Archive for the ‘Dies und Das’ Category

Heilig Abend 2025

Mittwoch, Dezember 24th, 2025

Zum 24. Kalendertürchen

*
Bäume leuchtend, Bäume blendend,
Überall das Süße spendend,
In dem Glanze sich bewegend,
Alt und junges Herz erregend –
Solch ein Fest ist uns bescheret,
Mancher Gaben Schmuck verehret;
Staunend schaun wir auf und nieder,
Hin und her und immer wieder.

Johann Wolfgang von Goethe

Ich wünsche ein friedliches Weihnachtsfest

Frohes Fest – Bild von Free-Photos auf Pixabay

Montag, Dezember 22nd, 2025

Zum 22. Kalendertürchen

Die Symbolik der Weihnachtsbäume

Immergrüne Tanne: Symbolisiert Fruchtbarkeit und Unsterblichkeit, bis heute gilt grün als die Farbe der Hoffnung – im ursprünglichen Kontext die Hoffnung auf das Wiedererwachen der Natur im Frühjahr und auf die Wiederkehr der Lebenszyklen (vgl. den Text von ‚O Tannenbaum‘).
Um Fruchtbarkeit und Hoffnung geht es auch in der weihnachtlich-christlichen Mythologie: Die Geburt Christi symbolisiert den Beginn eines neuen Lebenszyklusses (vgl. den Text von ‚Es ist ein Ros entsprungen‘) und gleichzeitig die Hoffnung auf Erlösung durch den Retter Jesu.

Grüner Zweig: Lebensrute, Glücks- und Segenbringer, auch als Geschenkbeigabe verwendet. Wir finden diese Bedeutung heute noch in der Redewendung ‚Auf (k)einen grünen Zweig kommen‘ = (Kein) Glück haben.
Die Abwehr von Bösem ist eine weitere Funktion des grünen Zweiges, wobei schwer zu sagen ist, ob der Abwehrgedanke ursprünglich ist oder schon auf christlicher Umdeutung beruht. Dennoch sind die beiden Seiten, Segen und dadurch Abwehr, untrennbar miteinander verbunden.

Nüsse sind verschlossen und schwer zu knacken, christmas20.gifsie sind Sinnbilder für Gottes Ratschluss – im Inneren wohnt das Dunkle, Rätselhafte; vergoldet sind sie strahlend und wirken lebendig. Wir verbinden mit ihnen Gedanken an Natur, Herbst und Fruchtbarkeit.

Geschenke: Kleine Päckchen hängen von alters her am Baum. Sie erinnern an die Gaben der Heiligen Drei Könige für das Kind, symbolisieren Nächstenliebe und Hingabe. Die Christen erinnert das Schenken zudem daran, dass die Geburt des Gottessohnes das grösste denkbare Geschenk ist. Daran möchten sie andere symbolisch teilhaben lassen. Die Geschenktradition ist aber nicht auf den christlichen Raum beschränkt. In die Zeit, in der wir heute Weihnachten feiern, fielen früher die römischen Saturnalien, ein Fest, bei dem Beamte und Sklaven mit Geschenken bedacht wurden., Auch die Wikinger bedachten im Mittwinter während der grossen Fruchtbarkeitsfeiern, ihre Gefolgsleute für treue Dienste mit Geschenken.

Ähnlich wie Nüsse sind auch die Tannenzapfen ein Fruchtbarkeitszeichen. Gleichzeitig stehen sie für Jungfräulichkeit und damit auch für die Jungfrau Maria. Manchmal sehen sie aber eher wie Eiszapfen aus und symbolisieren so den Winter.

Der Symbolgehalt von Vögeln wird unterschiedlich interpretiert. Es kommt darauf an, um welche Art es sich handelt: Störche sind Frühlingsboten, Glücks- und Kinderbringer. Käfigvögel symbolisieren Häuslichkeit, Tauben sind Friedensvögel und stehen für Vergeistigung. Eulen gelten als Zaubertiere und Symbole für Weisheit. Radschlagende Pfauen sagt man alle erdenklichen Zauberkräfte nach, ihr schillerndes Gefieder erinnert an die Pracht des Nachthimmels.

