einen Tag zurück Heute ist der 06. Dezember einen Tag vor

»Holler boller Rumpelsack, Nikolaus trägt ihn huckepack.
Weihnachtsnüsse gelb und braun, runzlig punzlig anzuschaun.
Knackt die Schale, springt der Kern, Weihnachtsnüsse ess ich gern.
Komm bald wieder in dies Haus, guter alter Nikolaus.«
 Volksgut

Nikolausschuh © Gina Smith

Foto © Gina Smith

Heute ist für Kinder einer der spannendsten Tage im Advent – hast Du schon in DEINEN Stiefeln nachgesehen?

Am 6. Dezember besuchte Sankt Nikolaus die Kinder. Er kam zu den Kleinen und befragte sie, ob sie denn »auch immer brav gewesen« seien. Knecht Ruprecht war Begleiter des heiligen Mannes und wedelte bedrohlich mit einer Rute, aber letztlich bekamen die Kinder das, was sie sich erhofften: Süßigkeiten und Geschenke.
Früher war Nikolaus der Tag der Geschenke, so wie es noch weitgehend in Holland Brauch ist. Heute ist es üblich, die geputzten Schuhe vor die Tür zu stellen oder einen Strumpf in den Kamin zu hängen. In manchen Gegenden bringt der Nikolaus am Heiligen Abend heimlich auch den geschmückten Christbaum ins Haus.

Es geht ein Himmelsbote jetzt still von Haus zu Haus,
das ist der fromme Bischof, der heil’ge Nikolaus.
Gar herzlich wir ihn grüßen, den braven heil’gen Mann,
und sagen unser Sprüchlein, so gut’s ein jeder kann.

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Nikolauslegende

Weihnachtsgurke - Christmas Picklegibt es viele… und ganz viele waren an dieser Stelle ja auch schon zu lesen. Nur die folgende Legende ist neu, ich hatte sie vorher noch nie gehört und dass die jetzt hier steht, verdankt Ihr der traditionellen deutschen Weihnachsgurke… 🙂

Zwei spanische Jungen waren auf dem Weg von ihrem Internat nach Hause. Sie machten in einer Herberge halt, die von einem bösen Mann geleitet wurde. Der stahl ihnen ihre gesamte Habe und steckte die beiden in ein Gurkenfass. Am gleichen Abend kehrte auch der Heilige Nikolaus in diese Herberge ein und bemerkte die beiden Jungen in dem Fass. Er klopfte darauf und befreite dadurch die beiden Jungen. Seitdem soll – so die Legende – die Weihnachtsgurke im Tannenbaum versteckt worden sein, um die Rettung der Jungen zu feiern.

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Sankt Nikolaus ist der Schutzpatron...

für Apotheker, Bäcker, Brückenbauer, Händler, Kinder, Fischer, Seefahrer, Senioren, Pilger, Reisende, Zigeuner, sogar der Diebe und Verbrecher; aber auch die Liebenden riefen ihn an.

rettenbach-decke-nikolaus.gifGesicherte historische Daten gibt es über Sankt Nikolaus nicht. Nach der Überlieferung starb er am 6. Dezember 345

Nikolaus war um die Wende des 4. Jahrhundert Bischof von Myra (heute an der türkischen Mittelmeerküste). Die in Myra schon früh einsetzende Verehrung war von der Erinnerung an seine Güte bestimmt. Dieser Wesenszug kennzeichnet auch die vielfältigen Nikolausüber-lieferungen, welche bis heute erhalten sind.

