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Hidden Beauty – Krumme Weihnachtsbäume

Montag, Dezember 16th, 2019

Zum 16. Kalendertürchen

hiddenbeauty

Hidden Beauty

Krumm, kahl oder ungleichmäßig gewachsen:

In vielen Tannenbaumkulturen wird etwa jede vierte Tanne nie zum Weihnachtsbaum, weil sie nicht hübsch genug ist. Etwa 20 Quadratkilometer meist umzäunter Fläche (das sind ca. 3.000 Fußballfelder) dienen damit allein unserem Streben nach Perfektion. Die Bäume werden meist geschreddert. Eine sinnlose weihnachtliche Ressourcenverschwendung, meinen wir! Geschmückt ist schließlich jeder Baum schön.

Seit 2018 versucht Frederik von Paepcke nun, diese sehr individuellen Bäume über seinen Webshop ‚Better Foodprint‘ doch noch in ein weihnachtliches Zuhause zu vermitteln.

Ein paar Restexemplare sind auch jetzt noch zu haben und wachsen geduldig vor sich hin. Gefällt wird nur, was bereits verkauft wurde. Die Bäume kommen mit einen Baumzertifikat und alle tragen Namen, die zumindest mich sofort an ‚Schwiegertochter gesucht‘ erinnern.

Dosenbaum

Da braucht man viel Glühwein…

Wer also den ‚Erniedrigten Egon‘ oder die ‚Oligarchische Olivia‘ in seinem Wohnzimmer stehen haben möchte, der sollte sich beeilen.

www.better-foodprint.de/hidden-beauties

Bis 1,20 Höhe werden die Bäume verschickt wie sie sind – darüber wird der Versand schwierig, weil das Paket mit dem Baum dann Sperrgut wäre. Man kann aber auch XXL-Bäume von 2,20 bis 2,50 bestellen. Diese werden an passender Stelle zersägt – man bastelt sich die dann nach dem Ikea-Prinzip mit Dübeln wieder zusammen.

Rund 300 Bäume hat Frederik im Advent 2018 in die Wohnzimmer gebracht. Etwa die resistente Resi, die in einer Wohngemeinschaft in Gießen Aufnahme fand: „Jeder Baum ist geschmückt hübsch und sicherheitshalber kann man ihn sich schön trinken“, schrieben Mona, Sarah und Larissa voller Dankbarkeit und schickten ein Foto mit. Getränkedosen schmückten den Baum, bis das Pfand an die Jugendhilfe ging.

Dieses Jahr sollen fünf Mal so viele Tannen in den Verkauf. Frederik will bei der Auswahl strengere Maßstäbe anlegen: „Manchen war der Baum nicht hässlich genug.“

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Wer die Idee nett findet, aber doch nicht ganz so individuell sein möchte, der liest die Geschichte vom häss­lichs­ten Tan­nen­bäum­chen der Welt auf der Webseite von Tannenhof Schneiders. Sicherheitshalber verlinke ich diese nur (die Abmahnfalle grüßt) – und ganz sicher kann man da auch gerade gewachsene Weihnachtsbäume bewundern.