Aus Posaunen, den Instrumenten der Engel, wurden Trompeten für den Weihnachtsbaum. Da früher die Nachrichten auf dem Marktplatz verlesen wurden, nachdem die Boten die Menschen mit Trompetensignalen gerufen hatten, signalisieren sie auch gute Neuigkeiten. Ausserdem erinnern sie an den alten Brauch, böse Geister mit Getöse auszutreiben.

Sterne versinnbildlichen den Wissensschatz der Astrologie. Sie prangen am Baum als Symbole der Hoffnung auf ein gütiges Schicksal. Strohsterne erinnern daran, dass das Christkind auf Stroh in der Krippe lag. Der Stern auf der Spitze lässt an das Sternenwunder von Bethlehem denken.

Früher wussten die Menschen nur zu gut, wie wichtig Engel sind. Ohne die himmlischen Dienstgeister, das war den Erdbewohnern klar, lief fast nichts in dieser Welt. Engel hielten das Universum im Gang. Fast alle Religionen kennen Engel, die zwischen göttlicher und menschlicher Sphäre vermitteln. An Weihnachten bevölkern goldene und silberne Flügelwesen die Bäume; manche ähneln Feen, andere wirken ernst und mächtig. Sehr häufig thront ein Engel an der Spitze des Christbaums, denn Engel verkündigen nach der Bibel die Geburt des Heilands.

Glocken läuten zur Heiligen Nacht und begrüssen das Neue Jahr. Die erste Kirchenglocke hat in Europa wohl im sechsten Jahrhundert in Italien geläutet. Glocken rufen, jubeln und erinnern. Da sie vor Gefahren warnen, sind Glocken am Weihnachtsbaum auch als Unglücksverhüter gedacht. Am Heiligabend verkünden sie eine frohe Botschaft: Kommt zum Fest! Kommt zur Bescherung!

(Kerzen-) Licht: Nachfolger der in den Mittwinternächten brennenden Kerze, die mit der allgemeinen Festbeleuchtung des christlichen Weihnachtsfestes verschmolz. Nach vorchristlichem Glauben sollte die Kerze den Verstorbenen helfen, in den Mittwinternächten den Weg nach Hause zurück zu finden. Auch wurde die Überwindung der dunkelsten Jahreszeit durch die Wintersonnenwende mit brennenden Feuern gefeiert:
Damit wurde die Wiederkehr der Sonne beschwört, deren wärmendes Licht ein Sinnbild des Lebens darstellt und für alle Lebensprozesse auf der Erde notwendig ist. Im Christentum symbolisiert Christus das Licht, die Hoffnung auf ein Ende der Finsternis bzw. stellt selbst das Licht in der Finstemis dar.

Die Wintersonnenwende und…

Sonntag, Dezember 21st, 2025

Zum 21. Kalendertürchen

die griechische Mythologie
Helios, der Sonnengott, fährt täglich mit dem Sonnenwagen über den Himmel, wo er alles sehen kann, was auf Erden geschieht. Nachts kehrt er in einer goldenen Schale vom fernen Westen an den Ostrand der Welt zurück. Als „Sol invictus“ (unbesiegte Sonne) wurde der Gott seit dem 3. Jht.n.Chr. im röm. Reich als dessen höchster Beschützer allgemein verehrt. Die Wintersonnenwende wurde besonders gefeiert, weil sie die zu erwartende Wiedergeburt der Natur und die Aussicht auf neues Leben ankündigte.

die römischen Saturnalien
Im heidnischen Rom dauerte das große Winterfest vom 17. Dezember bis zum Neujahrstag und wurde zu Ehren von Saturn, dem Gott des Ackerbaus, begangen. Allmählich wurde diese Feierlichkeit zur Rechtfertigung für zügellose Lustbarkeiten und Festgelage. Im 2. Jht. beschrieb der Dichter Lukian die Saturnalien als eine Zeit zum „Trinken und Betrunkensein, Lärmen, Spielen und Tanzen, der Ernennung von Königen und Bewirtung der Sklaven“. Freunde und Kinder wurden beschenkt; beliebt waren Glücksbringer, Honig, Kuchen und Gold. Die Häuser wurden mit Efeu, Stechpalmen- und Mistelzweigen geschmückt und jegliche Arbeit wurde verboten.

