einen Tag zurück Heute ist der 17. Dezember einen Tag vor

»Wenn Weihnachten näher kommt, dann wird es heller in unserem Leben,
und die weihnachtliche Erwartung, sie ist wie schöne Musik.«
 Rainer Kaune

Glaedelig Jul og godt nytar!
ist der dänische Weihnachtsgruß

„Prächtig, ganz unvergleichlich prächtig!“ ist der Weihnachtsbaum geschmückt und doch kann er den Augenblick nicht genießen. Der Dichter Hans Christian Andersen weiß um die Sehnsüchte der Menschen und läßt in seinem Weihnachtsmärchen stellvertretend die kleine Tanne nur in der Zukunft leben und die Gegenwart missachten.
Die dänische Weihnacht ähnelt einem Musikstück, dessen Melodie nach Lust und Laune auf nur einem Instrument gespielt oder mit allen möglichen Variationen zu voller Orchesterkraft ausgebaut werden kann. Das Grundthema bleibt sich gleich, falls man aber das dänische Weihnachtsfest nach allen Regeln der Kunst und im Geiste der Überlieferungen begehen möchte, dann gilt es, eine grössere Aufgabe zu bewältigen.
kalenderkerzeDer Monat Dezember steht ganz im Zeichen des Weihnachtsfestes. In den meisten Städten sind die Einkaufsstraßen und Fußgängerzonen mit Tannengirlanden und Lichtern geschmückt. Dieser Brauch lässt sich bis zum Jahr 1914 zurückverfolgen, als der erste illuminierte Weihnachtsbaum auf dem Rathausplatz in Kopenhagen aufgestellt wurde.

Auch in Dänemark gibt es – wie bei uns – einen Adventskranz, es wird gebacken und auch der Adventskalender darf nicht fehlen. Außerdem gibt es die Kalenderkerze. Darauf sind die Tage des Dezember mit Zahlen markiert sind) ist eine dänische Tradition. 1942 kam man auf die Idee, solche Kerzen zusammen mit den Kindern anzufertigen, aber seit 1946 werden diese Kerzen industriell hergestellt.
Am 13. Dezember wird, genau wie z.B. in Schweden, „Santa Lucia“ gefeiert. Ganz traditionell wird am Vortag des Heiligen Abends, dem „lillejuleaften“, der Weihnachtsbaum geschmückt und dänischer „glögg“ (Glühwein) getrunken.
Zum Lillejulaften (kleiner Weihnachtsabend) Julehjertertrifft man sich schon am Nachmittag des 23. Dezember mit Familie und Freunden. Man trinkt Tee und ißt Aebleskiver, ein kugelförmiges Gebäck.

Einige Dänen holen sich genau an diesem Tag den Tannenbaum aus dem Wald und stellen ihn dann bei sich ins Wohnzimmer, um ihn am nächsten Morgen zu schmücken. Der Schmuck besteht in der Regel aus Glaskugeln, Papierherzen und Tütchen, Lametta, Girlanden aus kleinen Dannebrog-Fähnchen und nicht zuletzt aus Kerzen. Im Zusammenhang mit den Kriegen gegen Deutschland und dem erwachenden Nationalbewusstsein im 19. Jahrhundert, wurden die Nationalfarben rot und weiß prägend für den Weihnachtsschmuck.

In den meisten Familien beginnt der Heiligabend mit dem Abendessen, zu dem als Hauptgericht Gans, Ente oder Schweinebraten mit Rotkohl und mit Zucker braun glasierte Kartoffeln auf den Tisch kommen. Unverzichtbarer Bestandteil ist die Weihnachtsgrütze (julegrød), entweder in Form von Milchreis als Vorspeise oder zum Dessert als ris à l’amande, kalt servierter Milchreis mit angedickten Kirschen. Wichtig dabei ist, dass sich in der Vor- oder Nachspeise eine Mandel befindet. daenemark2.gifDie Person, die in ihrer Portion die Mandel entdeckt, bekommt das sogenannte Mandel-Geschenk und soll im kommenden Jahr mehr Glück haben.
Später entzündet man die Lichter am Weihnachtsbaum und tanzt anschließend um den Baum, das heißt, man schreitet Hand in Hand um den Baum und singt dabei Weihnachtslieder. Danach ist es auch in Dänemark Zeit für Geschenke, die vom Joulupukki gebracht werden, der in Lappland am Fuße des Berges Korvatunturi wohnen soll.

zurück loading... zum Kalender

War das der Weihnachtmann?
Sarah Bosse

Heute sah ich eine rote Mütze
morgens vor dem Fenster stehn,
leise hört ich Stolperschritte
eilig durch den Garten gehn.Mir wars, als ob der Weihnachtmann
leise durch mein Zimmer schlich.
Doch ich gebs zu, ich war sehr müde,
ich wüsst genau, ich irre mich.

