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	<title>WeihnachtsZeiten</title>
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	<description>Advent, Advent, ein Lichtlein brennt</description>
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		<title>Wof&#252;r wir dankbar sein sollten,</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Dec 2011 01:04:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>winterkind</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dies und Das]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum 26. Dezember 2011 es aber oft nicht mal registrieren: den Partner, der Dir jede Nacht die Decke wegzieht, weil es bedeutet, dass er mit keinem anderen unterwegs ist das Kind, das nicht sein Zimmer aufr&#228;umt und lieber fern sieht, weil es bedeutet, dass es zu Hause ist und nicht auf der Stra&#223;e die Steuern, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><small><a title="26. Dezember 2011" href="?page_id=208">Zum 26. Dezember 2011</a></small></p>
<p>es aber oft nicht mal registrieren:</p>
<ul>
<li>den Partner, der Dir jede Nacht die Decke wegzieht, weil es bedeutet, dass er mit keinem anderen unterwegs ist</li>
<li>das Kind, das nicht sein Zimmer aufr&#228;umt und lieber fern sieht, weil es bedeutet, dass es zu Hause ist und nicht auf der Stra&#223;e</li>
<li>die Steuern, die ich zahlen mu&#223;, weil es bedeutet, dass ich eine Besch&#228;ftigung habe</li>
<li>die riesige Unordnung, die ich nach ner gefeierten Party aufr&#228;umen mu&#223;, weil es bedeutet, dass ich von Freunden umgeben war</li>
<li>die Kleidung, die mal wieder zu eng geworden ist, weil es bedeute, dass ich genug zu essen habe</li>
<li>den Schatten, der mich bei meiner Arbeit verfolgt, weil es bedeutet, dass ich mich im Sonnenschein befinde</li>
<li>den Teppich, den ich saugen mu&#223; und die Fenster, die geputzt werden m&#252;ssen, weil es bedeutet, dass ich ein Zuhause habe</li>
<li>die vielen Beschwerden, die ich &#252;ber die Regierung h&#246;re, weil es bedeutet, dass wir die Redefreiheit besitzen</li>
<li>die Stra&#223;enbeleuchtung, die so endlos weit von meinem Parkplatz weg ist, weil es bedeutet, dass ich laufen kann und ein Bef&#246;rderungsmittel besitze</li>
<li>die hohe Heizkostenrechung, weil es bedeutet, dass ich&#8217;s warm habe</li>
<li>die Frau hinter mir in der Kirche, die so falsch singt, weil es bedeutet, dass ich h&#246;ren kann</li>
<li>den W&#228;scheberg zum Waschen und B&#252;geln, weil es bedeutet, dass ich Kleider besitze</li>
<li>die schmerzenden Muskeln am Ende eines harten Arbeitstages, weil es bedeutet, dass es mir m&#246;glich ist hart zu arbeiten</li>
<li>den Wecker, der mich morgens unsanft aus meinen Tr&#228;umen rei&#223;t, weil es bedeutet, dass ich am Leben bin</li>
<li>und schlie&#223;lich: die vielen nervenden E-Mails, weil es bedeutet, dass ich Freunde habe und es gen&#252;gend Menschen gibt, die an mich denken</li>
</ul>
<p><img class="aligncenter" title="lm-kd-kerze.gif" src="/aktuell/wp-content/uploads/p2/lm-kd-kerze.gif" alt="lm-kd-kerze.gif" width="155" height="280" border="0" hspace="2" vspace="2" /></p>
<p>&#8230;und solltest du glauben, Dein Leben w&#228;re beschissen, dann lies dies nochmal!</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2010<br /> Dieser Feed ist nur fuer den persoenlichen, nichtgewerblichen Gebrauch bestimmt.