Wintersonnenwende-Szene

Wintersonnenwende-Szene

Hayden (Wicca) und das Julfest
Heute, am Julfest (auch Yule), dem Tag der Wintersonnwende feiert man den Tod des alten und die Geburt des neuen Jahres. Nach dem kürzesten Tag des Jahres wird die Kraft der Sonne wieder stärker, die Tage werden länger. Aus dem Julfest ist das Weihnachtsfest hervorgegangen. Die Übernahme des Gedanken der Geburt Jesu als Erlöser der Christen spiegelt die Geburt des neuen Jahres als Erlösung aus dem alten Jahr wider. Das Entzünden von Kerzen, die das Licht herbeiholen sollen, die Kerzenkronen der Mädchen am Lucia-Fest, die Kerzen am Weihnachtsbaum und dieser selbst stammen noch von den alten Riten her.
In Skandinavien verschenkt man Julböcke aus geflochtenem Stroh oder bäckt sie. Sie sind ein Sinnbild für den Gehörnten Gott, der heute aus dem Schoß der Göttin wiedergeboren wird.

Die christliche Komponente
Die christliche Kirche hatte mit ihren Zeremonien beträchtliche Schwierigkeiten, gegen diese ausschweifenden Feste und den Mithras-Kult anzukommen. Deshalb ergriff sie eine geschickte Maßnahme: Das Fest der Geburt Christi wurde auf den 25. Dezember festgelegt, da die Sonnenwende, die an diesem Tag gefeiert wurde, das größte Fest des mithraischen Jahres war (Mithras = Sol, Helios). Damit wollte man den Übergang von heidnischem Brauchtum zum christlichen Glauben erleichtern. Die Kirche in Rom entschied, es bei dem gewohnten, ausgelassenen Feiern zu belassen.

Weihnachten im Mittelalter:
In Nord- und Westeuropa entstand durch die Übernahme der diversen Mittwintertraditionen eine Vielfalt von weihnachtlichen Bräuchen. Die Feste waren noch immer geprägt von ausschweifendem Feiern. Die Aufführung von Theater- und Stegreifspielen war üblich und beliebt, wenn auch die Kirche zunächst dagegen angehen wollte. Später versuchte sie, ihnen Stücke entgegenzusetzen, die die Geburt des Heilands zum Thema hatten.
Weihnachten wurde in Europa eine der wenigen Gelegenheiten, wo sich die Fürsten miteinander trafen. Christliche Könige ließen sich an diesem Tag krönen. Dies war wiederum Anlass zu vergnüglichen Festen, die im allgemeinen von einer unglaublichen Verschwendungssucht geprägt waren.

Under the Mistletoe

Donnerstag, Dezember 18th, 2025

Zum 18. Kalendertürchen

Die Mistel ist definitiv kein typischer Strauch – es ist ein Parasit, der lebende Bäume angreift. Technisch gesehen sind Misteln (es gibt weltweit über 1.000 Arten) tatsächlich Hemiparasiten.mistletoe Das heißt, sie gewinnen einen Teil ihrer Energie durch Photosynthese und der Rest wird aus anderen Pflanzen gewonnen.
Die Pflanze schickt ihre winzigen Wurzeln in die Rinde ihres Wirts, wo sie Wasser und Nährstoffe absaugt und den Baum langsam schwächt. Ein ausgewachsener Baum kann eine kleine Menge Mistel problemlos aushalten, aber wenn die Misteln sich stark ausbreiten, stirbt der Baum schließlich Stück für Stück.

