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Rezept

Freitag, Dezember 14th, 2018

Zum 14. Kalendertürchen

Norwegische Weihnachtskekse

In Norwegen wird vor Weihnachten sehr viel gebacken. Am Duft exotischer Gewürze und an aromatischen Backdünsten ist zu erkennen, dass es weihnachtet. Ohne Pfefferkuchen, Schmalzkränzchen, Hörnchen und anderem Traditionsgebäck ist es eben nicht „Jul“. Sieben Sorten Kekse müssen es sein und die meisten Leute halten sich auch dran. Wer vor Weihnachten fleißig Plätzchen bäckt, dem bringt Julenisse sicher auch ein Geschenk. Zum Dank bekommt er norwegische Weihnachtskekse mit für seinen Heimweg.

Einkaufsliste:

  • 1 Tasse Zucker
  • 1 Tasse Butter
  • 1 Ei
  • ½ TL Vanilleauszug
  • ½ TL Mandelextrakt
  • 2 Tassen Mehl
  • ½ Tasse Walnüsse (gehackt)
  • farbiger Zucker (rot und grün)
  • Gebäck

    Und so wirds gemacht

  • Vermengen Sie die Butter mit dem Zucker. Geben Sie das Ei und die Vanille- und Mandelauszüge hinzu. Schlagen Sie alles durch. Geben Sie das Mehl und die Nüsse hinzu. Schlagen Sie den Teig bis er glatt wird.
  • Bedecken Sie die Schüssel und lassen Sie den Teig ca. 30 Min. im Kühlschrank ziehen.
  • Formen Sie kleine Bälle aus dem Teig. Geben Sie die Bällchen auf ein Backblech und bestreuen Sie sie mit dem farbigen Zucker.
  • Mit Eigelb bestreichen und buntem Streuzucker bestreuen.
  • Kekse bei 220 °C etwa 15 Minuten lang gebacken
  • Das Kätzchen auf Dovre

    Freitag, Dezember 14th, 2018

    Zum 14. Kalendertürchen

    Es war einmal ein Mann in Finnmarken, der hatte einen großen weißen Bären gefangen, den wollte er dem König von Dänemark bringen. Nun traf es sich so, dass er gerade am Weihnachtsabend zum Dovrefjeld kam, und da ging er in ein Haus, wo ein Mann namens Halvor wohnte, und den bat er um Nachtquartier für sich und seinen Bären. „Ach, Gott steh mir bei!“ sagte der Mann, „wie sollte ich wohl jemandem Nachtquartier geben können! Am Weihnachtsabend kommen hier immer so viele Trolle, dass ich mit den Meinen ausziehen muss und selber nicht einmal ein Dach über dem Kopf habe.“

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    Mein Bär kann hier hinter dem Ofen liegen…

    „Oh, ihr könnt mich deswegen doch beherbergen“, sagte der Mann, „denn mein Bär kann hier hinter dem Ofen liegen, und ich lege mich in den Bettverschlag.“ Halvor hatte nichts dagegen, zog aber selbst mit seinen Leuten aus, nachdem er zuvor gehörig für die Trolle hatte auftischen lassen: Die Tische waren besetzt mit Reisbrei, Stockfisch, Wurst und was sonst zu einem herrlichen Gastschmaus gehört.

    Bald darauf kamen die Trolle; einige waren groß, andere klein, einige hatten lange Schwänze, andere waren ohne Schwanz, und einige hatten ungeheuer lange Nasen, und alle aßen und tranken und waren guter Dinge. Da erblickte einer von den jungen Trollen den Bären, der hinter dem Ofen lag, steckte ein Stückchen Wurst an die Gabel und hielt es dem Bären vor die Nase. „Kätzchen, magst du auch Wurst?“ sagte er. Da fuhr der Bär auf, fing fürchterlich an zu brummen und jagte sie alle, groß und klein, aus dem Hause.

    Im Jahr darauf war Halvor eines Nachmittags so gegen Weihnachten im Walde und schlug Holz für das Fest; denn er erwartete wieder die Trolle.Da hörte er es plötzlich im Wald rufen: »Halvor! Halvor!« – »Ja!« sagte Halvor. »Hast Du noch die große Katz?« rief’s. »Ja«, sagte Halvor: »jetzt hat sie sieben Jungen bekommen, die sind noch weit größer und böser, als sie.« – »So kommen wir niemals wieder zu Dir!« rief der Troll im Walde. Und von der Zeit an haben die Trolle nie wieder den Weihnachtsbrei bei Halvor auf Dovre gegessen.

    Jørgen Engebretsen Moe (1813- 1882) – Norwegisches Volsmärchen