme vollständig aufgelöst hat.
Anschließend gibt man Zimt und Lebkuchengewürz dazu und erhitzt noch mal kurz bis zum sieden. Dann nimmt man den Topf vom Herd und läßt die Milch abkühlen.
Die Sahne wird mit Vanillezucker versetzt und steif geschlagen.
Die abgekühlte Lebkuchen-Nougat-Milch wird jetzt unter ständigem Rühren langsam zur Sahne gegeben. In diese Masse gibt man dann Honig und Rum-Aroma. Wer will kann auch noch die weiteren Zutaten zugeben.
Diese ganze Masse wird dann in eine Eismaschine gefüllt und langsam zu einer cremig-festen Eismasse gefroren.
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Die Masse braucht zum Gefrieren deutlich länger als die üblichen Eismassen: (ca. 1 Stunde/normal 15-25 min).
Als Nuß-Nougat-Creme sollte kein N*tella verwendet werden, da nach der Zugabe beim Erwärmen die Milch geronnen ist. Anstelle von Rum-Aroma das Zeug von Sch*ARtau verwenden (wird mit echtem Rum hergestellt – besseres Aroma).
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Zum 13. Kalendertürchen

Der Name ‚Lucia‘ ist christlichen Ursprungs und kommt aus dem Lateinischen (lux = Licht, schwedisch: ‚Ijus‘). Über die Herkunft des Luciafestes gibt es viele Vermutungen. Mal wird Lucia als Heilige, mal als Teufel dargestellt; letzteres wohl bedingt durch die mögliche Ableitung des Namens Lucia von Luzifer. Der Grund, warum man Lucia am 13. Dezember feiert, ist kompliziert.
Eine der gängigen Versionen über Lucias Herkunft ist die Legende einer christlichen Jungfrau, die ihrer wunderschönen Augen wegen bekannt war. Als sich ein heidnischer Prinz in sie verliebte, opferte sie ihre Augen, um ihn um Christentum zu bekehren. Der von dieser Tat gerührte Prinz nahm den christlichen Glauben an. Gott soll Lucia daraufhin neue Augen geschenkt haben, die noch viel schöner waren, und so wurde Lucia zur Heiligen, die noch heute als Beschützerin der Augen angebetet wird.
Schenkt man einer anderen Geschichte Glauben, erhielt der 13. Dezember den Namen Lucia nach der jungen Lucia von Syrakus, die Anfang des 3. Jh. an diesem Tag ihres christlichen Glaubens wegen hingerichtet und hundert Jahre später heilig gesprochen wurde. Die der heutigen Tradition nahestehende Legende erzählt von einer mutigen Christin, die vor fünfhundert Jahren mit einer Lichterkrone die dunkle Dezembernacht erhellte. Sie brachte bei Nacht Essen zu ihren Glaubensgenossen, die in Katakomben Schutz vor ihren Verfolgern gesucht haben. Um beide Hände zum Tragen ihrer Last frei zu haben, setzte sich Lucia einen Lichterkranz auf ihr Haupt. Wie und wann die Lucialegende in den Norden kam, weiß man nicht. Anfangs spielte Lucia nur eine kleine Statistenrolle in der Vorweihnachtszeit.
Wenn über Wege tief beschneit
Der Schlitten lustig rennt,
Im Spätjahr in der Dämmerzeit,
Die Wochen im Advent,
Wenn aus dem Schnee das junge Reh
Sich Kräuter sucht und Moose,
Blüht unverdorrt im Frost noch fort
Die weiße Weihnachtsrose.
Kein Blümchen sonst auf weiter Flur;
In ihrem Dornenkleid
Nur sie, die niedre Distel nur
Trotzt allem Winterleid;
Das macht, sie will erwarten still,
Bis sich die Sonne wendet,
Damit sie weiß, daß Schnee und Eis
Auch diesmal wieder endet.
Doch ist’s geschehn, nimmt fühlbar kaum
Der Nächte Dunkel ab,
Dann sinkt mit einem Hoffnungstraum
Auch sie zurück ins Grab.
Nun schläft sie gern, sie hat von fern
Des Frühlings Gruß vernommen,
Und o wie bald wird glanzumwallt
Er sie zu wecken kommen!
Herrmann von Lingg (1820 – 1905)

Christrose
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Zum 13. Kalendertürchen
Die Lussekatt (Plural lussekatter „Luciakatzen“), auch saffranskuse oder julkuse genannt, ist ein traditionelles schwedisches Gebäck, welches von seiner typischsten Zutat die deutlich safrangelbe Färbung erhält. Lussekatter werden traditionell zum Luciafest gebacken, das in Schweden ein wichtiger vorweihnachtlicher Feiertag ist und am 13. Dezember gefeiert wird.

