In Holland ist es Brauch,

Zum 06. Kalendertürchen

dass Sinterklaas (der holländische Nikolaus) bereits Ende November mit dem Schiff anreist. Er trägt dort eine rote Bischofsmütze, eine Bischofsmantel, weiße Handschuhe, einen Bischofsring, einen Bischofsstab und einen langen, weißen Bart. Auf einem weißen Schimmel reitet er an Land und wird von finsteren Gesellen, den »Zwarte Piets« begleitet. Viele Menschen sind im Hafen, um ihn zu empfangen und die scharzen Peter werfen Lebkuchen in die Menge. In der Folgezeit beschenkt er jede Nacht die Kinder mit kleinen Dingen – nicht ohne auch Geschenke zu bekommen: Die Kinder stellen jede Nacht, bevor sie schlafen gehen, einen Eimer Wasser für das Pferd von Sinterklaas hin, dazu eine Mohrrübe und etwas Heu. Schließlich reitet Sinterklaas Nacht für Nacht über die Dächer… und da muß so ein Pferd auch fressen. Die Bescherung ist in Holland auch schon am Nikolausabend, allerdings beschenken sich die Leute untereinander. Es ist u.a. Brauch, etwa handgroße Schokoladenbuchstaben zu verschenken, es müssen die Anfangsbuchstaben der Vornamen der Beschenkten sein. Dann singt man gemeinsam Nikolauslieder und erzählt Geschichten und Legenden.

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Das schiff, woher kommt es?
Holländisches Nikolauslied

Das Schiff, woher kommt es? Von Spanien her!
An Bord ist Sankt Nik´laus. Wir warten schon sehr.
Er sitzt hoch zu Pferde, der heilige Mann.
Es wehen die Fahnen. Das Schiff, es legt an.

Er reitet an Land, würdig winkt er uns zu,
es scharen sich um ihn die Kinder im Nu.
Knallrot ist sein Mantel, sein Bart, der ist weiß,
und wie er uns ansieht, wird mir kalt und heiß.

Doch Pieter, sein Begleiter, der lacht.
Er hat einen riesigen Sack mitgebracht.
Was mag da wohl drin sein? Geschenke? Na klar!
Für den eine Rute, der unartig war?

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