Posts Tagged ‘weihnachtshasser’

Ebenezer Scrooge war kein Einzelfall

Freitag, Dezember 13th, 2019

Zum 13. Kalendertürchen

»Fröhliche Weihnachten, Onkel! Gott segne Sie!«, rief da eine vergnügte Stimme. Sie gehörte Scrooges Neffen, der so plötzlich auf ihn zukam, dass er ihn in diesem Augenblick erst bemerkte.
»Pah!«, rief Scrooge. »Humbug!«
Vom schnellen Gehen in Nebel und Frost war diesem Neffen von Scrooge so warm geworden,dass er geradezu glühte; sein hübsches Gesicht war gerötet, seine Augen glänzten und sein Atem dampfte noch. »Weihnachten ein Humbug? Aber Onkel!«, erwiderte Scrooges Neffe. »Das meinen Sie doch gewiss nicht ernst?«
»Und ob«, sagte Scrooge. »Fröhliche Weihnachten! Welches Recht hast denn du, fröhlich zu sein? Und welchen Grund? Du bist doch wahrlich arm genug.«
»Na, hören Sie«, entgegnete der Neffe munter. »Welches Recht haben denn Sie, übel gelaunt zu sein? Und welchen Grund,missmutig? Sie sind doch wahrlich reich genug.«
Scrooge, der im Augenblick keine bessere Antwort parat hatte, sagte wieder »Pah!« und ließ noch ein »Humbug« folgen.
Charles Dickens, A Christmas Carol, 1843

scrooge1

Scrooge, der Weihnachtshasser

Es gibt sie überall, die Weihnachtshasser… und es gab sie immer schon. Die Geschichte kennt Zeiten, in denen Weihnachten unerwünscht war und zu denen man am liebsten verbieten wollte, dass die Menschen Weihnachten feiern.

  • Die reformierten Christen glaubten, das Weihnachtsfest entspringe heidnischem Brauch und sei mit der römischen Kirche verbunden und lehnten es daher grundsätzlich ab. Am 16. November 1550 beschloß der Genfer Stadtrat, die auf einen Wochentag fallenden Feiertage abzuschaffen. Das kommende Weihnachtsfest sollte am Sonntag nach Weihnachten gefeiert werden (also am 28. Dezember), worüber es zu schweren Konflikten kam.
  • John Knox, schottischer Reformator und Mitbegründer der Presbyterianischen Kirchen, verbot 1560 alle kirchlichen Feste, so auch das Weihnachtsfest in Schottland. Daran hielten man sich bis in das 20. Jahrhundert hinein.
  • Die Quäker des 17. Jahrhunderts lehnten Weihnachten als Feiertag ab und gingen wie auch sonst ihren Geschäften nach. Allerdings fehlen in deren Kalender auch alle anderen kirchlichen Feiertage wie Ostern oder das Erntedankfest.
  • Die Puritaner, eine dem Calvinismus nahestehende Reformationsbewegung, war gegen das Weihnachtsfest, denn es umfasste in jener Zeit neben dem Gottesdienst auch Gelage, Besäufnis, Tanz und Glückspiel. Geschenke kannte man damals übrigens noch nicht. Erst 1856 wurde Weihnachten in Massachusetts ein staatlicher Feiertag.
  • 1647 erließ das Parlament ein Verbot derartiger Feste und schloß die Kirchen an den Weihnachtstagen. Bisherige Festtage wurden zu gewöhnlichen Arbeitstagen erklärtDas führte zu Straßenkrawallen zwischen Befürwortern und Gegnern des Weihnachtsfestes. In Canterburry wurden gar Geschäfte geplündert und verwüstet. Privat feierten die Menschen das Weihnachtsfest auch auch weiterhin.
    Ab 1660, nach Bendigung der Herrschaft der Cromwells, wurde unter der Monarchie von Karl II das Festverbot nicht mehr angewendet.
  • Die Vereinigten Staaten blieben auch dann noch gespalten. In Regionen, wo reformierte Christen die Mehrheit bildeten (u.a. Neuengland und Pennsylvania) wurde bis ins 19 Jahrhundert das Weihnachtsfest nicht gefeiert. In anderen Regionen aber feierte man auf die altenglische Art.

Ultimative Tips für Lamettaliebhaber ;)

Dienstag, November 19th, 2013

1. Nach der Bescherung ist vor der Bescherung! Als echter Weihnachts-Fan solltest Du bereits am ersten verkaufsoffenen Tag nach der Geschenkübergabe mit dem Präsente-Kauf für das Fest im nächsten Jahr anfangen!

