Archive for the ‘Around the World’ Category

Around the World – 4

Montag, Dezember 16th, 2019

In den Tips für Lamettaliebhaber findet sich folgender Hinweis::

Lerne die Übersetzungen des Wortes „Weihnachten“ in allen Landessprachen und Dialekten der Welt auswendig und sage die komplette Liste mehrmals täglich auf!

Damit das klappt, liefere ich Euch eine Auflistung der Übersetzung des hier üblichen Weihnachtsgrußes in alle möglichen europäischen Sprachen. Hier kommt der Rest:

Fröhliche Weihnachten von S bis Z

Schwedisch: God Jul!
Schwyzerdütsch: E guëti Wiënachtä!
Serbisch: Sretam Bozic!
Sizilianisch: Bon Natali!
Slowakisch: Vesele Vianoce!
Slowenisch: Vesele bozicne praznike!
Spanisch: Feliz Navidad!
Tschechisch: Prejeme Vam Vesele Vanoce!
Ukrainisch: Veseloho Vam Rizdva!
Ungarisch: Kellemes Karacsonyiunnepeket!
Walisisch: Nadolig LLawen!
Weißrussisch: Winshuyu sa Svyatkami!

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Wie iech mich of Weihnachten fraa – Weihnachten im Vogtland

Samstag, Dezember 14th, 2019

Zum 14. Kalendertürchen

Moosmann

Ein Symbol der vogtländischen Weihnacht ist unter anderem der Moosmann. Obwohl er für das gesamte Vogtland typisch ist, stellt er nur noch in einigen Gegenden lebendigen Brauch dar. In manchen Waldgebieten des Vogtlandes wird der Moosmann als Träger des Weihnachtslichtes noch heute gebastelt.

Kernstück der Figur ist der sogenannte „Bankert“, ein einfaches Holzskelett aus ungefügem Rumpf mit angenagelten Armen und eingefügten Beinen. Hände und Füße, meist von Schnitzern bezogen, die ihr Handwerk verstehen. Auch die Köpfe lieferten die Schnitzer selbst, sofern die Bastler keinen Kopf aus Porzellan oder aus Zelluloid mochten Der Moosmann erhielt von der Frau des Schnitzers einen Anzug aus Pappe, der mit Moos beklebt war. Im Laufe von Jahren sind Moosmänner in der Gestalt von Ritter, Soldaten, Jägern, Förstern und Waldgängern entstanden. Die anstelle eines Weihnachtslichtes einen kleinen Drehturm, einen Schwibbogen oder ein Tannenbäumchen trugen. Was aber alle gemeinsam hatten, war das Kleid aus grünem Moos aus dem Heimatwald.

Der Moosmann als Weihnachtsfigur geht auf den Moosmann der Sage zurück, der – selbst in tiefster Not lebend – guten Menschen in ihrer Armut jederzeit helfend zur Seite stand. Moosmann und Moosweibel, nur drei Fuß hoch, lebten im tiefen Wald unter Baumstöcken und in Höhlen, nährten sich kümmerlich von Wurzeln und Früchten des Waldes und kleideten sich notdürftig mit Moos und Tannenzweigen. Sie hatten nur einen Feind, den „Wilden Jäger“. Vor ihm und seinem Gefolge waren sie sicher unter den Baumstämmen und -stöcken, in die die Holzhauer drei Kreuze geschlagen hatten.
Den Menschen waren die Moosleute freundlich gesinnt. Sie halfen besonders den Armen, und das Laub (drei Handvoll mussten es sein), mit dem sie gute Taten belohnten, verwandelte sich in reines Gold, sodass die Not der armen Waldbewohner ein Ende nahm.
In der Weihnachtszeit fliehen die Moosmännchen aus dem unwirtlichen, verschneiten Wald zu den Menschen in die weihnachtlichen Stuben und bleiben dort die zwölf Unternächte lang, um dann wieder in ihren geliebten und so nützlichen Wald zurückzukehren.

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Moosmaa_1

Moosmaa in Grünbach

Im östlichen Vogtland, wo sich nach 1945 die Volkskunst des Schnitzens unter staatlicher Förderung stark entwickelt hat, sind vor allem die im Deutschen Kulturbund vereinten Falkensteiner Schnitzer und auch die Grünbacher Schnitzer mit Erfolg darangegangen, den fast in Vergessenheit geratenen Moosmann zu neuem Leben zu erwecken, ihn ganz aus Lindenholz zu schnitzen und ihm ein der Sage gemäßes Aussehen zu geben. Dabei entstanden sicher ungezählte Figuren für das Zimmer.
Eine überlebensgroße Holzfigur des Moosmannes haben die Grünbacher Schnitzer geschaffen. Sie ist immer zur Weihnachtszeit etwa in Dorfmitte aufgestellt.