Findus als LuciaKatzeLuciaKatze
Zutaten für schwedisches Safrangebäck
150 g Butter
3 Päckchen Safran (Tipp: am besten aus Schweden mitbringen – viel preiswerter)
50 ml Milch
ein halber Teelöffel Salz
125 g Zucker
50 g Hefe
850 g Mehl
eine halbe Tasse gewaschene Rosinen
eine halbe Tasse gehackte Mandeln (nach Belieben)
Zubereitung
Die Butter langsam zerlassen. Dann die Milch leicht erwärmen. Die 3 Päckchen Safran und 1 Prise Zucker in einem kleinen Teil der erwärmten Milch auflösen. In eine Rührschüssel gibt man die zerkleinerte Hefe; die erwärmte Milch unter Rühren zugeben bis die Hefe gelöst ist. Nun zerlassene Butter sowie die zuvor hergestellte Safranlösung zugeben und gut verrühren. Danach wird der Zucker und das Salz untergerührt.
Zum Schluss wird durchgesiebtes Mehl zugegeben. Den Teig gut durchkneten bis er Blasen wirft und sich vom Schüsselrand lösen lässt. Die Rosinen und nach Belieben die Mandeln einarbeiten. Den Teig zugedeckt eine 3⁄4 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen. Danach diesen gut durchkneten.
Nun lange Stangen rollen und zu einem „S“ formen. Je zwei „S“ kreuzweise aufeinander legen. Enden andrücken. In die Mulden Rosinen geben und mit geschlagenem Eigelb bepinseln. Auf ein gefettetes und mit Mehl bestäubtes Backblech legen. Bei 225-240 Grad ca. 7-10 Minuten backen.

Lussekatter – Formen
Fertig!
Jetzt muss man das Safrangebäck nur noch auf dem Backblech abkühlen lassen. Dazu trinkt man Kaffee oder Glögg.
Lussekatter gibt es in vielen verschiedenen Formen. Bei der traditionellen und gewöhnlichsten Form, julgalten genannt, wird der Teigstrang an den Enden in entgegengesetzter Richtung aufgerollt, so dass er einem „S“ ähnelt. Dann wird in die Mitte jeder Schnecke eine Rosine gesetzt – so wie im Bild oben zu sehen.
Wenn zwei derart geformte lussekatter nebeneinander gelegt werden, nennt man sie julvagn („Weihnachtswagen“); in Kreuzform arrangierte lussekatter heißen julkors („Weihnachtskreuz“).
Andere Formen werden lindebarn, kyrkporten, prästens hår oder såkaka genannt.
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Zum 12. Kalendertürchen

von Christian Morgenstern (1871-1914)
Ein Seufzer lief Schlittschuh auf nächtlichem Eis
und träumte von Liebe und Freude.
Es war an dem Stadtwall, und schneeweiß
glänzten die Stadtwallgebäude.
Der Seufzer dacht an ein Maidelein
und blieb erglühend stehen.
Da schmolz die Eisbahn unter ihm ein –
und er sank – und ward nimmer gesehen.

Outdoor ice skating in Austria – Kafubra CC @ Presseggersee 28.12.2003

Die Legende erzählt die Geschichte der kleinen Pepita, ein armes Mädchen aus Mexiko.
Pepita hatte kein Geschenk am Heiligen Abend fürs Jesuskind, welches in der Krippe der Kapelle lag. Pepita und ihr Cousin Pedro liefen langsam zur Kapelle. Pepitas Herz war mit Trauer gefüllt.
‚Ich bin sicher Pepita, dass das bescheidenste Geschenk von Ihm mit Freude in Empfang genommen wird, solange es aus Liebe geschenkt wird‘ sagte Pedro tröstend.
Ratlos kniete Pepita ins Gras neben dem Weg und fing an ein paar Gräser zu pflücken und machte daraus einen kleinen Blumenstrauss. Als ihr fertiges Werk betrachtete, war sie verlegen über das einfache Geschenk. Es rannen ihr ein paar Tränen übers Gesicht, als sie die Dorfkapelle betrat.
Als sie in die Nähe des Altars trat, hat sie sich an Pedros tröstende Worte erinnert: ‚Das bescheidenste Geschenk wird von Ihm mit Freude in Empfang genommen, solange es aus Liebe geschenkt wird.‘ Sie fing an sich besser zu fühlen, als sie die Blumen zur Krippe hin legte.
Doch plötzlich wurde aus den Gräsern ein Strauss voll mit roten Blüten. Jeder, der die roten Blumen sah, glaubte, dass ein Wunder geschah vor seinen Augen.
Von jenem Tag an nannte man die kräftig roten Blumen Flores de Noche Buena, oder Blumen der Heiligen Nacht, da sie jedes Jahr zur Weihnachtszeit blühten.

Pepita und der Weihnachtsstern, Bild KI-generiert