einen Tag zurück Heute ist der 02. Dezember einen Tag vor

»Es ist sehr fraglich, ob Gänse, Karpfen und Truthähne
das Weihnachtsfest als Erlösung betrachten.«
 Gerrit Vissers

Der traditionelle Adventskranz

In der Adventszeit sind nach überliefertem Volksglauben die Geister frei: Schreckgestalten, die heute nur noch Kinder zu Gehorsam anhalten sollen: wKranzKlaus, Ruprecht, Krampus, alter Josef… Um die bösen Geister zu vertreiben, band man in uralter Zeit Tannengrün oder Stroh zu Kränzen zusammen. Man umwand diese mit roten und goldenen Bändern und hing sie an die Türen.
Den Adventskranz gibt es noch gar nicht so lange. Angefangen hat es vor über hundert Jahren in Hamburg. Geht man den Spuren der Geschichte des Adventskranzes nach, so stößt man auf den evangelischen Theologen Johann Wichern (1808 – 1881). Der Pastor machte es sich zur Aufgabe, sich um elternlose Kinder, insbesondere die Jungen zu kümmern. loadingEr baute ein großes Haus um, gab den Jungen im „Rauhen Haus“ Obdach und sorgte für deren Ausbildung. In dieser Anstalt der Inneren Mission brannten Mitte des 19. Jahrhunderts die ersten Adventsleuchter.

Für den 1. Advent des Jahres 1838 bezeugen die Tagebücher des jungen Wichern die Benutzung von kranzförmig aufgestellten bunten Wachskerzen für eine Andacht. Dieser erste Adventskranz bestand aus einem Holzrad mit 4 großen weißen Kerzen, dazwischen verteilt kleine rote Kerzen.
Die einzelnen Elemente des Adventskranzes haben symbolischen Charakter. Kerzen, Kränze und grüne Zweige waren schon vorher als winterliche Elemente bekannt. Der Kranz steht für die Ewigkeit oder wird als Symbol für die Sonne, die Erde oder als Gottessymbol interpretiert. Die Kerzen stehen für das Licht, das Weihnachten den Menschen geschenkt wird. Die vier weißen Kerzen symbolisierten die Sonntage und die roten Kerzen natürlich die Werktage dazwischen. Jeden Abend durfte eines der Kinder eine weitere Kerze anzünden. Dieses Ritual soll den Kindern zeigen, wie nahe das Heilige Fest ist. Am Sonntag vor Heiligabend brannten dann alle Kerzen, so dass der Raum in hellem Licht erstrahlte.
„Je mehr Lichter brennen, desto froher werden die Knaben und Mädchen“, notierte damals Wichern in seinen Aufzeichnungen. „Und brennt der volle Kranz mit allen 24 Lichtern, dann ist er da, der heilige Christ in all seiner Herrlichkeit.“
Der selbstgebaute Kerzenleuchter im „Rauhen Haus“ hatte einen Durchmesser von ungefähr zwei Metern. Das macht natürlich auch verständlich, weshalb so viele Kerzen drauf Platz hatten. Der Adventskranz entwickelte sich mit den Jahren fort. Etwa 20 Jahre später begann Heimleiter Wichern damit, das Lichterrad noch zusätzlich mit Tannenzweigen zu schmücken.

Allmählich hat sich die Sitte des Adventskranzes dann von Norddeutschland weiter verbreitet und wurde auch von evangelischen Familien sofort übernommen. Im Jahr 1925 eroberte der Kranz dann auch die katholischen Kirchen. So wurde in Köln zum ersten Mal ein Adventkranz aufgehängt. Viele Leute fanden den Adventskranz so schön, daß sie so einen Lichterkranz auch zu Hause haben wollten, aber dazu musste der etwas schrumpfen. Wer hat im Wohnzimmer schon Platz für ein riesiges Wagenrad? Heute ist der Adventskranz aus der Vorweihnachtszeit nicht mehr wegzudenken, allerdings wird der nur noch mit 4 Kerzen bestückt.

zurück loading... zum Kalender

Himmlische Adressen für Wunschzettel

Der Dezember ist wegen des Weihnachtsfestes mit vielen aufwendigen Vorbereitungen verbunden. Ganz wichtig ist dabei vor allem für Kinder das rechtzeitige Schreiben der Wunschzettel.
Weihnachtspostämter sind Einrichtungen, an die vor allem Kinder während der Adventszeit weihnachtliche Briefe richten können, die normalerweise auch beantwortet werden. So entsteht bei den Kindern der Eindruck, sie könnten tatsächlich mit Weihnachtsmann, Nikolaus, Christkind, Santa Claus oder einer ähnlichen Symbolfigur des weihnachtlichen Schenkens kommunizieren.
Die Antwort erfolgt entweder kostenlos oder gegen Rückporto. Meist wird dabei ein standardisierter Vordruck mit kindgerechten, weihnachtlichen Motiven verwendet. Gelegentlich erhalten die Briefeschreiber aber auch ein persönliches Antwortschreiben. Wer die Antwort vom Weihnachtsmann oder Christkind rechtzeitig zu Weihnachten haben möchte, muss seinen Brief spätestens Mitte Dezember absenden. Die aktuellen Adressen für Wunschzettel findest Du hier.