Eine Verwendung des Feeds auf anderen Webseiten verstoesst gegen Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem NewsReader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig.  (Digital Fingerprint: we20ih10na123ch456ts789ze12it2010en (38.107.179.240) )</small>]]></content:encoded>
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		<title>Die drei Spatzen</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Dec 2011 23:11:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>winterkind</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum 25. Dezember 2011 In einem leeren Haselstrauch da sitzen drei Spatzen, Bauch an Bauch. Der Erich rechts und links der Franz und mitten drin der freche Hans. Sie haben die Augen zu, ganz zu, und obendr&#252;ber, da schneit es, hu! Sie r&#252;cken zusammen dicht an dicht. So warm wie der Hans hat’s niemand nicht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><small><a title="25. Dezember 2011" href="?page_id=207">Zum 25. Dezember 2011</a></small></p>
<p style="text-align: center;">In einem leeren Haselstrauch<br />
da sitzen drei Spatzen, Bauch an Bauch.</p>
<p style="text-align: center;">
Der Erich rechts und links der Franz<br />
und mitten drin der freche Hans.</p>
<p style="text-align: center;">
Sie haben die Augen zu, ganz zu,<br />
und obendr&#252;ber, da schneit es, hu!</p>
<p style="text-align: center;">
Sie r&#252;cken zusammen dicht an dicht.<br />
So warm wie der Hans hat’s niemand nicht.</p>
<p style="text-align: center;">
Sie h&#246;r’n alle drei ihrer Herzlein Gepoch.<br />
Und wenn sie nicht weg sind, so sitzen sie noch.</p>
<p style="text-align: center;"><small>von <a href="?page_id=360">Christian Morgenstern</a> (1871-1914)</small><br />
<img class="wp-smiley" title="spatzen.gif" src="http://www.winterkind.net/wp1/wp-content/uploads/2008/12/spatzen.gif" border="0" alt="spatzen.gif" hspace="2" vspace="2" width="123" height="137" /></p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2010<br /> Dieser Feed ist nur fuer den persoenlichen, nichtgewerblichen Gebrauch bestimmt.
Eine Verwendung des Feeds auf anderen Webseiten verstoesst gegen Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem NewsReader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig.  (Digital Fingerprint: we20ih10na123ch456ts789ze12it2010en (38.107.179.240) )</small>]]></content:encoded>
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		<title>24</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Dec 2011 23:48:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>winterkind</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dies und Das]]></category>

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		<description><![CDATA[B&#228;ume leuchtend, B&#228;ume blendend, &#220;berall das S&#252;&#223;e spendend, In dem Glanze sich bewegend, Alt und junges Herz erregend - Solch ein Fest ist uns bescheret, Mancher Gaben Schmuck verehret; Staunend schaun wir auf und nieder, Hin und her und immer wieder. Johann Wolfgang von Goethe Vielen Dank auch an all-inkl.com, dort liegen meine Seiten in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img title="Ich w&#252;nsche ein friedliches Weihnachtsfest" src="/aktuell/wp-content/uploads/p1/friedlichesfest.gif" alt="Ich w&#252;nsche ein friedliches Weihnachtsfest" width="557" height="35" border="0" hspace="2" vspace="2" /></p>