Im 6. Jahrhundert wurde Nikolaus zum berühmten Heiligen der griechischen Kirche und des byzantinischen Reiches.
Im 8. Jahrhundert zog der Kult um Nikolaus in Rom ein. Die Verehrung bei uns im Westen haben wir vor allem einer Frau zu verdanken: Die griechische Kaisertochter Theophanou brachte das Wissen und den Kult um Nikolaus aus dem Osten mit, als sich die Kaiserstochter in Rom mit dem römisch-deutschen Kaiser Otto II. 972 vermählte.
Um 980 entstehen in Brauweiler (D) die ersten Nikolauskirchen.
Am 9. Mai 1087 wurden die damals hochverehrten Reliquien des heiligen Nikolaus vor den Sarazenen nach Bari (Griechenland) in Sicherheit gebracht. Diese Übertragung (Translation) der Gebeine des heiligen Nikolaus ist das zweite Fest des beliebten Heiligen. Dieses Fest wird auch in Freiburg gefeiert, dem Sitz des Institutes für ökumenische Studien. Grund dafür ist, daß die Kathedrale von Freiburg dem Sankt Nikolaus geweiht ist, sich also auch eine Reliquie von ihm dort befindet. Die Nikolausverehrung stieg fortan.
1089 weihte Papst Urban II. eine neuerbaute Nikolauskirche und berief darauf ein Konzil nach Bari ein.
Im 11. bis zum 16. Jahrhundert wurden über 2200 Kirchen nach dem hl. Nikolaus diesseits der Alpen benannt.
Seit 1555 ist Nikolaus als Gabenbringer der Kinder belegt. Der evangelische Theologe Kirchmeyer schrieb: ‚Vor dem St. Nikolaustag legen Mütter für ihre Kinder Geschenke und eine Rute bereit. Die Kinder freuten sich darauf und legten ihre Kerbhölzer -in die sie ihre guten Taten einkerbten- für Nikolaus bereit sowie Futter für sein Reittier!‘
Nikolaus beschenkte damals mit Nüssen, Kletzenbrot und Dörrobst, aber auch Bekleidung oder andere nützliche Dinge des täglichen Gebrauches.

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Knecht Ruprecht
von Martin Boelitz (1874 bis 1918)

Draußen weht es bitterkalt,
wer kommt da durch den Winterwald?
Stippstapp, stippstapp und huckepack –
Knecht Ruprecht ist’s mit seinem Sack.
Was ist denn in dem Sacke drin?
Äpfel, Mandeln und Rosin’
und schöne Zuckerrosen,
auch Pfeffernüss’ fürs gute Kind;
die andern, die nicht artig sind,
klopft er auf die Hosen.

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Wir backen Spekulatius

Spekulatius ist ein aus Belgien und den Niederlanden, aber auch dem Rheinland und Westfalen stammendes Gebäck aus Mürbeteig, auf niederländisch heißt es Speculaas, auf französisch speculoos. Während der Spekulatius in Deutschland ein typisches Weihnachtsgebäck ist, wird er in den Niederlanden und in Belgien ganzjährig gegessen. Spekulatius gibt es ebenfalls ganzjährig in Indonesien, einer ehemals niederländischen Kolonie.

Der Einkaufszettel:

  • 500 g Weizenmehl
  • 2 TL Backpulver
  • 250 g Zucker
  • 1 P. Vanillezucker
  • 2 Tropfen Backöl Bittermandel
  • 2 MS gemahlenen
    Kardamom und Nelken
  • 1 TL Zimt
  • 2 Eier
  • 200 g kalte Butter
  • 100 g abgezogene Mandeln oderHaselnüsse
  • Spekulatiusförmchen
Lisi-Girl Und so geht es:

  • Das Mehl mit dem Backpulver mischen, auf der Arbeitsplatte sieben und in die Mitte eine Vertiefung eindrücken.
  • Den Zucker, Vanillezucker, die Gewürze, die Aromen und die Eier hineingeben und mit einem Teil des Mehls zu einem dicken Brei verarbeiten.
  • Die Butter in Stücke schneiden und zu dem Brei geben.
  • Die Mandeln oder Haselnüsse darüber streuen, mit Mehl bedecken und von der Mitte aus alle Zutaten schnell zu einem glatten Teig verkneten.

Sollte der Teig kleben, ihn einfach eine Zeitlang in den Kühlschrank stellen. Den Teig schön dünn ausrollen und mit den Formen ausstechen. Die Spekulatius bei 180°C etwa 10 Minuten backen.

spek2.jpg

Der Teig wird vor dem Backen durch eine Form (Model) aus Holz oder Metall mit einem Motiv versehen. Die Abbildungen auf dem Gebäck stellen traditionell die Nikolausgeschichte dar, die durch Sortieren der Stücke anhand der Abbildungen erzählt werden konnte. Jedoch gibt es heute auch zeitgenössische belgische, niederländische oder deutsche Motive wie Schiffe, Bauernhäuser oder Windmühlen.

06. Dezember 2017 | aktualisiert im Dez 2017 | 2.364 Betrachter

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