Postamt Christkindl in Österreich

Postamt Christkindl in Österreich

Die meisten Briefe an die Weihnachts-postämter stammen von Kindern und enthalten Wunschzettel mit der Bitte um bestimmte Spielzeuge, Süßigkeiten oder sonstige Konsumartikel. Manche Kinder schütten dem Weihnachtsmann in den oft liebevoll mit Zeichnungen illustrierten Briefen aber auch ihr Herz aus und äußern immaterielle Wünsche nach Frieden oder Geborgenheit, einer intakten Familie, nach Gesundheit, besseren schulischen Leistungen, der Genesung eines erkrankten Angehörigen oder auch nur nach weißen Weihnachten.

Die oesterreichische Postverwaltung richtete 1950 das Postamt Christkindl ein. Millionen Briefe und Postkarten sind seit 1950 über dies kleine Postamt versendet worden – im ersten Jahr waren es 42.000, damals ausschließlich nach Österreich…

Adressen für die Wunschzettel in aller Welt
  • Österreich: Postamt Christkindl, Christkindlweg 6, A-4411 Christkindl, Österreich
  • Belgien: Sinterklaas, Spanjestraat 1, B-0612 Hemel, Belgien
  • Finnland: Santa Claus’ Main Post Office ,FI-96930 Arctic Circle, Finnland
  • Norwegen: Julenissens Postkontor, Torget 4, 1440 Drøbak, Norwegen
  • Schweden: Santa Claus, Tomteboda, 17300, Schweden
  • Grönland (Nordpol): Santa Claus, Nordpolen Julemandens Postkontor, DK-3900 Nuuk, Grönland (Dänemark)
  • Frankreich: Père Noël, F-33500 Libourne, Frankreich
  • Großbritannien: Father Christmas, North Pole, SAN TA1, United Kingdom
  • Australien: Santa Claus, Christmastown, North Pole, 9999 Australia
  • Kanada: Santa Claus, North Pole, H0H 0H0, Canada
  • USA: Santa Claus, PO Box 1, IN 47579, USA
  • Neuseeland: Mr Santa Claus Santa’s Workshop, North Pole 0001, New Zealand
  • Russland: Väterchen Frosts Haus, 162390 Weliki Ustjug, Oblast Wologda, Russland
  • Weißrussland: Väterchen Frost, 225063 Kamenets District, Brest Region, Belarus

Alle Kinder seien daran erinnert, ihre Wunschzettel rechtzeitig in den Briefkasten zu werfen, damit die Erfüllung auch pünktlich zu Weihnachten möglich ist.
Besonders schöne Briefe sollen die Weihnachtsmänner in den Postämtern einander vorlesen und besonders schöne Bilder an die Wand hängen… 😉

zurück loading... zum Kalender

Bratapfel mit Vanillesosse

Zutaten:

  • 3 Äpfel
  • 1 TL Zitronensaft
  • 40 g Haselnüsse, gehackt
  • 90 g Johannisbeer-Gelee
  • 20 g Butter
  • 1 Pkt Vanillesaucenpulver
  • 1/4 Liter Milch
  • 100 g Mascarpone
  • 1 Vanilleschote

Für Bratäpfel am besten eine säuerliche feste Sorte wie Boskop verwenden und für Vanillesauce ein Pulver ohne Kochen nehmen.
Äpfel gut abwaschen, abtrocknen und mit einem Apfelausstecher sorgfältig Kerngehäuse, Blüte und Stiel entfernen. Äpfel von innen mit Zitronensaft beträufeln und in eine gefettete Auflaufform setzen.
Für die Füllung gehackte Haselnüsse mit Johannisbeergelee verrühren und die Bratäpfel damit füllen. Auf jeden Bratapfel ein kleines Stückchen Butter legen. Ofen auf 175° vorheizen. Bratäpfel auf der mittleren Schiene ca. 40 Minuten backen, bis die Schale leicht aufplatzt. Inzwischen Vanillesaucenpulver (ohne Kochen) mit 1/4 L Milch verrühren. Mascarpone darunter mixen, bis eine glatte Sauce entsteht. Vanilleschote der Länge nach aufritzen und das Vanillemark mit einem kleinen Messer herauskratzen. Mit der Vanillesauce verrühren. Auf einen Teller einen Spiegel aus Vanillesauce gießen und Bratäpfel darauf setzen.

Bratapfel - Foto von Agnus
Foto: Agnus – Vielen Dank, dass ichs verwenden darf!

02. Dezember 2018 | aktualisiert im Dez 2018 | 3.096 Betrachter

kostenloser Counter