<p style="text-align: center;">B&#228;ume leuchtend, B&#228;ume blendend,<br />
&#220;berall das S&#252;&#223;e spendend,<br />
In dem Glanze sich bewegend,<br />
Alt und junges Herz erregend -<br />
Solch ein Fest ist uns bescheret,<br />
Mancher Gaben Schmuck verehret;<br />
Staunend schaun wir auf und nieder,<br />
Hin und her und immer wieder.</p>
<p style="text-align: center;"><small>Johann Wolfgang von Goethe</small></p>
<div id="attachment_616" class="wp-caption aligncenter" style="width: 570px"><a href="http://www.weihnachtszeiten.de/aktuell/wp-content/uploads/2011/12/IMG_4065-Kopie2-1024x682.jpg" rel="lightbox[615]"><img class="size-full wp-image-616" title="osthalle" src="http://www.weihnachtszeiten.de/aktuell/wp-content/uploads/2011/12/11945795.dcb2245a.560.jpg" alt="" width="560" height="374" /></a><p class="wp-caption-text">Hauptbahnhof Leipzig, Osthalle</p></div>
<p>Vielen Dank auch an <a href="http://all-inkl.com/" title="all-inkl" target="_blank">all-inkl.com</a>, dort liegen meine Seiten in diesem Jahr und es gab nicht einen einzigen Ausfall, daf&#252;r aber gerade eben eine Mail mit obigem Gedicht <img src='http://www.weihnachtszeiten.de/aktuell/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Im  letzten Jahr war f&#252;r uns der 24. Dezember erstmals ganz anders. Fr&#252;her sind wir immer zu meinen Eltern gefahren und haben uns da nahezu stressfrei durchgefressen. Altersbedingt funktionierte das so nicht mehr, zumal die Tochter selbstverst&#228;ndlich mit Freund anreist und wir nun auch als komplette Familie auftreten&#8230; also verlegten wir die Veranstaltung in meine Wohnung. Immerhin hatte meine Mutter 2010 noch f&#252;r die Weihnachtsgans gesorgt, in diesem Jahr haben wir das lieber selbst &#252;bernommen.<br />
Eins meiner Kinder wird fehlen&#8230; wie schon in den letzten Jahren. Sie werden gro&#223;, gehen ihre eigenen Wege und werden irgendwann vielleicht auch am Weihnachtsabend wieder da sein. Driving home for Christmas <img src='http://www.weihnachtszeiten.de/aktuell/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2010<br /> Dieser Feed ist nur fuer den persoenlichen, nichtgewerblichen Gebrauch bestimmt.
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		<title>Einsam am Heiligen Abend</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Dec 2011 23:25:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>winterkind</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Winterbilder]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum 24. Kalendert&#252;rchen 2011 Jedesmal wenn Weihnachten kommt, mu&#223; ich an Herrn S&#246;rensen denken. Er war der erste Mensch in meinem Leben, der ein einsames Weihnachtsfest feierte, und das habe ich nie vergessen k&#246;nnen. Herr S&#246;rensen war mein Lehrer in der ersten Klasse. Er war gut. Im Winter br&#246;selte er sein ganzes Fr&#252;hst&#252;cksbrot f&#252;r die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><small><a title="24. Dezember 2011" href="?page_id=206">Zum 24. Kalendert&#252;rchen 2011</a></small></p>
<p>Jedesmal wenn Weihnachten kommt, mu&#223; ich an Herrn S&#246;rensen denken. Er war der erste Mensch in meinem Leben, der ein einsames Weihnachtsfest feierte, und das habe ich nie vergessen k&#246;nnen.</p>
