Euphorbia Pulcherrima – Pflegetips für Weihnachtssterne

Zum 05. Kalendertürchen

Der Weihnachtsstern (Euphorbia Pulcherrima) ist ein echter Klassiker unter den Zimmerpflanzen. Beliebt ist er vor allem wegen seiner bunten, die kleinen Blüten einrahmenden Hochblätter. Es gibt ihn in allen nur erdenklichen Farben… pink, rot, gelb, orange und sogar mit grünen Hochblättern.

Pointsetta

Weihnachtsstern 2010 – Mitbringsel aus dem Baumarkt 😉

Ihre natürliche Form als mehrere Meter hoch werdender Strauch zeigt die Pflanze auch bei Topfkultur: Sind die vom Gärtner beigegebenen Wuchshemmstoffe verbraucht, wird der Habitus staksig und licht, die immergrüne Pflanze verkahlt, gibt nicht mehr viel her. Sie wird dann meist weggeworfen. Bei einer Weiterkultur wird nach der Blüte stark zurückgeschnitten und bis auf einige wenige Triebe ausgelichtet. Bis etwa März/April wird bei niedriger Temperatur eine Ruhepause ohne Düngergaben und mit nur mäßiger Feuchtigkeit eingehalten. Danach wird wieder bis etwa Ende September wöchentlich gedüngt und mehr gegossen.
Da E. pulcherrima als Kurztagpflanze zur Blütenbildung bei etwa 20°C eine 2monatige Phase mit nur 10 bis höchstens 12 Stunden Licht am Tag benötigt, stellt man sie ab Oktober jeden Tag 12 bis 14 Stunden völlig dunkel (Eimer oder Karton überstülpen), so dass die gewünschte lichtlose Stundenzahl erreicht wird. Die Pflanze blüht dann ab Dezember. Vorsicht, schon der nächtliche Schein der Straßenbeleuchtung reicht aus, um die Dunkelperiode zu unterbrechen! Danach wieder hell und zimmerwarm halten. Während der Blüte möglichst etwas kühler stellen, damit der Flor länger andauert.

  • Achten Sie auf einen reichen Besatz mit gesunden, grünen Blättern unter dem farbigen Stern der Hochblätter; gerollte oder gelbe Blätter sowie Beschädigungen an Laub und Trieben weisen auf einen wenig pfleglichen Umgang mit den Pflanzen hin
  • Die gelbgrünen Blüten zwischen den farbigen Hochblättern sind ein Frische-Indikator, sie müssen knospig sein
  • Skepsis ist angebracht, wenn die Erde sehr trocken oder triefend nass ist, die Pflanze wurde in diesem Fall wahrscheinlich nicht regelmäßig mit Wasser versorgt, Wurzelschäden durch den Wechsel zwischen Trockenheit und Nässe sind nicht auszuschließen
  • Weihnachtssterne sind kälteempfindlich, die Reaktion auf einen Kälteschock erfolgt allerdings erst nach ein paar Tagen. Dann beginnen die Blätter zu rieseln bis die Pflanze nahezu kahl ist, deshalb: Für den Heimweg gut verpacken, keinesfalls Pflanzen von einer Verkaufsfläche im Freien nehmen!
  • Vorsicht beim Transport: Werden Blätter beschädigt oder brechen ab, kann der austretende Saft unschöne Flecken auf dem Laub hinterlassen

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