Oftmals werden in der Weihnachtszeit Mistelzweige über Türen aufgehängt. Traf ein Junggeselle seine Angebetete unter diesem Mistelzweig, so durfte er sie ohne zu fragen küssen… und hoffen.
Das Küssen unter Misteln zur Weihnachtszeit soll im 18. Jahrhundert eine ziemlich verbreitete Tradition gewesen sein, obwohl der erste eindeutige historische Hinweis aus dem Jahr 1820 stammt. Washington Irving, Autor von ‚Sleepy Hollow‘ und ‚The Headless Horseman‘, schrieb über die Pflanze:

Der Mistelzweig mit seinen weißen Beeren hing an der unmittelbaren Gefahr aller hübschen Hausmädchen.

Die Engländer nannten die weißen Früchte „Kusskugeln“; in manchen Gegenden wurde der Mistelzweig 12 Nächte nach Weihnachten verbrannt, damit sich der Heiratswunsch der geküssten Jungen und Mädchen auch erfüllen konnte. Dieser wie auch der Brauch, die Mistel überhaupt als Weihnachtsdekoration zu benutzen, ist auch heute noch verbreitet.
Wer mit einem hübschen Mädchen oder einem netten jungen Mann unter dem Zweig mit den weißen Beeren steht, muss freilich die Spielregeln streng beachten: Nach dem Küssen einer Dame „under the mistletoe“ muss eine Beere gepflückt werden; ist die letzte Beere geerntet, wird auch nicht mehr geküsst.
In der englischen Grafschaft Staffordshire würde man keinen Bisssen vom Weihnachtspudding genießen, wenn die darunter brennenden Flammen nicht von Mistelzweigen genährt wären.

Mince Pies

Donnerstag, Dezember 18th, 2025

Zum 18. Kalendertürchen

Mince Pies

Mince Pies gelten als ein Leibgericht des Weihnachtsmannes. Ein oder zwei Mince Pies werden traditionell am Heiligen Abend vor den Kamin gestellt, gemeinsam mit einem Glas Sherry, Brandy oder Milch und einer Karotte für die Rentiere, um sich für die mit Geschenken gefüllten Strümpfe zu bedanken.

Mince Pies sind kleine Gebäckstücke gefüllt mit einer Fruchtmischung. Sie können sowohl aus Mürbeteig als auch aus Blätterteig bestehen. In der Regel sind sie mit Teig gedeckt. Die englischen Mince Pies haben einen Durchmesser von 5 bis 7 Zentimetern, in den USA sind sie meist deutlich größer (bis zu 25 Zentimeter). Der Name leitet sich von der Füllung ab, die als Mincemeat (wörtlich: gehacktes Fleisch) bezeichnet wird, obwohl sie kein Fleisch enthält.

Home made mincemeat.

Foto: Stuart Caie, flickr

Ein typischer Mince Pie ist mit getrockneten Früchten wie Rosinen, Korinthen, Aprikosen, Kirschen und kandierten Früchten gefüllt, außerdem mit gehackten Nüssen wie Walnüssen sowie Mandeln. Gewürzt wird die Mischung mit Zimt oder Muskatnuss. Oft enthält sie etwas Alkohol, üblicherweise Brandy oder Rum. Als Fett dient traditionell Rindernierentalg. Der fertige Mince Pie wird mit Zuckerguss oder Puderzucker garniert. Noch warm serviert man ihn mit Brandy Butter.

