Wie der Spekulatius entstand

Zum 06. Kalendertürchen

Dem Hausbesuch des heiligen Nikolaus beim Einkehrbrauch entspricht die bischöfliche Visitation, bei der sich der Bischof durch eigenen Augenschein von der pastoralen Verhältnissen in einer Gemeinde überzeugt. Der Bischof trittmodel.jpg dabei als »Spekulator« (lat. speculari = spähen, sehen, gewahr werden), Beobachter, auf und ist gleichzeitig Vorbild. Ein spezielles Gebildebrot, der Spekulatius, scheint seinen Namen deshalb zu haben, weil es meist den Bischof, der auch den Titel »Spekulator« trug, in repräsentativer Form, oft hoch zu Ross, wiedergab.
Eine andere Ableitung bezieht sich auf lat. speculum = Spiegel, wegen der spiegelbildlichen Darstellungen, die in den Backformen eingeschnitten sind.

Der Spekulatius ist ein Formgebäck aus dem holländisch-niederrheinischen Gebiet, welches es durch die Benutzung von Modeln, in die der Teig hineingepresst wird, entsteht. Dargestellt werden der Heilige, Szenen der Legende und regionale Motive.
Die Modeln aus Holz und Ton lassen sich bis in das 16. Jahrhundert zurückverfolgen. Die Herstellung war aufgrund der hohen Gewürzpreise bis nach dem zweiten Weltkrieg recht teuer und das Gebäck für die breite Bevölkerung nicht immer erschwinglich. Es hatte den Ruf einer exotischen und wertvollen Spezialität, wird aber seit Jahren auch zu St. Martin, im Advent und Weihnachten gereicht.

nach Informationen von nikolaus-von-myra.de

Ein Rezept für Spekulatius findet Ihr auf der heutigen Kalenderseite

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