<p>Herr S&#246;rensen war mein Lehrer in der ersten Klasse. Er war gut. Im Winter br&#246;selte er sein ganzes Fr&#252;hst&#252;cksbrot f&#252;r die hungrigen Spatzen vor dem Fenster zusammen. Und wenn im Sommer die Schwalben ihre Nester unter den Dachvorsprung klebten, zeigte er uns die V&#246;gel, wie sie mit hellen Schreien hin und her flogen. Aber seine Augen blieben immer betr&#252;bt.</p>
<p>Im St&#228;dtchen sagten sie, Herr S&#246;rensen sei ein wohlhabender Mann. “Nicht wahr, Herr S&#246;rensen hat Geld?” fragte ich einmal meine Mutter. “Ja, man sagt’s.” – “Ja … ich hab’ ihn einmal weinen sehen, in der Pause, als ich mein Butterbrot holen wollte …”</p>
<p>“Herr S&#246;rensen ist vielleicht so betr&#252;bt, weil er so allein ist”, sagte meine Mutter. “Hat er denn keine Geschwister?” fragte ich. “Nein – er ist ganz allein auf der Welt…”</p>
<p>Als dann Weihnachten da war, sandte mich meine Mutter mit Weihnachtsb&#228;ckereien zu Herrn S&#246;rensen. Wie gut ich mich daran erinnere. Unser Stubenm&#228;dchen ging mit, und wir trugen ein gro&#223;es Paket, mit rosa Band gebunden, wie die Mutter stets ihre Weihnachtsp&#228;ckchen schm&#252;ckte.</p>
<p>Die Treppe von Herrn S&#246;rensen war schneewei&#223; gefegt. Ich getraute mich kaum einzutreten, so rein war der wei&#223;e Boden. Das Stubenm&#228;dchen &#252;berbrachte die Gr&#252;&#223;e meiner Mutter. Ich sah mich um. Ein schmaler hoher Spiegel war da, und rings um ihn, in schmalen Rahmen, lauter schwarzgeschnittene Profile, wie ich sie nie vorher gesehen hatte.</p>
<p>Herr S&#246;rensen zog mich ins Zimmer hinein und fragte mich, ob ich mich auf Weihnachten freue. Ich nickte. “Und wo wird Ihr Weihnachtsbaum stehen, Herr S&#246;rensen?” – “Ich? Ich habe keinen, ich bleibe zu Hause.”</p>
<p>Und da schlug mir etwas aufs Herz beim Gedanken an Weihnachten in diesem “Zuhause”. – In dieser Stube mit den schwarzen kleinen Bildern, den schweigenden B&#252;chern und dem alten Sofa, auf dem nie ein Mensch sa&#223; – ich f&#252;hlte das Trostlose, das Verlassene in dieser einsamen Stube, und ich schlug den Arm vors Gesicht und weinte.</p>
<p>Herr S&#246;rensen zog mich auf seine Knie und dr&#252;ckte sein Gesicht an meines. er sagte leise: “Du bist ein guter, kleiner Bub.” Und ich dr&#252;ckte mich noch fester an ihn und weinte herzzerbrechend.</p>
<p>Als wir heimkamen, erz&#228;hlte das Stubenm&#228;dchen meiner Mutter, ich h&#228;tte gebr&#252;llt.</p>
<p>Aber ich sch&#252;ttelte den Kopf und sagte: “Nein, ich habe nicht gebr&#252;llt. Ich habe geweint. Und wei&#223;t du, ich habe deshalb geweint, weil nie jemand zu Herrn S&#246;rensen kommt. Nicht einmal am Heiligen Abend…”</p>
<p>Sp&#228;ter, als wir in eine andere Stadt zogen, verschwand Herr S&#246;rensen aus meinem Leben. Ich h&#246;rte nie mehr etwas von ihm. Aber an jenem Tag, als ich an seiner Schulter weinte, f&#252;hlte ich, ohne es zu verstehen, zum ersten Male, da&#223; es Menschen gibt, die einsam sind. Und da&#223; es besonders schwer ist, allein und einsam zu sein an Weihnachten.</p>
<p style="text-align: right;"><small>Hermann Bang (1857-1912)</small></p>
<p style="text-align: center;"><img class="content aligncenter" title="winterwalk.jpg" src="/aktuell/wp-content/uploads/p3/winterwalk.jpg" border="0" alt="winterwalk.jpg" hspace="2" vspace="2" width="560" height="416" /></p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2010<br /> Dieser Feed ist nur fuer den persoenlichen, nichtgewerblichen Gebrauch bestimmt.