Mince Pies gehen auf ein mittelalterliches Gebäck namens Chewette zurück. Chewettes wurden entweder gebacken oder gebraten und waren gefüllt mit Leber oder Fleischstücken vermischt mit gekochten Eiern und Ingwer. Als Variante füllte man die Chewettes mit getrockneten Früchten und anderen süßen Zutaten. Im 16. Jahrhundert entwickelten sie sich zu einer Weihnachtspezialität. Während des 17. Jahrhunderts wurde die Leber und das Fleisch immer öfter durch Nierenfett ersetzt, seit dem 19. Jahrhundert hat sich die süße Form in Großbritannien und Nordamerika weitgehend als typischer Mince Pie durchgesetzt. Seit dem 19. Jahrhundert sind Mince Pies mit Fleisch nicht mehr üblich.

rezept
Für die Füllung die folgenden Zutaten eine Woche lang einlegen und dabei ein Mal täglich umrühren:

  • je 70 g Rosinen und getrocknete, zerkleinerte Feige
  • je 30g brauner Zucker, Orangeat, Korinthen und gehackte Mandeln

  • 1 Schale einer unbehandelten Orange
  • je 1 TL Zimt, Muskat, Nelkenpulver
  • 100 ml Brandy

Für den Teig:

  • 160 g Mehl
  • 50 g Butter
  • 2 Eier (etwas verquirltes Ei beiseite stellen)
  • 4 TL Wasser
  • 2 MSP Salz

Verkneten und eine Stunde kühl stellen.
Dann wird der Teig auf wenig Mehl 2 mm dick ausgewalzt und 9 Kreise von 9 cm (als Boden) und 9 Kreise von 6 cm Durchmesser (als Deckel) ausgestochen. Die Füllung wird auf die Böden verteilt, der Deckel aufgelegt und mit dem überstehenden, mit etwas Ei bestrichenen Boden verklebt.
Bei ca. 200 °C 25 Min. backen, leicht abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.Mince Pies, Petr Kratochvil

Jetzt fehlt nur noch eine Brandy-Creme:

  • 125 g Frischkäse
  • 2 cl Brandy
  • 100 g Puderzucker
  • Vanillearoma nach Geschmack

Have a very british christmas time 🙂

Rezept – Dresdner Christstollen

Freitag, Dezember 12th, 2025

Zum 12. Kalendertürchen

Eine der bekanntesten sächsischen Spezialitäten ist der Dresdner Christstollen. Ursprünglich hieß die Köstlichkeit ‘Hefestriezel’ und gab Deutschlands ältestem Weihnachtsmarkt seinen Namen – dem Striezelmarkt.
Als ‘Striezel’ bezeichnete man im mittelhochdeutschen Wortschatz ein Hefegebäck in länglicher, teils auch geflochtener Form, welche wahrscheinlich an das in Windeln gewickelte Kind der christlichen Weihnachtsgeschichte erinnern sollte.

Wir backen Dresdner Christstollen
Dresdner Christstollen

Dresdner Christstollen

Zutaten:

  • 2,5 kg Weizenmehl,
  • 300g Hefe oder 6 Päckchen Trockenhefe, 3/4l Milch,
  • 200g Zucker, 4 Päckchen Vanillinzucker,
  • abgeriebene Schale von 1-2 Zitronen, 35g Salz,
  • 100-200g Schweinefett, 1 kg Butterschmalz,
  • 200g Zitronat, 100g Orangeat,
  • 80g bittere Mandeln oder entspr. Menge Bittermandelaroma, 400g süße Mandeln gehackt und gemahlen, 1,5 kg Sultaninen, 250g Korinthen, Rum oder Weinbrand, Butter, Zucker, Puderzucker.

Zubereitung:

  • Am Abend vor der Teigbereitung die Zutaten in einen warmen Raum stellen und die vorbereiteten Sultaninen und Korinthe ordentlich mit Rum anfeuchten. Vorher kosten ob der Rum gut ist! Am nächsten Tag in das gesiebte (oder auch nicht gesiebte) Mehl eine Vertiefung drücken und darin die mit etwas handwarmer Milch verrührte Hefe zu einem mittelfesten Vorteig (Hefestück) verarbeiten.
  • Nach dem Aufgehen Zucker, Gewürze, Fett, Butterschmalz, geraspeltes Zitronat zerkleinerte Mandeln sowie warme Milch nach Bedarf unterwirken, erst dann Sultaninen, und Korinthe zugeben.
  • Den gründlich durchgearbeiteten Teig warm aber nicht zu nahe an den Ofen stellen, damit das Fett nicht austreten kann. Nach mindestens zweistündigem Gehen den Teig zusammenstoßen, nochmals kurz durcharbeiten und in 1 oder 1,5 Kilo schwere Stücke aufteilen. Die Teigstücke brotähnlich formen und längs jeweils 1cm tief einschneiden.
  • Den geformten Teig ohne weiteres Gehenlassen bei guter Mittelhitze etwa 60 Minuten backen. Danach können Sie die Stollen abkühlen lassen oder buttern und zuckern – am besten in folgender Reihenfolge: Butter, feiner klarer Zucker, Butter, Puderzucker.