Der erste dokumentarische Nachweis des Moosmannes als Weihnachtsfigur stammt aus dem Jahre 1840.
In einem 22 Strophen langen Gedicht, das der Falkensteiner Bürger Friedrich Eimert schrieb, führt der Moosmann selbst heftige Klage darüber, daß er zwei Jahre lang unbeachtet im Dachboden in der Gesellschaft allerlei Ungeziefers habe leben müssen und daß ihm Fremde wie Einheimische nicht mehr die nötige Achtung entgegenbrächten:

Zwei Jahre hab ich nun gestanden auf dem Boden unterin Dach.
Keiner hätt es ausgestanden, ach das war die größte Plag.
Die Schönecker auf der Straße tun mich oft gar sehr verhöhn,
zupft euch nur an eurer Nase, mich nur spotten ist nicht schön!

In einem Bericht über Weihnachten in Falkenstein aus dem Jahre 1868 wird mit Stolz ein Moosmann geschildert, dessen Rock und Hose mit Moos beklebt waren, der eine Kerze in der Hand hielt und i Meter hoch war. Für das Jahr 1867 ist belegt, daß in Reichenbach arme Kinder Moosmänner bastelten, die sie auf dem Christmarkt feilboten, um sich einige Groschen zu verdienen. Überhaupt scheint zu dieser Zeit in Reichenbach der Brauch allgemein üblich gewesen zu sein, zu Weihnachten kleine Moosmänner auf den Tisch zu stellen. In den folgenden Jahren gewann der Moosmann an Ansehen, so daß er häufiger hergestellt wurde.

Around the World – 3

Samstag, Dezember 14th, 2019

In den Tips für Lamettaliebhaber findet sich folgender Hinweis:

Lerne die Übersetzungen des Wortes „Weihnachten“ in allen Landessprachen und Dialekten der Welt auswendig und sage die komplette Liste mehrmals täglich auf!

Damit das klappt, liefere ich Euch eine Auflistung der Übersetzung des hier üblichen Weihnachtsgrußes in alle möglichen europäischen Sprachen. Dann lernt mal brav:

Fröhliche Weihnachten von L bis S

Littauisch: Linksmu Kaledu!
Luxembourgeois: Schéi Krëschtdeeg!
Maltesisch: Nixtieklek Milied tajjeb!
Mazedonisch: Streken Bozhik!
Norwegisch: God Jul!
Polnisch: Wesolych Swiat!
Portugiesisch: Boas Festas!
Rätoromanisch: Bella Festas daz Nadal!
Roma: Bachtalo krecunu Thaj!
Rumänisch: Craciun fericit!
Russisch: Pozdrevlyayu s prazdnikom Rozhdestva!
Sardinisch: Bonu nadale!
Schottisches Gaelisch: Nollaig chridheil!

Andere Sprachen… an anderen Tagen
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Jólasveinar, Grýla, Leppalúði und Jólaköttur

Donnerstag, Dezember 12th, 2019

Zum 12. Kalendertürchen

Gledelig Jol ist der Weihnachtsgruss in Island

Weihnachtsgesellen

Isländische Weihnachtsgesellen

Jólasveinar nennt man 13 grobe, raue Gesellen, die in Island zuhause sind. Ihre Mutter ist das Trollweib Grýla und Leppalúði ihr Vater.

Ursprünglich brachten sie keine Geschenke, sondern stahlen hier und dort etwas Essbares und ärgerten die Menschen. Grýla ist eine Schreckgestalt, der nachgesagt wird, dass sie unartige Kinder in die Berge verschleppt, kocht und dann frißt.

Schon 13 Tage vor Weihnachten kommt der erste Sohn von den Bergen herunter zu den Menschen. Bis Heiligabend die restlichen 12 – jeden Tag ein anderer. Am 24. verschwindet der erste Weihnachtsgeselle, bis am 6. Januar alle wieder in den Bergen verschwunden sind.

Kommt Geht Isländisch Deutsch
12.12. 25.12. Stekkjastaur Pferchpfosten, ist dürr und steif, klaut Milch der Mutterschafe im Stall
13.12. 26.12. Giljagaur Schluchtenkobold, nascht vom Milchschaum im Kuhstall
14.12. 27.12. Stúfur Knirps, der Kleine liebt die angebrannten Reste in der Pfanne
15.12. 28.12. Þvörusleikir Kochlöffellecker, vergreift sich am Kochgeschirr
16.12. 29.12. Pottaskefill Topfschaber, leckt die Kochtöpfe leer
17.12. 30.12. Askasleikir Essnapflecker, versucht die stehengelassenen Essnäpfe zu mopsen
18.12. 31.12. Hurðaskellir Türzuschläger, ärgert durch Lärm die Leute
19.12. 01.01. Skyrgámur Quark-Gierschlund, labt sich am isländischen Magermilchquark Skyr
20.12. 02.01. Bjúgnakrækir Wurststibitzer, angelt die geräucherten Würste aus dem Rauchfang
21.12. 03.01. Gluggagægir Fensterglotzer, späht mit großen Augen in die warmen Stube
22.12. 04.01. Gáttaþefur Türschlitzschnüffler, ihn erkennt man an seiner langen Nase
23.12. 05.01. Ketkrókur Fleischkraller, holt sich seinen Teil vom Weihnachtsbraten
24.12. 06.01. Kertasníkir Kerzenschnorrer, hat es auf die Talgkerzen abgesehen
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Ausser den Söhnen hatte Gryla noch eine Tochter, Jólaköttur – die Weihnachtskatze.