2. Stell „Jingle Bells“ als Klingelton mit voller Lautstärke auf deinem Handy ein und nimm Anrufe immer erst dann entgegen, wenn alle Strophen komplett gespielt wurden – das gilt auch und vor allem in öffentlichen Verkehrsmitteln!

3. Ernähre Dich das ganze Jahr über von Dominosteinen, Spekulatius, Stollen und Entenbraten! Vielleicht kannst Du ja einen Fernsehsender überzeugen, einen Dokumentarfilm über Dein Projekt zu drehen, der jedes Jahr zu Weihnachten wiederholt wird.

4. Um deinem Ernährungs-Projekt einen authentischen Rahmen zu verpassen, solltest Du außerdem in ein Lebkuchenhaus ziehen!

5. Begegnen Dir auf der Straße Eltern, die ihre Kinder für alt genug halten, um sie darüber aufzuklären, dass es Santa gar nicht gibt, beginne sofort, aus vollem Hals so lange „Lügner! Lügner! Lügner!“ zu schreien, bis ihre Kinder zu weinen anfangen und sie das Weite suchen!

6. Starte eine Petition zur Abschaffung von Ostern. Fordere, stattdessen „Weihnachten II“ zu feiern!

7. Schmücke nicht nur deinen eigenen Baum mit Lametta, sondern such Dir ein passendes Waldstück in Deiner Umgebung, das Du verzieren kannst. Alles, was Du dazu brauchst, sind einige Tonnen Lametta, einen Pilotenschein und ein Löschflugzeug. Dort, wo üblicherweise das Löschwasser transportiert wird, kommt nun einfach das Lametta rein – bereit zum Abwerfen.

8. Übernachte am Tag bevor im Supermarkt die Weihnachts-Fressalien aufgebaut werden vor dem Laden, um morgens als Erster reinzukommen und den gesamten Bestand aufzukaufen! Wozu das alles? Siehe Punkt 3!

9. Lass im Büro das ganze Jahr über stimmungsvolle Weihnachtsmusik laufen, die Kollegen werden Dich dafür lieben.

10. Überbrücke das jährliche Sommerloch, indem Dir kontinuierlich die Dialoge aller jemals gedrehten Weihnachtsfilme auswendig lernst! Im Anschluss kannst Du auch damit Arbeitskollegen und Freunde beglücken.

11. Sammle geistreiche Sprüche und Reime, die man den Nörgeleien von Weihnachts-Hassern entgegensetzen kann, und trage sie in einem Buch zusammen.

12. Lege ab sofort nur noch Deodorants mit Zimtnote auf! Verwende Duschgel und Waschmittel mit Zimtaroma! Trage Zimtlatschen! Kaue Zimtkaugummi! Der Zimt-Wunderbaum in deinem Auto sollte alle 2 Tage gegen einen neuen ausgetauscht werden, damit der Geruch sich dauerhaft in den Polstern festsetzt und auch nachfolgende Besitzer noch etwas davon haben (siehe dazu auch Punkt 15).

13. Lerne die Übersetzungen des Wortes „Weihnachten“ in allen Landessprachen und Dialekten der Welt auswendig und sage die komplette Liste mehrmals täglich auf!

14. Versieh jede Einkaufsliste mit der Überschrift „Wunschzettel“ und lege sie Freunden, Bekannten und Verwandten wortlos auf den Tisch. Mit diesem einfachen Trick lässt sich im Alltag viel Geld sparen, das Du dann wieder in Geschenke investieren kannst.

15. Verkaufe Dein Fahrrad und Dein Auto und leg Dir ein Rentier-Gespann zu!

16. Zu jeder Faschingsparty konsequent als Weihnachtsmann zu gehen, ist nicht genug! Trage ab sofort nur noch Kleidung in den Farben Rot und Weiß und lass Dir einen Rauschebart wachsen (Frauen lassen vom Schönheitschirurgen ihrer Wahl einfach auf eine Transplantation vornehmen)!

17. Finde heraus, wo der echte Weihnachtsmann wohnt und befreunde Dich mit ihm! Vielleicht kannst Du bei ihm in Lehre gehen und später einmal seine Nachfolge antreten.

Quelle der Ultimativen Weihnachtstips: hip-hop.de. Danke 🙂