 

stollenbaecker

Foto: mal wieder Ulrich van Stipriaan – Vielen Dank 🙂

Schöne Bescherung

Donnerstag, Dezember 11th, 2025

Zum 11. Kalendertürchen

„250 Lichtergirlanden, 100 einzelne Glühbirnchen pro Girlande. Das macht insgesamt 25.000 importierte italienische Glühlichter!“

Seit 35 Jahren gehört der Film „Schöne Bescherung“ schon zu Weihnachten.
1989 wurde der Film, der im Original „National Lampoon’s Christmas Vacation“ heißt, in den USA gedreht und war schon damals ein voller Erfolg.
Auch für viele Deutsche darf die Chaos-Familie Griswold in der Vorweihnachtszeit ebenso wenig fehlen wie die Schnee am Weihnachtstag – das Letztere klappt allerdings eher selten.

Sicher ist, dass die Griswolds auch in diesem Jahr über die Mattscheibe. flimmern – mit der gigantischer Lichterkette am Haus, die ein Atomkraftwerk in die Knie zwingt, Clarks Schlittenfahrt auf einer Metallplatte und dem Eichhörnchen, das plötzlich aus dem riesigen Christbaum springt. Am Ende wird es doch noch das wunderbare Weihnachtsfest mit der ganzen Familie – und selbstverständlich mit Eggnog.

Rezept

Mittwoch, Dezember 10th, 2025

Zum 10. Kalendertürchen

Wir backen Christmas Bread
Einkaufsliste:

  • 15g Trockenhefe
  • 400ml Wasser
  • 2 TL Salz
  • 500g Vollkornmehl
  • 1 Tasse Puderzucker
  • ½ Tasse gemischte kandierte Früchte
  • 4 EL Milch
  • ½ Tasse gehackte Wallnüsse
  • 1/8 EL Kardamompulver
  • ¼ Tasse Hackfleisch

christmasbread01.jpg
American Christmas Bread

Und so wirds gemacht

  • Zuerst wird die Hefe in einer kleinen Schüssel mit 3 EL Wasser aufgelöst. In dem restlichen Wasser wird das Salz aufgelöst. Das Mehl wird in eine große Schüssel gesiebt und in eine Vertiefung in der Mitte wird der Hefeansatz gegeben. Anschließend wird das Salzwasser zugegeben und mit den Händen alles gut durchgeknetet. Dies sollte dann für ca. 10 Minuten auf einer bemehlten Arbeitsfläche fortgesetzt werden.
  • Nun formt man aus dem Teig einen großen Kloß, legt ihn in eine leicht gefettete Schüssel, deckt diese mit Folie ab und lässt alles für etwa 90 Minuten an einem warmen Ort gehen. Dabei sollte der Teig zur doppelten Größe aufgehen.
  • Anschließend wird er erneut auf einer bemehlten Fläche durchgeknetet. Nun werden die Früchte, die Nüsse und das Hackfleisch untergemischt und auf ca. 30 cm ausgerollt. Mit einem scharfen Messer wird der Teig in drei Stränge zerschnitten und aus diesen ein Zopf geformt und im vorgeheizten Backofen bei 220 °C ca. 30-35 Minuten gebacken.
  • Während das Brot abkühlt, werden Zucker, Milch und Kardamom vermischt. Dieser „Guss“ wird über das Brot gestrichen.