Eine Verwendung des Feeds auf anderen Webseiten verstoesst gegen Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem NewsReader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig.  (Digital Fingerprint: we20ih10na123ch456ts789ze12it2010en (38.107.179.240) )</small>]]></content:encoded>
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		<title>Erinnerungen an ein ganz besonderes Fest</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Dec 2011 23:24:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>winterkind</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[netzfundstück]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum 24. Kalendert&#252;rchen 2011 Meine Gro&#223;mutter war eine exzentrische Frau. Besuch empfing sie stets, verwegen an einer Zigarettenspitze ziehend, auf ihrem Diwan liegend wie Greta Garbo, und auf Familienfeiern erz&#228;hlte sie gerne Witze, die so anz&#252;glich waren, dass selbst mein Vater err&#246;tete. Ich liebte diese Frau. Ich liebte sie &#252;ber alles. Und jedes Jahr freute [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><small><a title="24. Dezember 2011" href="?page_id=206">Zum 24. Kalendert&#252;rchen 2011</a></small></p>
<p>Meine Gro&#223;mutter war eine exzentrische Frau. Besuch empfing sie stets, verwegen an einer Zigarettenspitze ziehend, auf ihrem Diwan liegend wie Greta Garbo, und auf Familienfeiern erz&#228;hlte sie gerne Witze, die so anz&#252;glich waren, dass selbst mein Vater err&#246;tete. Ich liebte diese Frau. Ich liebte sie &#252;ber alles. Und jedes Jahr freute ich mich auf das Weihnachtsfest, denn wir feierten bei ihr. Sie schm&#252;ckte dann das ganze Haus – und immer mit den buntesten Engeln, Kugeln und Schneem&#228;nnern. &#220;berall blinkte und glitzerte es – so sehr, dass einem die Augen wehtaten. Es waren Weihnachtsfeste, von denen jedes M&#228;dchen tr&#228;umt. Und erst die Geschenke! Meine Gro&#223;mutter kaufte mir stets das, was meine Eltern sich nicht leisten konnten: Schaukelpferde, Puppen, Dreir&#228;der. Riesige, wundersch&#246;ne Dinge, die kaum alle ins Auto passten.</p>
<p>In jenem Winter aber, in dem ich zehn Jahre alt wurde, &#228;nderte sich alles: „Deiner Gro&#223;mutter geht es nicht gut“, erkl&#228;rte mein Vater, bevor wir nachmittags zu ihr aufbrachen. Ich verstand nicht was er meinte. Das Haus war &#252;ppig dekoriert wie immer. Eines aber war tats&#228;chlich anders: Unter dem Tannenbaum lagen an diesem Abend keine buntverpackten  Geschenke. Nur ein kleiner Pappkarton, der ein Schild mit meinem Namen trug: Teresa.<br />
Als ich ihn &#246;ffnete, war ich entt&#228;uscht: Der Karton war leer. Ich drehte ihn in meinen H&#228;nden und bekam furchtbare Angst, ich h&#228;tte vielleicht etwas so Schlimmes getan, dass ich kein Geschenk verdiente. Da trat meine Gro&#223;mutter zu mir und sagte: „Das, was dieser Karton enth&#228;lt, kannst du weder sehen noch ber&#252;hren oder schmecken.<img title="paket" src="http://www.weihnachtszeiten.de/aktuell/wp-content/uploads/2011/12/paket.png" alt="" width="175" height="165" align="right" /> Aber es wird dich sch&#252;tzen und dich stark machen und dir Geborgenheit geben, wann immer du sie brauchst. Es wird alle Zeiten &#252;berdauern, und von all den Geschenken, die ich dir je gemacht habe, hoffe ich, dass du dich eines Tages einzig an dieses erinnerst“. Ich blickte auf und fragte: „Was ist es denn?“ Und sie sagte: „Liebe. All die Liebe, die ich f&#252;r dich empfinde.“</p>
<p>Acht Tage sp&#228;ter starb meine Gro&#223;mutter. Und sie behielt Recht: Von den vielen Geschenken, die sie mir in all den Jahren machte, ist nur eines geblieben. Ein vergilbter Karton mit ausgefransten Kanten, der nichts enth&#228;lt und zugleich doch alles. Liebe. Das sch&#246;nste Geschenk der Welt.</p>
<p style="text-align: right;"><small>Autor unbekannt</small></p>
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