Weihnachtskatze

Jólaköttur

Von der sagt man, sie war bösartig, riesengroß und häßlich und sie soll faule Menschen gefressen haben – die, die im Dorf nicht geholfen hatten, alle im Herbst anfallenden Arbeiten zu beenden und Leute, die nicht alle Wolle vom Herbst verarbeitet hatten.
Einem Aberglauben nach waren die doppelt bedroht: Sie sollten in der Weihnachtszeit ein neues Kleidungsstück verlieren und sie könnten ein Opfer der schrecklichen Weihnachtskatze werden…

Mit den Jahren haben die Isländer diese grausame Familie zivilisiert. Gryla schickt heute täglich einen ihrer Söhne aus, die Kinder zu beschenken. 13 Nächte vor Weihnachten stellen deshalb die Kinder ihre Schuhe ins Fenster. Die Weihnachtskerle geben den Kindern Zeichen, ob sie mit ihrem Verhalten zufrieden sind oder nicht: Braven Kindern legen sie Süßigkeiten und andere Geschenke hin, den Unartigen Kartoffeln oder Schlimmeres. Früher stellte man die üblichen Schuhe hin, aber es wird erzählt, daß die Weihnachtselfe diese dann gestohlen haben sollen. Darum bastelt man heute für diesen Zweck Schuhe aus Papier.

Cabalgata de Olentzero – Einzug des Onlentzero

Mittwoch, Dezember 11th, 2019

Zum 11. Kalendertürchen

Der Olentzero ist der Weihnachtsmann des Baskenlandes – getreu dem Motto: Wir sind anders! Er bringt den braven Kindern am Abend des 24. Dezember (zur Nochebuena) die Geschenke, während sich alle anderen Spanier noch bis zum 6. Januar gedulden müssen. Bösen Kindern gibt er ein Stück Kohle.

Was der Name Olentzero bedeutet und woher er stammt, darüber ist man sich nicht einig und es gibt verschiedene Vermutungen. Man geht davon aus, dass er sich aus den baskischen Worten fuer „tiempo de lo bueno“ oder „buena época“ zusammensetzt, was auf deutsch „Zeit des Guten“ bedeutet. Die am weitesten verbreitete Annahme ist, dass die Legende des Olentzero älter ist als das Christentum im Baskenland.

olentzero

Olentzero im Baskenland

Olentzero symbolisiert die Sonne in der Nacht der Wintersonnenwende, sein alljaehrliches Erscheinen im Dorf bedeuted den Abschluß mit der vergangenen Zeit und das Anbrechen des Neuen.. Am 24. Dezember trägt man bis heute rustikale Nachbildungen der Figur, auf einem Stuhl sitzend, durch die Dörfer. Feierlich begleitet durch die Klänge der Txistu-Flöten und Kinder in traditionellen Trachten.

Ein Legende über Olentzero berichtet:
Olentzero wurde von einer wunderschönen Elfe in den Bergen des Baskenlandes aufgezogen únd sein Herz war voller Liebe. Vor allem Kinder liebte er über alles. Er schnitzte Puppen und Tiere aus Holz und wann immer er einen Kohlesack mit Spielzeug voll hatte, ritt er auf seinem Esel ins Tal und verteilte seine Figuren unter den Kindern. Eines Tages bei einem seiner Dorfbesuche, sah Olentzero wie ein Haus Feuer fing und in Flammen aufging. Mutig stürzte er sich in das brennende Haus und rettete die drei Kinder, die dort lebten. Als er das letzte der Kinder aus dem Flammenmeer trug, traf ihn ein herabstürzendes Holzbalken und Olentzero starb. Als seine Seele als weißer Rauch in den Himmel stieg, sah das die Elfe, schenkte ihm ewiges Leben und schickte ihn auf die Erde zurück. Seither reitet Olentzero jedes Jahr am 24. Dezember auf seinem Esel in die Dörfer, läutet das Weihnachtsfest ein und verteilt an die Kinder Geschenke.