Ich weiss bis jetzt nicht, was es war,
ob Wirklichkeit, ob Traum,
doch wenn ich schnupper, riech ich deutlich
den Duft von Zimt in meinem Raum.

loading...

zurück loading... zum Kalender

Wir basteln einen Julbock

Der Julbock ist ein Fabeltier, das in skandinavischen Ländern an den Weihnachtstagen neben dem Tannenbaum aufgestellt wird. Er soll das Haus vor bösen Geistern schützen. Dieser Brauch ist in Deutschland nicht sehr verbreitet. Deshalb kann man solche Fabeltiere auch nur selten in der Vorweihnachtszeit in einem Geschäft entdecken, wenn man man von I.k.e.a. und einem gewissen Bettenlager absieht. Aus Strohhalmen kann man einen kleinen Julbock leicht selbst machen:

Material: etwa 50 Naturstrohhalme (Länge von etwa 15 – 20 cm)

  • Wir nehmen 15 Halme, drücken sie platt und biegen sie so, daß sie die rechte Seite des Bauches und der Beine des Tieres bilden.
  • Die Halme werden unten am rechten Hinterbein mit einem dünnen Bindfaden zusammengeknotet. Am rechten Vorderbein verknoten wir unten nur 13 Strohhalme.
  • Die zwei übriggebliebenen bilden die äussere Seite des Halses und des Kopfes. Auf der anderen Seite verfahren wir ähnlich.
  • Wir formen aus 15 Halmen das Vorderbein, den Bauch und das linke Hinterbein und verknoten sie unten mit Bindfäden. Zwei Halme, deren Enden als linke Vorderfüße zusammengebunden sind, lassen wir als Teil des Schwanzes ungebunden.
  • Mit zwei Halmen, deren Enden als linke Hinterfüße zusammengebunden sind, verfahren wir genauso. Sie bleiben für den Hals ungebunden.
  • Der ungebundene Teil des Schwanzes wird mit zwei weiteren, etwa 15 cm langen Halmen zu einem Zopf geformt und am Schwanzende mit einem Bindfaden zusammengebunden. Aus den anderen Enden dieser Halme formen wir hinter den Kopfhalmen die Hörner des Julbocks.
  • Dann schneiden wir zwölf etwa 10 cm lange Halme, formen sie so, dass sie den Bauch des Tieres verstärken und schliesslich oberhalb des Halses und am Kopfende mit dünnen Bindfäden zusammengebunden werden.

julbock2.jpg

zurück loading... zum Kalender
Wir backen Chokoladebröd
Einkaufsliste für 60 Stück:

  • 1 Ei
  • 100 Gramm Zucker
  • 1 Teel. Vanillezucker
  • 1 Essl. Kakaopulver
  • 100 Gramm Butter oder Margarine
  • 150 Gramm Mehl
  • 1/2 TL Backpulver

Zum Verzieren:

  • 1 EL Hagelzucker
  • 1 EL Mandeln, gehackt
So gehts:

  • Das Ei trennen. Aus dem Eigelb, Zucker, Vanillezucker, Kakaopulver, Fett, Mehl und Backpulver rasch einen geschmeidigen Teig kneten. Zugedeckt im Kühlschrank 30 Minuten ruhen lassen.
  • Den Herd auf 200 Grad vorheizen, Ein Blech mit Backpapier auslegen.
  • Teig durchkneten und zu fingerdicken Rollen formen. Diese mit Eiweiss bepinseln, mit Zucker und Mandeln bestreuen.
  • Die Rollen aufs Blech setzen, etwa 12 Minuten backen (Gas: Stufe 3). Die Stangen schräg in 1 cm dicke und 4 cm lange Stücke teilen. Abkühlen lassen.

17. Dezember 2018 | aktualisiert im Dez 2018 | 1.741 Betrachter

kostenloser Counter